Wie werden die Kinder ausgewählt?


Die Auswahl der Kinder liegt in der Hand der Lehrkräfte. Die Lehrkräfte orientieren sich hierfür an den Fragen „Wer braucht Förderung? Wer könnte mit dieser Unterstützung seine Potenziale besser ausschöpfen? Wie ist die Kooperationsbereitschaft der Eltern?“ Aber sie orientiert sich auch - insbesondere in den Schulen, in denen das Programm schon länger läuft - an den Nachfragen von Schülern und Eltern.

Mögliche Kriterien für die Auswahl der Kinder sind:

  • starker Medienkonsum
  • Mobbing
  • Fördern von Potenzialen, die erkannt werden
  • geringes Selbstvertrauen
  • geringe Förderung im Elternhaus (Kompensation von Belastungen, um die Resilienz zu stärken)
  • Auffälligkeiten wie z.B. Rückzug, Depressionen, aggressives Verhalten, Konzentrationsstörungen

 Die Auswahl erfolgt in Stufen: 

  • Die Klassenlehrkräfte melden der Schulleitung, welche Kinder sie warum für das Programm vorschlagen. Gleichzeitig können sich Eltern oder auch Kinder direkt an die Kooperationslehrerin wenden und sich bewerben.
  • Die Schulleitung schreibt die Eltern an und bittet um Rückmeldung, ob Interesse an der Programmteilnahme besteht. Hier werden ggf. auch persönliche Gespräche mit den Eltern geführt.
  • Falls es dann noch weitere freie Plätze frei gibt, werden Kinder aufgenommen, die schon zuvor am Programm teilgenommen haben und für die eine Wiederholung als hilfreich eingeschätzt wird.
  • Grundsätzlich gilt, dass ältere Kinder Vorrang vor jüngeren Kindern haben, damit sie noch vom Programm profitieren können.

Bitte beachten Sie:

In den letzten Jahren gab es immer wieder Rückfragen von Studierenden, die sich
gewundert haben, warum gerade ihr Kind in das Programm aufgenommen wurde, da das Kind scheinbar gar keinen so großen Förderbedarf habe.
An dem Programm nehmen jedoch auch Kinder teil, von denen vermutet wird, dass sie vielleicht nur noch einen kleinen „Schubs“ brauchen, um doch noch auf die Realschule oder das Gymnasium gehen zu können. Dies macht Ihr Engagement nicht weniger wertvoll, sondern Sie tragen ganz im Gegenteil dazu bei, einem Kind einen alternativen Bildungsweg zu ermöglichen!

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