Aspekte zum Theorie-/Praxisverhältnis

Die große Akzeptanz des Seminars zur Thematik „Störungen des Unterrichts“ lässt vermuten, dass die Studierenden parallel zu ihren praktischen Erfahrungen große diffuse Ängste vor einem „gestörten Unterricht“ aufbauen. Eigene Schulerinnerungen und erste Praxiserfahrungen vermischen sich zu einem wenig differenzierten Angstgefühl vor der Praxis, was in den „Erwartungen an das Seminar“, die den Portfolios vorangestellt werden, unterschiedlich aber mit ähnlicher Tendenz immer wieder formuliert wird. Die Studierenden fühlen sich nicht ausreichend gerüstet und wissen nicht immer ihr im Studium erworbenes Fachwissen zu integrieren.

Es ist deshalb eine wesentliche Intention des Seminars, den Studierenden die Angst teilweise zu nehmen - was nicht immer machbar sein wird, da die Qualität oder Intensität der Ängste unterschiedlich und personenabhängig ist - oder ihnen Möglichkeiten an die Hand zu geben, konstruktiv und kreativ damit umzugehen. Sie sollen in entsprechenden Krisensituationen professionell und theoretisch fundiert reagieren und handlungsfähig sein.