Das Projekt Freiburg Ost im Ohr verortet sich in der kulturellen Bildung mit zwei Hauptzielsetzungen:

1) Die  Verbesserung von Bildungsqualität durch die Vernetzung und dynamisch-interaktive Gestaltung stadtteilbezogener Bildungspartnerschaften zwischen frühpädagogischen, musikpädagogischen und medienpädagogischen Institutionen  und ihren Kooperationen.

2) Der Förderung von Fantasie, Kreativität und Innovation als Zugang zu kultureller Bildung durch die Erschließung des eigenen Stadtteils als hörbare Klangwelt und die künstlerische Bearbeitung und Gestaltung dieses Wahrnehmungsprozesses.

Drei Institutionen mit ihren Kooperationen vernetzen sich und bilden Lehr/-Lernpartnerschaften:

Die Hochschule für Musik Freiburg erforscht mit Studierenden der Elementaren Musikpädagogik, Rhythmik und Komposition und den 3 – 10 jährigen Kindern des Kinderhaus Hirzberg ausgewählte Orte des Stadtteils als hörbare Klangwelt, entwickelt und gestaltet diese hör – und sichtbaren Wahrnehmungen gemeinsam mit den Kindern in einem kreativ-musikproduktiven Prozess zu eigenen Kompositionen. Eine weitere Aktivität stellt die musikalische und intergenerative Begegnung mit Senioren des benachbarten Altenzentrums Emmi-Seeh Heim dar. Konzerte und Aufführungen an unterschiedlichen Orten vertiefen die Erfahrung des Stadtteils als hörbare Klangwelt.

Die Pädagogische Hochschule Freiburg begleitet mit dem Lernradio und dem Institut für Medien in der Bildung den Erschließungsprozess mittels digitaler Aufnahmetechniken und dokumentiert alle Ergebnisse in einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Audioguide und virtuellen Stadtplan.

Das Haus für Kinder am Hirzberg bringt sich mit der Kooperation mit freischaffenden Künstlern aus der Elternschaft, der frühpädagogischen Perspektive auf den Bildungsprozess und den 3 – 10 jährigen Kindern ein. In Kooperation mit der Pädagogischen Ideenwerkstatt Bagage werden auftretende Themen durch eine fachlich fundierte Auseinandersetzung begleitet.

Die Stadtteilerschließung erfolgt durch die Partnerschaften und deren interaktiv-dynamische Zusammenarbeit aus künstlerischer, soziografischer und pädagogischer Perspektive. Kinder, Studierende, Dozierende, Pädagogen und Künstler agieren in ihren Bereichen als Experten und werden durch dynamisch initiierten Perspektivwechsel gleichermaßen zu Vermittelnden, und Lernenden.

So wird aus den unterschiedlichen Perspektiven Fragestellungen nachgegangen wie beispielsweise: „Was macht meinen Stadtteil für mich lebenswert und damit auch hörenswert?
Was prägt unsere Ohren? Warum hören zwei Menschen die auf der gleichen Straße gehen unterschiedliche Geräusche und Klänge? Hört sich die Dreisam im Winter anders an als im Sommer? Kann ein Spielplatz wie ein Instrument bespielt werden?“

Von der ersten Idee bis zum Abschluss gestalten Kinder den kreativen Prozess mit. Die Zentrales Anliegen ist, Dimensionen kultureller Bildung durch Perspektivwechsel, durch kreative- künstlerische Begegnungen, durch Wissenserwerb und Erfahrungszuwachs kennen zu lernen und nachhaltig zu verankern. Für alle Beteiligten soll ein gewinnbringender Dialog entstehen, der innovative Formen des Lernens durch Kooperationen ermöglicht und somit die Konzepte in der Bildungslandschaft bereichert.

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