Laufende Projekte

Didaktische Werkstatt

  • Fokus: Die Didaktische Werkstatt ist hochschuldidaktisch gesehen ein Ort reflektierenden Lernens. Sie bietet einen Impuls, Bildungskonzepte aus der Lernerperspektive zu prüfen und neu zu denken und fordert somit die Studierenden heraus, in eigener Sache zu lernen. Sie ist als bewertungsfreier Raum an der Hochschule zu nutzen, der neben dem Leistungsprinzip auch Möglichkeiten schafft, unvorhersehbare Fragen zu generieren sowie Lernwege zu erproben. Sie dient zur Integration in das Studium und soll Anlaufstelle zur Unterrichtsvorbereitung und zur Planung von Unterrichtsprojekten sein.
  • Ansprechpartnerinnen: Dr. Eva-Kristina Franz, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht
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Die empistemische Dimension des Zeichnens - zeichnerische Lern- und Kommunikationsprozesse im Sachunterricht

  • Fokus: Das Ziel des Projektes (Teilprojekt 12 im VisDeM II-Kolleg) ist es, zu einer theoretischen und methodisch-didaktischen Fundierung des Zeichnens im Sachunterricht beizutragen. Untersucht wird, welche Merkmale zeichnerische Lern- und Kommunikationsprozesse ausmachen und wie diese systematisch in Beziehung zueinander gesetzt werden können. Für die Sachunterrichtsdidaktik werden Implikationen für eine reflektierte Aufgabenkultur abgeleitet.
  • Ansprechpartner/innen: Heiner Oberhauser, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Prof. Dr. Thomas Heyl

Die Effekte von Fehlerverarbeitung auf die Entwicklung von Bruchvorstellungen

  • Fokus: Fehlerhafte Schülerlösungen aus initialen Problemlöseversuchen können Ausgangspunkt für den Aufbau fachlich konsolidierten Wissens in einer nachfolgenden expliziten Instruktionsphase sein. Dabei kommt der Fehlerverarbeitung, d.h. der elaborativen Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen fehlerhaften oder unvollständigen Lösungen und dem zu erlernenden Konzept, eine zentrale Rolle zu. Mittels experimenteller Interventionsstudien im Klassenkontext untersucht das Projekt die Effekte einer Anregung zur Fehlerverarbeitung im Bereich Bruchvergleich.
  • Ansprechpartnerin: Jun.-Prof. Dr. Katharina Loibl
  • Weitere Informationen: http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/273274104

Effekte einer Intervention auf den Transfer von knowledge of content and students im Sachunterricht der Grundschule

  • Fokus: Diagnostische Kompetenz von Lehrkräften beinhaltet u. a. die Fähigkeit, Präkonzepte von Schülerinnen und Schülern zu erkennen und einzuschätzen. Diese Kompetenzfacette wird als fach- bzw. inhaltsspezifisch beschrieben (knowledge of content and students). In diesem Projekt (Teilprojekt A1 im DiaKom-Kolleg) wird überprüft, inwieweit Studierende im Sachunterricht durch eine Förderung ihrer Diagnosekompetenz zu einem Inhalt eines Teilfaches des Sachunterrichts (durch Vermittlung fachlichen und fachdidaktischen Wissens) auch in einem anderen Inhaltsbereich dieses Faches oder gar in inhaltlichen Bereichen eines anderen Teilfaches höhere diagnostische Kompetenzen zeigen.
  • Ansprechpartnerinnen: Miriam Hahn, Prof. Dr. Katrin Lohrmann, Prof. Dr. Franziska Birke
  • Weitere Informationen: http://kebu-freiburg.de/diakom/teilprojekte.htm

 

Evaluation der Wirksamkeit von Professionalisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit einer zentralen Einstiegsdiagnose in Klasse 5

  • Fokus: Im Projekt wird die Rezeption und Nutzung des neuen zentral administrierten Diagnoseinstruments "Lernstand 5" in Baden-Württemberg evaluiert. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich eine kriteriale Eingangsdiagnostik in Verbindung mit zwei Fortbildungskonzeptionen (Einmalfortbildung, kontinuierliche Fachberaterbegleitung) auf die pädagogische Nutzung des Diagnoseinstruments seitens der Lehrkräfte und weitergehend auf die Entwicklung der Schülerleistungen auswirkt. In einem quasi-experimentellen 2x2 Kontrollgruppen-Design werden auf Lehrerebene die Wirkungen auf a) Motivation und Akzeptanz, b) Rezeption und Nutzung der Diagnoserückmeldungen, c) professionelle Kompetenz der Lehrkräfte, sowie auf Schülerebene d) die Leistungsentwicklung untersucht.
  • Ansprechpartner/innen: Sabine Kowalk, Prof. Dr. Timo Leuders, Dr. Jana Groß Ophoff, Dr. Andreas Schulz (PH Zürich).
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Forschungsgegenstand Bilderbuch

  • Fokus: Das Forschungsinteresse richtet sich auf die kindliche Wahrnehmung von Bilderbüchern, auch in Abgrenzung zum pädagogischen Erwachsenenblick darauf. In unterschiedlichen Settings werden Daten gemeinsam mit Studierenden im Sinne eines forschenden Lernens erhoben und ausgewertet.
  • Ansprechpartnerin: Dr. Jenny Wozilka

FuN-Kolleg: Diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften: Einflüsse, Struktur und Förderung (DiaKom)

