Neue Bücher 2016

A halmozottan hátrányos helyzetből a diplomáig - Tíz roma és cigány nő sikertörténete a magyar oktatási rendszerben

[Von der Mehrfachbenachteiligung zum Hochschulabschluss: Zehn erfolgreiche Roma-Frauen im ungarischen Bildungssystem.]
Aurorin: Andrea Óhidy

Weibliche Roma gelten in ganz Europa als von Mehrfachbenachteiligung bedroht, denn bei ihnen kann eine Kumulation von Benachteiligungen festgestellt werden, die sich auch im Bildungsbereich zeigt. Trotzdem haben weibliche Roma (nicht nur) in Ungarn zunehmend bessere Noten und höhere Bildungsabschlüsse.

Das Buch zeichnet mit Hilfe der Analyse von biografischen Interviews, die 2012 in Budapest und Pécs durchgeführt wurden, ein Bild vom Bildungsweg zehn weiblicher Roma - Adél, Ágnes, Barbara, Franciska, Jennifer, Mariann, Mária, Nina, Rita és Szonja (Namen wurden geändert) - im ungarischen Bildungssystem und untersucht, welche Faktoren bei ihnen begünstigend gewirkt haben, um einen Hochschulabschluss erreichen zu können.

Die Studie zeigt, dass alle untersuchten Frauen eine sehr stark ausgeprägte Bildungsmotivation hatten und auch bereit waren, für deren Verwirklichung eine Konfrontation mit der traditionellen Frauenrolle in Kauf zu nehmen. Ihre Eltern (vor allem die Mütter) und einige Lehrer_innen spielten dabei eine sehr wichtige unterstützende Rolle.

190 Seiten, 2016, liegt in ungarischer Sprache vor
Universität Pécs: Pécs. Band 37 in der Reihe „Cigány Tanulmányok/Gypsy Studies“ 

Lernen mit Visualisierungen

Erkenntnisse aus der Forschung und deren Implikationen für die Fachdidaktik
Herausgeber/-innen: Petra Gretsch, Lars Holzäpfel

Visualisierungen spielen in schulischen Lernprozessen eine immer bedeutendere Rolle – in einigen Bereichen kommt ihnen sogar eine Schlüsselfunktion für den Wissenserwerb zu. Mittlerweile kann auf eine Reihe von Forschungserkenntnissen zurückgegriffen werden, die Aufschluss darüber geben, welchen Einfluss piktoriale bzw. grafische Darstellungen auf das Lernen haben. Im vorliegenden Buch werden einige Aspekte des Lernens mit Visualisierungen aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven beleuchtet, Forschungsergebnisse vorgestellt und deren Bedeutung für Lernprozesse diskutiert. Praktische Erkenntnisse aus den Fachdidaktiken Deutsch, Mathematik und Erziehungswissenschaften werden durch Konzepte der Pädagogischen Psychologie gestützt, Beiträge aus der Sicht verschiedener Zeichensysteme runden den Band ab.

Der Fokus liegt zum einen auf der Perspektive der Lernenden: Es wird danach gefragt, wie sie mit den ihnen angebotenen Visualisierungen zurechtkommen und ob diese einen Nutzen für ihr Lernen haben. Zum anderen wird auch die Perspektive der Lehrenden eingenommen, deren Herausforderung darin besteht, geeignete Lernumgebungen zu entwickeln, welche die Gestaltung eines adressatengerechten Unterrichts ermöglichen.

292 Seiten, 2016, 34.90 €
Waxmann Verlag

Kindheitsbilder bei Astrid Lindgren

Literarische Fantasien von Selbstbestimmung?
Autorin: Tatjana Jesch

Das vorliegende Buch soll Anstöße für die fachwissenschaftliche Auseinandersetzung und die didaktische Analyse bieten. Dafür werden klassische Ansätze der Psychoanalyse und Entwicklungspsychologie aufgegriffen, kritisch reflektiert und durch jüngere Positionen ergänzt. Dieses literaturpsychologische Vorgehen dient in Verbindung mit einer narratologischen und semiotischen Textanalyse der Beantwortung der Frage, wie viel kindliche Selbstbestimmung den Lindgren´schen Figuren zugestanden ist.

