Claudia Becker-Nürnberg

Zur Person:

Ich unterrichte seit 1987 die Fächer Englisch und Erdkunde in der Sekundarstufe I und II, bin seit 1995 am Lina-Hilger-Gymnasium in Bad Kreuznach tätig und seit 2005 Referentin für Englisch am Pädagogischen Zentrum Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach.  Seit etwa zehn Jahren beschäftige ich mich mit dem Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen in meinem eigenen Unterricht sowie als Fortbildnerin in der Hochbegabtenförderung im Grundschul- und Sekundarbereich.

Auf der Suche nach theoretischen Ansätzen für das Philosophieren als Unterrichtsprinzip lernte ich über die Methoden des Creative & Critical Thinking, was im anglo-amerikanischen und –australischen Raum weit verbreitet ist, das sehr schüler- und handlungsorientierte Task Based Learning and Teaching (TBLT) kennen.

Warum Lernaufgaben entwickeln?

In meiner Arbeit am Pädagogischen Zentrum geht es um Kompetenzorientierung, um die Erstellung von Testaufgaben und Lernaufgaben, um die Implementierung der Bildungsstandards. Es stellte sich bald heraus, dass ein „teaching to the test“ vermieden werden muss, dass also Lernaufgaben ( authentic, meaningful, challenging) dazu beitragen können, den Fremdsprachenunterricht gemäß den aktuellen Erkenntnissen der Spracherwerbsforschung und der Neurowissenschaften zu verändern, so dass möglichst vielen Schülerinnen und Schülern der Fremdsprachenerwerb auch in Richtung Mehrsprachigkeit ermöglicht wird und sie alle Kompetenzbereiche entwickeln können.  

Bei allen Ansätzen geht es darum “to make the problem their own” (Gareth B. Matthews). 

Zentraler Ansatzpunkt zur Realisierung des Task Based Learnings  ist für mich die Haltung der Lehrkraft gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern und gegenüber ihrem Fach. Gelingt es mit Hilfe dieser Aufgaben (tasks) den Blick auf die einzelne Schülerin, den einzelnen Schüler zu richten, so wird der Fremdsprachenunterricht  bezüglich der Lernergebnisse, des Umgangs mit heterogenen Lerngruppen und der Freude am Lernen und Lehren  sicherlich profitieren.