Informationen zum Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (im Folgenden AGG) gilt seit dem 18. August 2006 und schreibt weitreichende arbeitsrechtliche Benachteiligungsverbote vor.

Dies schafft einerseits für die PH als Arbeitgeberin die Notwendigkeit, dafür Sorge zu tragen, dass die betrieblichen Gegebenheiten und alle arbeitsrechtlichen Maßnahmen den Vorgaben des AGG entsprechen und andererseits eröffnet es den Beschäftigten einklagbare Rechte. Denn mit dem AGG wird das Ziel verfolgt, im Wege der Formulierung von Benachteiligungsverboten die Beschäftigten vor Diskriminierung zu schützen und sie mit entsprechenden Ansprüchen auszustatten.

Der Gesetzestext des AGG kann in der Personalverwaltung eingesehen werden und ist zudem über den unten aufgeführten Link abrufbar.

Um einen Nachweis über die Erfüllung der Informationspflicht führen zu können, hat die Hochschule verbindliche Richtlinien zum AGG erstellt, welche nachfolgend aufgeführt werden. Unter den Links finden Sie zusammen mit einem entsprechenden Informationsschreiben der Personalverwaltung einen Vordruck mit dem Sie bitte die Kenntnisnahme der Richtlinien bestätigen.

Die im AGG geforderte Beschwerdestelle wurde beim Kanzler der Hochschule, Herrn Büggeln (KG 2, Raum 113) sowie bei der Gleichstellungsbeauftragten, Frau Prof. Dr. Gabriele Sobiech (KG 2, Raum 206c), eingerichtet. Beschwerden, die sich auf die Bestimmungen des AGG begründen, sind somit an Frau Sobiech oder Herrn Büggeln zu richten.
Die Rechte des Personalrates bleiben hiervon unberührt.

Die Hochschule legt allen Beschäftigen nahe, die Möglichkeit einer Online-Schulung zu nutzen, diese ist über den unten aufgeführten Link erreichbar.

Richtlinien der Pädagogischen Hochschule Freiburg zum AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)

  1. Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz bildet die Basis für ein positives innerbetriebliches Arbeitsklima und ist damit eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Hochschule. Toleranz und Chancengleichheit sind prägender Bestandteil eines guten Arbeitsklimas.

  2. Respekt im Umgang miteinander ist Teil der partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität stellen einen Verstoß gegen die Bestimmungen des AGG sowie den hier niedergelegten Grundsatz der partnerschaftlichen Zusammenarbeit dar.
    Alle Beschäftigten sind verpflichtet, den Grundsatz der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zu wahren, insbesondere die Persönlichkeit und Würde jedes Beschäftigten zu respektieren. Die Beschäftigten haben ihr Verhalten an diesen Grundprinzipien auszurichten.

  3. Jeder Beschäftigte der Hochschule, der sich aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt fühlt, hat das Recht zur Beschwerde.
    Die Inanspruchnahme des Beschwerderechts führt zu keinen Nachteilen.
    Die Beschwerde ist beim Kanzler oder bei der Gleichstellungsbeauftragten vorzubringen (Beschwerdestellen der Hochschule). Die Rechte des Personalrates bleiben unberührt.

  4. Ein nicht gerechtfertigter Verstoß gegen die Bestimmungen des AGG kann zu arbeitsrechtlichen bzw. disziplinarrechtlichen Konsequenzen bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes führen.