Ausbildereignungsprüfung nach AEVO

Betriebliche Ausbilder/-innen haben für die Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz den Erwerb entsprechender berufs- und arbeitspädagogischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nachzuweisen.

Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung umfasst die Kompetenz zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren aller Aspekte der Berufsausbildung im betrieblichen Umfeld. Diese Eignung ist nach § 2 AEVO in einer Prüfung nachzuweisen. Diese Prüfung besteht aus einem schriftlichen und praktischen Teil. Über die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt.

Im Rahmen des Studiums „Höheres Lehramt an beruflichen Schulen“ ist es formal nicht erforderlich, die entsprechende Ausbildereignungsprüfung abzulegen. Dies ist nur für Ausbildungspersonal des betrieblichen Teils der Berufsausbildung notwendig.

Dennoch stellt der erfolgreiche Abschluss der Ausbildereignungsprüfung nicht nur für Absolventen der Masterstudiengänge (M. Sc.) „Berufliche Bildung“ eine zusätzliche Qualifikation dar. Auch für die Absolventen der Bachelor-Plus-Studiengänge (B. Eng./B Sc.) – die aufgrund der polyvalenten Studiengangsstruktur entweder direkt nach dem Bachelor-Studium eine Tätigkeit in der Industrie oder im betrieblichen Bildungs- und Personalwesen aufnehmen oder in einen der konsekutiven Master-Studiengänge (M. Eng.) in der jeweiligen Fachwissenschaft mit dem Ziel „Ingenieurtätigkeit“ wechseln möchten – ist eine bestandene Ausbildereignungsprüfung eine von potentiellen Arbeitgebern der Industrie gern gesehene Zusatzqualifikation.

In Kooperation zwischen der IHK Südlicher Oberrhein und der PH-Freiburg soll es Studierenden der o. g. Bachelor-Plus-Studiengänge ermöglicht werden, die Ausbildereignungsprüfung nach Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) ohne gesonderte Teilnahme an einem speziellen Lehrgang abzulegen. Es fallen lediglich die Prüfungsgebühren und ggf. die Kosten für das Schulungsmaterial an.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage IHK Südlicher Oberrhein.