192 Seiten, 2016, 24.90 €
LIT Verlag

Frühe ästhetische Bildung

mit Kindern künstlerische Wege entdecken
Autoren: Thomas Heyl, Lutz Schäfer

Das vorliegende Buch bietet einen grundlegenden und umfassenden Einblick in die ästhetische Bildung im Kindergarten- und Grundschulalter. Die Autoren stellen die theoretischen Grundlagen ästhetischer Bildung fundiert und dabei leicht verständlich dar. Sie zeigen auch, wie sich die kindliche Entwicklung im ästhetischen Bereich aus der allgemeinen Entwicklungspsychologie ableiten lässt. Die anschaulichen Hinweise und Anregungen für die bildnerische Praxis machen das Buch zu einem unverzichtbaren Werk für alle,die mit Kindern künstlerisch-kreativ arbeiten.

180 Seiten, 2016, 24.99 €
Springer-Verlag

Schülervorstellungen zur Politik in der Grundschule

Lebensweltliche Rahmenbedingungen, politische Inhalte und didaktische elevanz. Eine theoriegeleitete empirische Studie
Autor/-in: Hans-Peter Burth, Katrin Asal

Insbesondere durch den Einfluss der Medien machen Kinder heute bereits früh Erfahrungen mit Politik. Die auf diese Weise erworbenen politischen Kenntnisse werden so zur impliziten und meist unreflektierten Voraussetzung des späteren Schulunterrichts. Die empirische Studie untersucht im Rahmen einer politikdidaktischen Rekonstruktion Politikvorstellungen von Freiburger Grundschüler/-innen. Die Autor/-innen fragen: Welche Rahmenbedingungen sind für politisches Lernen und politische Sozialisation im Kindesalter gegeben? Welche Inhalte prägen die Schülervorstellungen über Politik in der Grundschule und wie sollte der politische Sachunterricht auf diesen Erkenntnissen basierend konzipiert werden?

156 Seiten, 2016, 23.- €
Budrich UniPress

Studierende und Kinder lernen voneinander

Ein Patenschaftsprogramm an Freiburger Grundschulen
Autorin: Hildegard Wenzler-Cremer

Studierende von Freiburger Hochschulen übernehmen im Rahmen des Projekts SALAM die Patenschaft für ein Kind im Alter von 8 bis 11 Jahren und treffen sich über einen Zeitraum von acht Monaten einmal wöchentlich zur gemeinsamen  Freizeitgestaltung. In der Regel entwickeln sie eine vertrauensvolle  Beziehung. Beide Partner des Tandems gewinnen: Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund und andere bildungsbenachteiligte Kinder aus Familien mit und ohne Migrationshintergrund entdecken neue Lebenswelten, lernen spielend Deutsch und erproben neue Verhaltensweisen. Studierende sind oft erstmals mit Armut und  existenziellen Nöten konfrontiert und erfahren eine andere Kultur der ein für sie bisher fremdes soziales Milieu. Sie erproben und reflektieren pädagogisches Handeln. Sie nehmen Kontakt mit der Familie und der Schule auf und werden von Dozierenden der Hochschule begleitet. Die Autorin wertet das Datenmaterial mit Hilfe qualitativer Methoden aus und stützt sich dabei auf Aussagen der Studierenden zu ihren Erfahrungen und Reflexionen. Sie zeigt neben den großen Chancen eines solchen Projekts auch Herausforderungen und Fallstricke auf, die einer erfolgreichen Arbeit von Tandems entgegenstehen können.

250 Seiten, 2016, 22.- €Lambertus Verlag

Die Einführung der Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg

Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung Forschungsgruppe WissGem: Universität Tübingen, PH Freiburg, PH Heidelberg, PH Schwäbisch Gmünd und PH Weingarten
Herausgeber: Thorsten Bohl, Albrecht Wacker

