WÖCHENTLICHE LEHRVERANSTALTUNGEN im Wintersemester 2016/17

Mit Kindern "philosophische" Gespräche führen

 

Das Seminar hat folgende Ziele: 
1. sich die Spezifik des philosphierenden Nachdenkens bewusst machen;
2. die pädagogische Interaktionsform des Gesprächs in und mit der Seminargruppe als Lernsituation erfahren;

Erwartungen an Teilnehmer: Voraussetzung für die Teilnahme ist die Freude am eigenen philosophierenden Nachdenken und vor allem die Bereitschaft, sich mit den eigenen Gedanken in den Dialog der Gemeinschaft einzubringen. Zur Studienleistung gehört die Übernahme einer praktischen Aufgabe (in Kleingruppenarbeit) mit einer Kindergruppe (keine Schulklasse!) und die kurze Präsentation des videografierten Ergebnisses der Gesprächssituation im Seminar. Hinweise dazu werden im Seminar gegeben.




Mo. 10-12
Teilnahmebegrenzung: 25

StR’in Jenny Wozilka, GH-Lehrerin, Dipl.-Päd., StR’in a.e.H. in Erziehungswissenschaft.

Im Rahmen meiner Veranstaltungen ist mir der ästhetische Bereich ein besonderes Anliegen, weil er das eigene Denken und Urteilsvermögen zu bilden vermag. Künstlerische und wissenschaftliche Verfahren und Gegenstände sind dabei stets der Bezugspunkt.

 

 

Handwerklich und sprachlich gut schreiben – erfolgreich publizieren


In Komplementärfunktion zu den Schreibseminar-Angeboten macht ein erfahrener Autor und Verlagsfachmann anhand vieler Beispiele sensibel für handwerklich richtigen und guten Umgang mit der Sprache: durch Duden-Sicherheit, durch Entlarvung verstaubter Floskeln und häufig gebrauchter, aber dennoch falscher Formulierungen, mit Stilblüten zum Schmunzeln und nicht zuletzt mit Übungen zum Bessermachen.

Für die geplante Publikation den geeigneten Verlag zu akquirieren, ist die größere Hürde, da über die Realisierungsmöglichkeiten einer eigenen Buchpublikation und über die Arbeit in einem modernen Buchverlag häufig unzureichende Kenntnisse bestehen. Ähnliches gilt auch für mangelnde Kenntnisse des Urheberrechts sowie des Verlags- und Wettbewerbsrechts. Im zweiten Teil dieses Seminars wird daher professionell und umfassend über dieses Themenspektrum informiert: mit vielen Hinweisen und Tipps, wie eine eigene Buchpublikation am besten gelingt, durch praxisorientierte Einführung in alle Arbeitsbereiche eines Buchverlags, durch das Verfassen von Exposés und aussagefähigen Informationstexten für die eigene Buchpublikation sowie durch Musterverträge für Autoren.

Literatur: Baumert, Andreas: Professionell texten. Grundlagen, Tipps und Techniken, München 2011; Gesing, Fritz: Kreativ schreiben. Handwerk und Techniken des Erzählens, Köln 2014

Voraussetzungen Interesse an der Verbesserung und Optimierung des Schreibstils; hilft Anfängern, sich das Zeug zum Schreiben anschaulich anzueignen.
Auch Erfahrene und Profis erhalten viele wertvolle Anregungen und Hinweise.
Ebenso: Interesse an Verlagsarbeit und an Profilen geeigneter Verlage für Autobiografien, Biografien sowie für Hochschulschriften, Fach- und Sachliteratur.

Mo. 12-14

 

Scharnagel

 

 

Inklusive Bildung und gesellschaftliche Exklusion

 

Die Teilnehmer*innen kennen ausgewählte theoretische und empirische Perspektiven von Inklusion und Heterogenität und deren Bedeutsamkeit für Lernen und Entwicklung.
Die Teilnehmer*innen kennen ausgewählte theoretische und empirische Perspektiven zu sozialer Ungleichheit und Benachteiligung und können diese in den Kontext inklusiver Schul- und Unterrichtsentwicklung einordnen.
Die Teilnehmer*innen können Fragen von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit bezogen auf Schule als Bildungsinstitution kritisch diskutieren.

