5. Welche Sozialformen eignen sich für die Filmarbeit?

Bei der Filmarbeit können allgemeine Sozialformen des DaF-Unterrichts eingesetzt werden: Frontalunterricht, Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Einzelarbeit und Arbeit an Stationen.

Filme regen jedoch von sich aus dazu an, sich auszutauschen und zu diskutieren. Für die Arbeit im Unterricht eignen sich deshalb insbesondere die Formen der Plenums-, Gruppen- bzw. Projektarbeit, da sie diese Eigenschaft des Mediums aufgreifen und produktiv nutzen. Filme sprechen außerdem viele verschiedene „Kanäle“ an. Beim Sehen beobachtet jeder und jede etwas anderes und durch die gemeinsame Arbeit ergibt sich ein vollständigeres Bild. Gemeinsam ist es einfacher und spannender, den Film als Ganzes zu interpretieren.

Gleichzeitig ist die Einzelarbeit nicht zu unterschätzen. Z.B. können Lernende vor der Filmsichtung konkrete Beobachtungsaufgaben von der Lehrkraft bekommen. Da der Film durch Multimodalität geprägt ist, ist es äußerst schwierig, alles im Film gleichzeitig zu beobachten. Hier ist es sinnvoll, die Aufmerksamkeit der Lernenden zu lenken und zu steuern, indem man verschiedene Aufgaben unter einzelnen Lernenden verteilt. So kann ein Lerner sich nur auf die Farbgestaltung im Film konzentrieren, der andere auf die Montage, der dritte auf die Figuren, der vierte auf die Musik usw. In einer anschließenden Gruppendiskussion leistet jeder seinen eigenen Beitrag zur gesamten Filminterpretation.