Theaterpädagogische Fortbildungen

Prof. Dr. Anne Steiner bietet Ihre Expertise im theaterpädagogischen Bereich für Abruffortbildungen an. Sie lehrt deutsche Literatur und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt Drama und Theater an der PH Freiburg. Sie ist außerdem Theaterpädagogin, bildet angehende Theaterpädagog/innen aus und verfügt über langjährige Erfahrungen mit theaterdidaktischen Lehrerfortbildungen. Unten stehend finden Sie Themenbeispiele, Sie können jedoch auch zu anderen theaterpädagogischen Themen anfragen.

Theater sehen lernen - Vor- und Nachbereitung von Theaterbesuchen

Einzigartigkeit und Unwiederholbarkeit der Aufführung machen den Reiz eines Theaterbesuches aus, stellen aber gleichzeitig auch hohe Anforderungen an Wahrnehmung und Aufmerksamkeit des Publikums. Gerade für Kinder und Jugendliche mit nur wenigen oder gar keinen Theatererfahrungen kann es daher hilfreich sein, wenn Theaterbesuche im Unterricht vor- und/oder nachbereitet werden.

In der Abruffortbildung werden analytische, szenische und produktionsorientierte Verfahren vorgestellt, die auf den Theaterbesuch vorbereiten und helfen, die rezipierte Aufführung im Unterricht so aufzugreifen, dass Kinder und Jugendliche ihre Wahrnehmungen äußern und ihre ästhetischen Erfahrungen austauschen können.

Am Beispiel aktueller Inszenierungen aus verschiedenen Theatern und unterschiedlichen Theatersparten wird dabei auch praktisch erprobt, wie sich vor dem Theaterbesuch die Spannung auf die Aufführung noch steigern lässt und wie nach dem Besuch die individuellen Rezeptionserfahrungen sinnvoll zum Thema gemacht werden können.

Szenische Interpretation

Das Lesen und Verstehen eines literarischen Textes ist ein höchst subjektiver und individueller Prozess, der nur dann wirklich gelingt, wenn der/die Leser/in den Text sowohl auf Wort- und Satzebene versteht, als auch mit emotionaler Beteiligung und Empathie für das Verhalten und Handeln der Figuren rezipiert.

Gerade für Kinder im Grundschulalter – und dies unabhängig davon, ob sie erst- oder zweitsprachlich aufwachsen – stellt das oft eine große Herausforderung dar, vor allem dann, wenn der literarische Text vieles nur zwischen den Zeilen andeutet, wenn er also Unbestimmtheitsstellen enthält, die es zu konkretisieren gilt. Eine weitere Schwierigkeit stellt für viele Kinder die Aufgabe dar, eigene Leseeindrücke und -erfahrungen sprachlich angemessen und für andere eindeutig verständlich zu formulieren, weil ihnen die sprachlichen Mittel fehlen, die durch das Lesen hervorgerufenen Vorstellungen und Empfindungen zu beschreiben und anderen mitzuteilen.

Szenische Interpretationsverfahren bieten eine gute Möglichkeit, über eigene Lesevorstellungen ins Gespräch zu kommen, ohne dass diese sofort ausführlich versprachlicht werden müssten. Anders als bei anderen gestalterischen Aufgaben zu einem literarischen Text funktioniert die szenische Interpretation aber nur in Zusammenarbeit mit anderen, sodass bereits in der Entwicklung einer szenischen Darstellung erste Aushandlungs- und Verständigungsprozesse über das Gelesene stattfinden. Dies wiederum führt zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem literarischen Text. Vorstellungsvermögen und Wahrnehmung werden dabei in gleichem Maße geschult wie Lesekompetenzen und literarästhetische Kompetenzen und Ausdrucks- und Argumentationskompetenz. In der Fortbildung werden Methoden der szenischen Interpretation an ausgewählten narrativen Texten wie Märchen und Sagen praktisch erprobt und ihre Chancen und Grenzen diskutiert.

Adressaten:Primarstufe: Lehrkräfte aller Fächer,
Sekundarstufen I und II: Lehrkräfte für Deutsch, Fremdsprachen und Interessierte aus anderen Fächern
Schulart:Grundschulen, Werkreal-, Real-, Berufliche Schulen und Gymnasien
Dauer, TN-Zahl und Kosten:nach Absprache
Ort:in der Schule vor Ort
Leitung & Veranstalterin:Prof. Dr. Anne Steiner
Kontakt:

anne.steiner(atnospam)ph-freiburg.de, Tel 0761 / 682-519