Im Seminar werden die Grundlagen einer inklusiven Pädagogik im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion thematisiert. Die in vielen Diskursen auf den gemeinsamen Unterricht von Schüler*innen mit und ohne Behinderungen verkürzte Sichtweise soll im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt erweitert werden. Heterogenität und Inklusion sollen dazu als zentrale Begriffe eingeführt und im Fokus von sozialer Ungleichheit, Bildungsgerechtig-keit und Chancengleichheit bearbeitet werden. Ausgehend von der theoretischen Einführung werden die Begriffe anschließend auf das professionelle Handeln in der Schule und im Unterricht angewendet und mit den Beobachtungen aus den Hospitationsbesuchen verknüpft.
Vom 19. bis 22. November (So-Mi) findet eine Exkursion nach Köln statt, die verpflichtender Bestandteil des Seminars ist. Wir werden unter dem Fokus Inklusion 3 Tage an Schulen hospitieren, die die Themen Inklusion und Heterogenität in herausragender Weise im Schulalltag bearbeiten. Für die Exkursion fallen Kosten in Höhe von ca. 200,-€/Person an. Eine Reduktion des Eigenanteils auf ca. 50,-€/Person ist angestrebt.
Zur Vorbereitung der Seminartermine ist die Lektüre von Texten erforderlich. Diese werden auf ILIAS bereitgestellt. Die Seminararbeit wird aktiv und kooperativ (z.B. mit Gruppen-puzzle, Placemat, Diskussion) gestaltet. Es ist gewünscht, dass die Studierenden ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Fragen aktiv einbringen.
Das Seminar führt grundlegend in den Themenbereich Inklusion ein. Vorkenntnisse sind deshalb nicht erforderlich.


Mo. 14-16
Teilnahmebegrenzung: 30
Anmeldung per E-Mail an: saskia.opalinski(atnospam)ph-freiburg.de


Saskia Opalinski

Erziehungswissenschaftlerin und Inklusionspädagogin, seit 2013 akademische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildungsforschung und Schulentwicklung der PH Freiburg, davor Mitarbeiterin an der Uni Erfurt (Sonderpädagogik) und der Uni Hamburg (Schulpädagogik)

 

 

Adressatengerechte Kommunikation

 

Gruppe 1:
Di., 8-10 Uhr, 14-tg. ab 17.10.17, Päd. Werkstatt
Kompakt:
Fr., 19.01.18, 14-19.30 Uhr, KA 106
Sa,. 20.01.18, 10-18 Uhr, KA 106


Gruppe 2:
Di., 8-10 Uhr, 14tg. ab 24.10.17, Päd. Werkstatt
Kompakt:
Fr., 26.01.18, 14-19.30 Uhr, KA 106
Sa,. 27.01.18, 10-18 Uhr, KG 2 207


Di. 8-10
Teilnahmebegrenzung: 35

Yvonne Decker-Ernst, Geschäftsführung des BA-Studiengangs Kindheitspädagogik, Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, Magisterstudium in Fachdidaktik Deutsch, Erziehungswissenschaften und Psychologie.

Seit meiner Tätigkeit als Lehrerin in einer Vorbereitungsklasse beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit den Themen "Deutsch als Zweitsprache", "Diversität" und "Zusammenarbeit mit und Partizipation von Familien" sowie "Gesprächsführung und Kommunikation". In diesen Bereichen bin ich auch in der Fortbildung von Lehrkräften und Fachkräften in kindheitspädagogischen Berufsfeldern tätig. Die PW stellt insbesondere für meine Hochschulseminare zur Gesprächsführung und adressatengerechten Kommunikation einen idealen Ort für anwendungsorientiertes Arbeiten dar.

 

 

Über äußere und innere Bilder Bildungsprozesse initiieren

 

Ziele der Veranstaltung richten sich darauf,
1. sich mit den Besonderheiten der visuellen Wahrnehmung auseinanderzusetzen,
2. sich der Einflussfaktoren auf das Sehen bewusst zu werden,
3. verstehen lernen, was ein Bild ausmacht.


