Wieso Forschungsdatenmanagement?

E. Böker /  CC BY 4.0

Forschungsdatenmanagement (FDM) umfasst die Prozesse der Transformation, Selektion und Speicherung von Forschungsdaten mit dem gemeinsamen Ziel, diese langfristig und personenunabhängig zugänglich, nachnutzbar und nachprüfbar zu halten. Dazu können an allen Punkten des Datenlebenszyklus strukturierte Maßnahmen ergriffen werden, die geeignet sind, die wissenschaftliche Aussagekraft von Forschungsdaten zu erhalten, deren Zugänglichkeit durch Dritte für Auswertung und Analyse zu bewahren und die Nachweiskette zu sichern.

Das Management von Forschungsdaten beinhaltet die Erarbeitung einer bedarfsorientierten Planung, um Daten effektiv selbst zu erstellen, zu veröffentlichen, zu archivieren sowie zur Nachnutzung zur Verfügung zu stellen bzw. selbst nachnutzen zu können. Dabei kann man sich am Datenlebenszyklus orientieren und mittels eines Datenmanagementplans den jeweiligen Eigenheiten eines Projekts gerecht werden. 

Gerade die vielseitigen technischen Möglichkeiten erfordern allerdings eine erhöhte Beachtung der Themen Datenschutz und Urheberrecht, weswegen auch rechtliche Aspekte Beachtung finden sollten bzw. müssen. Darüber hinaus gilt es auch ethische Aspekte zu berücksichtigen und die gute wissenschaftliche Praxis zu wahren.

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Kontakt

Christian Berger
Telefon: +49 761 682 764
E-Mail:    christian.berger(at)ph-freiburg.de

Vorteile vom Forschungsdatenmanagement

  • Bestimmte Förderquellen (bspw. Horizon Europe) stehen nur Projekten zur Verfügung, die einen Datenmanagementplan erstellen.
  • Mögliche weitere Förderungsbedingungen zum Umgang mit Forschungsdaten werden durch ein professionelles FDM bereits abgedeckt.
  • Doppelte Arbeiten (z. B. erneute aufwendige Einarbeitung in die Daten) werden durch eine geeignete Dokumentation und Aufbereitung der Daten vermieden.
  • Falls die Daten während des Reviewprozesses angefragt werden, sind diese durch das Management der Daten bereits dafür vorbereitet.
  • Professionell standardisierte FDM-Prozesse verringern den zukünftigen Aufwand bei einer eigenen oder fremden Nachnutzung der Daten.
  • Das Risiko eines Datenverlusts wird durch FDM-Maßnahmen wie Datendokumentation, Datensicherung und eine geeignete Langzeitarchivierung (LZA) minimiert. Daten können so noch nach Jahrzehnten genutzt werden.

Forschungsdatenmanagement bedeutet nicht grundsätzlich, dass die Daten offen zugänglich sind bzw. sein müssen. Es kann rechtliche oder auch ethische Gründe geben, die gegen Open Science sprechen. Grundsätzlich sinnvoll ist der Leitspruch "As open as possible, as closed as necessary".