Lehrpreis 2010/ 2011

Sport und Erziehung: Kompetenzen von Sportlehrer/innen

Ilka Lüsebrink
Adresse: HSZ 213
Tel.: +49 761 682-704

Abstract

Die Idee des Seminarformates besteht darin, situationsnahe Konkretisierung auf der einen Seite mit dem Anspruch auf ein systematisches, kompetenzorientiertes Vorge­hen auf der anderen Seite zu verbinden. Umgesetzt wird dies durch den „Gang von Beispiel zu Beispiel“, der darauf zielt, unscharfe Begriffe – wie etwa den der Kompetenz – beispielhermeneutisch zu konkretisieren.

Als Material für den Gang von Beispiel zu Beispiel dienen schriftliche Darstellungen sportunterrichtlicher Situationen, die z.T. von den Studierenden selbst eingebracht werden. Im Zentrum der Seminararbeit stehen damit nicht Referate sowie die Präsentation wissenschaftlichen Wissens, sondern die Auslegungsarbeit der Studierenden. Sie sind damit in großem Umfang an der aktiven Gestaltung des Seminars beteiligt. Dies beginnt an der Stelle, wo sie eigene Erlebnisse aus dem Schulalltag in das Seminar einbringen, so dass an biographische Erfahrungen angeknüpft werden kann. Es setzt sich dort fort, wo die Studierenden selbst zu Forschenden werden, die nicht primär wissenschaftliches Wissen rezipieren sondern sich forschend auf die Suche nach Interpretationsmöglichkeiten für die Unterrichtsbeispiele machen. Die Diskussionen der Studierenden werden jeweils ergänzt durch Kurzreferate. Diese dienen der Perspektiverweiterung und sollen die eigenen Deutungen ergänzen, vertiefen oder ggf. auch hinterfragen und revidieren. Auf ihrer Basis können die gefundenen Handlungsalternativen kritisch reflektiert und ggf. um weitere ergänzt werden.

Auf diese Weise können unterrichtliche Handlungskompetenzen zum Thema der ersten Ausbildungsphase werden, allerdings im Primat der Forschung, womit gleichzeitig der Auf- und Ausbau reflexiver Kompetenz ins Zentrum des Seminars rückt. 

--> Aufsatz zum Konzept dieser Veranstaltung in der Schriftreihe Fachdidaktische Forschung