Erwartungen an Teilnehmer:
Erwartet wird die Bereitschaft, sich mit anspruchsvollen Texten auseinanderzusetzen und sich auf praktische Sehaufgaben einzulassen.
Zur Studienleistung gehört die Übernahme einer kleinen Aufgabe.

Di. 10-12
Teilnahmebegrenzung: 20

 

StR’in Jenny Wozilka, GH-Lehrerin, Dipl.-Päd., StR’in a.e.H. in Erziehungswissenschaft.

Im Rahmen meiner Veranstaltungen ist mir der ästhetische Bereich ein besonderes Anliegen, weil er das eigene Denken und Urteilsvermögen zu bilden vermag. Künstlerische und wissenschaftliche Verfahren und Gegenstände sind dabei stets der Bezugspunkt.

 

 

Inklusion: Pädagogische und soziologische Zugänge

 

Die Handlungs- und Problemorientierung zählen zu den zentralen fachdidaktischen Prinzipien des Politikunterrichts, die mithilfe unterschiedlicher Methoden sowohl innerhalb als auch außerhalb des regulären Unterrichts realisiert werden können. Neben der theoretischen Erarbeitung entsprechender Verfahren liegt der Schwerpunkt des Seminars auf der praktischen Erprobung ausgewählter Methoden, die mit außerschulischem Lernen und Projektlernen verknüpft sind: die Erkundung, das Führen von Interviews und die Gestaltung von Umfragen.

Di. 12-14

Teilnahmebegrenzung: 25

Helene Bergmann, 

 

 

Organisationslernen: Theorie, Forschung und Beratung

 

Im Seminar werden zunächst Grundlagen von Organisationstheorie sowie von unterschiedlichen theoretischen Ansätzen zum organisationellen Lernen erarbeitet. Den zweiten Schwerpunkt bilden empirische Studien zur Organisationsentwicklung zu Fragestellungen, die von den SeminarteilnehmerInnen gewünscht werden.Beratungskonzepte zur Prozessbegleitung und Entwicklung von Organisationen, die beispielhaft auch erprobt werden können, werden im dritten Schwerpunkt vorgestellt und erarbeitet. In allen drei Phasen sollen Bezüge zu aktueller erziehungswissenschaftlicher Theoriebildung und Forschung hergestellt werden, um so Tendenzen der Organisationsentwicklung und deren Handlungsmethoden in Einrichtungen fundiert analysieren sowie kritisch bewerten zu können.Erwartungen an die Teilnehmer_innen: Es wird eine regelmäßige und aktive Teilnahme sowie adäquate Vorbereitung der Seminarsitzungen (Lektüre der Texte) erwartet sowie eine einmalige Erstellung einer kurzen Präsentation.Eine Leistungsüberprüfung erfolgt im Rahmen einer Hausarbeit.

Di., 14-16
Teilnahmebegrenzung: 25

 

Roswitha Lehmann-Rommel,

einen Schwerpunkt meiner Lehre sehe ich darin, Themen insbesondere der Allgemeinen Erziehungswissenschaft (z.B. Ethos, Macht, Interaktion) anhand von Fallbeispielen schulischer Praxis zu erarbeiten. Dabei greife ich auch auf eigene Fortbildungen und Erfahrungen u.a .im Bereich Gesprächsführung (Ausbilderin der GwG) und Organisationsberatung (ISI) zurück.

 

 

Lernen im Kontext der eigenen Biographie

 

Im Gegensatz zum Lebenslauf ist die Biografie nicht einfach eine Aneinanderreihung von Ereignissen oder Lebensstationen, sondern eine ständige Entwicklung, die nicht abgeschlossen ist. Aus der Retroperspektive kann es auch zu Umdeutungen von Erlebnissen und Erfahrungen kommen. Hier sprechen wir von biografischen Lernprozessen. Gerade Abweichungen von „Normalbiografien“, speziell Lebensumbrüche oder Lebenskrisen, scheinen biographische Lernprozesse auszulösen.
Im Seminar werden wir uns den Grundbegriffen wie Lebenslauf, Biografie, Erfahrungen und Lernen widmen. Zudem befassen wir uns mit dem qualitativ-biografischen Forschungsansatz und der biografischen Forschungsmethode des narrativen Interviews. Hierbei werden wir Ausschnitte aus eigenen und fremden Lebensgeschichten analysieren und uns darin üben, Lernprozesse zu rekonstruieren. Ziel des Seminars ist es uns mit fremden und eigenen biografischen Erfahrungen zu beschäftigen und die Frage zu beantworten, was für uns biografisches Lernen ausmacht."