Schulsysteme im deutschsprachigen Raum verändern sich seit Jahren mit hoher Dynamik. Neue integrierte Schularten wie Gemeinschaftsschulen, Regionalschulen oder Sekundarschulen wurden in vielen Bundesländern eingeführt. Integrierte Schularten bieten zumeist mehrere Schulabschlüsse an und müssen sich zahlreichen Herausforderungen stellen, u.a. dem Umgang mit Heterogenität, der Entwicklung differenzierter Diagnose- und Beurteilungsformen, der Etablierung vielfältiger Kooperationen oder auch der Bewährung im Sozialraum. Von großem Interesse sind daher Schulentwicklungs- und Professionalisierungsprozesse dieser Schulen. Das Forschungsprojekt „Wissenschaftliche Begleitforschung Gemeinschaftsschulen Baden-Württemberg“ (WissGem) führte mit seiner Konzeption einer alltagsnahen Begleitforschung mit Mixed-Methods-Design zu einer Fülle von Ergebnissen, die einen hohen Anregungsgehalt für die Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung integrierter Schularten aufweisen. Sie werden im vorliegenden Buch bezogen auf zentrale Entwicklungsbereiche integrierter Schulformen dargestellt.

416 Seiten, 2016, 37.90 €
Waxmann Verlag

Christologie für den Religionsunterricht

Gott und Jesus Christus. Orientierungswissen Christologie (Reihe: Theologie elementar)
Autorin: Sabine Pemsel-Maier

Christologie-Lehrbücher gibt es viele an der Zahl. Das vorliegende Buch versteht sich ausdrücklich als eine Christologie für den Religionsunterricht, geschrieben für Religionslehrkräfte. Als Band der ökumenisch ausgerichteten Reihe „Theologie elementar“, hg. von S. Pemsel-Maier und Peter Müller, weiß es sich dem Elementarisierungsansatz in der Religionspädagogik verpflichtet. Im Einzelnen bedeutet dies: Es ist weniger an dogmengeschichtlichen Themen, sondern stärker an den christologischen Grundthemen ausgerichtet, die in den Bildungsplänen eine wesentliche Rolle spielen. Es bezieht die in der empirischen Forschung erhobenen Aneignungsprozesse und Deutungen von Schüler/innen ein und gibt einen Überblick über die aktuellen Studien. Und es eröffnet didaktische Perspektiven für die Unterrichtspraxis.

238 Seiten, 2016, 29.- €
Kohlhammer Verlag

Serialität in Literatur und Medien

Band 1: Theorie und Didaktik
Band 2: Modelle für den Deutschunterricht
Petra Anders / Michael Staiger (Hrsg.)

Serialität ist in der gegenwärtigen Medienkultur ein wichtiges Formprinzip des mündlichen, schriftlichen und audiovisuellen Erzählens, ein Gestaltungsprinzip von Kunst und ein Orientierungsmuster für die Rezeption von Texten und Medien. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sind Serien sehr beliebt -  als Bücher, Comics und Zeitschriften, als Hörspiele, Fernsehsendungen, Filme und Computerspiele oder als Medienverbund.
Das zweibändige Werk zeigt, weshalb und wie Serien zum Unterrichtsgegenstand im Deutschunterricht werden können: Band 1 stellt grundlegende Überlegungen zur Theorie und Didaktik der Serialität in Literatur und Medien vor. Band 2 gibt konkrete Anregungen für die schulische Praxis in Form von Modellen für den Deutschunterricht, von der Primarstufe über die Orientierungs- und Sekundarstufe I bis hin zur Sekundarstufe II.

Bd. 1: 200 Seiten, 2016, 18 €
Bd. 2: 156 Seiten, 2016, 16 €
Schneider Verlag Hohengehren

Dorsch – Lexikon der Psychotherapie und Psychopharmakotherapie

Herausgeber/-innen: Markus Antonius Wirtz, Janina Strohmer, Franz Petermann, Gerhard Gründer

Das „Lexikon der Psychotherapie und Psychopharmakotherapie“ präsentiert kompakt und aktuell das Wissen für das gesamte Spektrum psychischer Störungen und Therapieverfahren. Grundlagen, Konzepte, Definitionen und therapeutische Methoden werden systematisch und zuverlässig in über 4.500 Beiträgen von mehr als 400 renommierten Expertinnen und Experten der Psychologie und Psychopharmakotherapie dargestellt. Das Lexikon dokumentiert zuverlässig das gesamte Grundlagen- und Anwendungswissen, das für den Einstieg in die Thematik psychischer Störungen und deren Behandlung sowie für die professionelle Tätigkeit in der klinischen Praxis und Forschung erforderlich ist.

1047 Seiten, 2016, 59.95 €
Hogrefe Verlag