Lehrer*innenforschung in der Deutschdidaktik - vernetzte Felder oder vereinzelte Inseln?

Prof. Dr. Dorothee Wieser und Prof. Dr. Christoph Bräuer (Donnerstag, den 28.09.17 von 13:45-14:45 Uhr)

Lehrende werden in der deutschdidaktischen Forschung zunehmend in den Blick
genommen – das empirische Forschungsfeld differenziert sich folglich vielfältig aus und
ist nicht mehr auf einen Blick zu überschauen. Diese Forschungsaktivität ist ohne
Zweifel positiv zu bewerten. Den Überblick zu behalten, tut dennoch Not: So kann und
muss auch gefragt werden, in welchem Verhältnis die Forschungsansätze zueinander
stehen, welche Lücken geschlossen und welche blinden Flecken erkennbar werden.
Der Vortrag macht es sich zur Aufgabe, Studien zur deutschdidaktischen
Lehrer*innenforschung zu sichten und beispielsweise Studien zum Lehrer*innenwissen
(z.B. TEDS-LT oder FALKO) mit qualitativ-rekonstruktiven Studien zu Überzeugungen
von Lehrenden in ein Verhältnis zu setzen und ihnen die Frage nach der
Handlungskompetenz der Lehrenden entgegenzustellen. Damit ist auch die bisher wenig
berücksichtigte Frage nach den Konsequenzen der Befunde einer fachdidaktischen
Professions- und Unterrichtsforschung für die aktuellen Diskussionen um die
Lehrerbildung angestoßen.