Mi., 12-14
Teilnahmebegrenzung: 30

Nadja Schwendemann

 

 

Arthur Schnitzler: Erzählungen

 

Der Wiener Arztsohn Arthur Schnitzler (1862-1931) praktizierte zunächst selbst als Arzt und widmete sich schließlich als freier Schriftsteller ganz seiner literarischen Tätigkeit. In überwiegend kurzen Erzählungen und Schauspielen war sein großes Thema die dekadente Wiener Gesellschaft des fin de siècle, die er mit glänzender psychologischer und psychoanalytischer Beobachtung (er war mit S. Freud bekannt),ironischer Skepsis, allerdings auch mit ethischem Relativismus beschrieb. In seinem zuweilen impressionistisch anmutenden, fast konturlosen, gerade andeutendem und zwischen Traum und Wirklichkeit wechselndem Werk ist er einer der interessantesten Dichter seiner Zeit. Wir werden uns im Wintersemester auf einige seiner Erzählungen beschränken.
Als Grundlage für unser Seminar wollen wir den Band "Arthur Schnitzler: Meisterer-zählungen" im Fischer Taschenbuchverlag nehmen (ISBN 978-3-596-15918-5), der 8 Erzählungen enthält.
Zusätzlich werden wir noch seine "Traumerzählung" lesen, die in mehreren Ausgaben erhältlich ist, z. B. bei Reclam (UB 18455). Über eventuelle weitere Erzählungen können wir uns noch während des Semesters unterhalten.

Literatur:
Fliedl, Konstanze (2005): Arthur Schnitzler. Stuttgart: Reclam
Jürgensen, Christoph u. a. (Hrsg., 2014): Schnitzler-Handbuch: Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart: Metzler
Scheible, Hartmut (1976): Arthur Schnitzler in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt (Rowohlts Monographien Bd. 235)

Mi.,  14-16
Teilnahmebegrenzung: 25

 

Ulrich Fritz, Dr. phil.,

Begleitung der Masterarbeit

 

In diesem Kolloquium wird das konkrete Vorgehen der Master-Arbeit besprochen sowie sowohl methodologisch-methodische Fragen, als auch Fragen der wissenschaftlichen Bearbeitung behandelt. In den einzelnen Sitzungen wird konkret an den Arbeiten der Teilnehmenden gemeinsam gearbeitet und Teile diskutiert (Gliederung, Theoriebezüge, Interpretation von Sequenzen aus der Forschung, Ergebniskapitel usw.).

Mi., 16-18, 14tg., ab 25.10.17
Teilnehmerbegrenzung: 14

 

 

Christine Riegel

Professorin für Sozialpädagogik, seit 2011 an der PH Freiburg
Schwerpunkte im Bereich der Migrations-, Rassismus-, Jugend- und Intersektionalitätsforschung. In meiner Lehre und Forschung beschäftige ich mich viel mit Herausforderungen für Bildung und Soziale Arbeit im Kontext von sozialer Diversität und Ungleichheit. Die Pädagogische Werkstatt bietet in verschiedener Hinsicht einen Raum zur diskursiven Auseinandersetzung mit diesen Themen.

 

 

Begleitung zu Forschungs- und Entwicklungsprojekte in ausgewählten Kontexten

 

Mi., 16-18, 14tg., ab 18.10.17
Teilnehmerbegrenzung: 16

 

 

Christine Riegel

Professorin für Sozialpädagogik, seit 2011 an der PH Freiburg
Schwerpunkte im Bereich der Migrations-, Rassismus-, Jugend- und Intersektionalitätsforschung. In meiner Lehre und Forschung beschäftige ich mich viel mit Herausforderungen für Bildung und Soziale Arbeit im Kontext von sozialer Diversität und Ungleichheit. Die Pädagogische Werkstatt bietet in verschiedener Hinsicht einen Raum zur diskursiven Auseinandersetzung mit diesen Themen.