  • Fokus: Unter den vielfältigen Tätigkeiten, die Lehrerinnen und Lehrer täglich ausführen, wird den diagnostischen Aktivitäten eine Schlüsselfunktion zugesprochen. Das Kolleg (gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) richtet dabei ein besonderes Augenmerk auf das diagnostische Denken, d.h. auf die Prozesse des Wahrnehmens, Urteilens und Entscheidens und ihre kognitiven, motivationalen und affektiven Dispositionen. Zwölf Teilprojekte an den Pädagogischen Hochschulen in Freiburg und Heidelberg kombinieren dabei rezente Forschungsansätze und nutzen Verfahren der Kompetenzmodellierung, der Erfassung von Urteilsgenauigkeit und der experimentell kontrollierten Variation von relevanten Einflussvariablen auf Seiten der Lehrperson.
  • Ansprechpartner/innen: Prof. Dr. Timo Leuders, Prof. Dr. Tobias Dörfler (PH Heidelberg), Jun.-Prof. Dr. Katharina Loibl
  • Weitere Informationen: http://kebu-freiburg.de/diakom/index.htm

Lernen mit und Verstehen von Visualisierungen im Sachunterricht und seinen Bezugsfächern: Konzeptionen und Qualität von Visualisierungen in unterrichtlichen Settings

  • Fokus: Grafische Visualisierungen im Sachunterricht und seinen Bezugsfächern werden im Hinblick auf didaktische Zielstellungen untersucht, Qualitätsmerkmale im Hinblick auf verschiedene Visualisierungstypen analysiert. In unterrichtlichen Settings werden (ko-)konstruktive Aneigungs- und Verstehensprozesse mit grafischen Visualisierungen empirisch untersucht, um evidenzbasierte Hinweise zu professionellem Wissen und Handlungskompetenzen beim Einsatz von Visualisierungen zu erhalten.
  • Ansprechpartnerinnen: Susanne Thoene, Prof. Thomas Heyl, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht
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Produktion und Rezeption von Visualisierungen

  • Fokus: In den Bereichen Erziehungswissenschaft - Grundschulpädagogik und Kunstdidaktik wird explorativ untersucht, welche Konstruktions- und Verstehensfähigkeiten Kinder im späten Verstehensfähigkeiten Kinder im späten Grundschulalter/frühe Sekundarstufe besitzen, um Visualisierungen in unterrichtlichen Settings nutzen zu können. In zwei Forschungsvorhaben wird die Expertise aus beiden Fachbereichen zusammengeführt (Grundschulpädagogik: Diagnose und Förderung, Lehrerprofessionalisierung, Kontruktionsprozesse und Konzeptbildung bei Kindern; Kunstdidaktik: Kinderzeichnungsforschung, Bildwissenschaften, Kommunikationsdesign). Die beiden Teilstudien Produktion und Rezeption von Visualisierungen sind eng miteinander sowie mit den anderen Teilprojekten vernetzt. Schwerpunkte sind Visualisierungen als Lernhilfe sowie als bewusste Strategie beim Problemlösen.
  • Ansprechpartnerinnen: Ingrid Conradi, Lena Kaier, Prof. Thomas Heyl, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht
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Veränderung von Schülerkonzepten zum Gleichgewicht durch explizite Vergleiche

  • Fokus: Forschungsbefunde zeigen, dass der explizite Vergleich von Beispielen, z.B. durch Mapping beim Analogen Enkodieren, den Aufbau einer vernetzten Wissensstruktur unterstützt. Im Rahmen einer qualitativ ausgerichteten Studie wird im Rahmen von Einzelinterviews untersucht, wie sich durch didaktisch initiierte Vergleichsprozesse (Mapping von Elementen, Relationen, Systemen) die Konzepte von Zweitklässler*innen zu Gleichgewicht (zweiseitige Hebel) verändern und welche Effekte die Intervention auf die Fähigkeit zum Transfer des erworbenen Wissens hat.
  • Ansprechpartner/innen: Heiko Oberfell, Prof. Dr. Katrin Lohrmann, Prof. Dr. Andreas Hartinger (Universität Augsburg)

 

Vorhersagegenauigkeit auf Basis von Schülerlösungen mit typischen mathematischen Fehlkonzepten - Erfahrungsbasierte versus theoriebasierte Urteilsprozesse

  • Fokus: Das Projekt (Teilprojekt D1 im DiaKom-Kolleg) untersucht die Urteilsprozesse bei der Einschätzung von Aufgabenschwierigkeiten und Schülerlösungen in der Bruchrechnung. In einem Vergleich zwischen Lehramtsstudierenden und erfahrenen Mathematiklehrkräften wird untersucht in welchem Umfang a) theoretisches fachdidaktisches Wissen und b) Lehrerfahrung die Nutzung von Hinweisreizen auf der Oberflächen- und Tiefenstruktur beeinflusst. In Anlehnung an Dual Process-Theorien, wird weiterhin eruiert, wie sich in diesem Zusammenhang intuitive Urteilsprozesse und systematisch-analytische Urteilsprozesse unterscheiden.
  • Ansprechpartner/innen: Jun.-Prof. Dr. Katharina Loibl, Dr. Stephanie Herrpich (Universität Freiburg), Prof. Dr. Timo Leuders, Andreas Rieu
  • Weitere Informationen: http://kebu-freiburg.de/diakom/teilprojekte.htm

Abgeschlossene Projekte

Bedeutung von Phänomen(un)ähnlichkeiten für den Aufbau von konzeptuellem Verständnis

  • Fokus: Im Rahmen einer (von der DFG geförderten) quasi-experimentellen Unterrichtsstudie zum naturwissenschaftlichen Sachunterricht wurde untersucht, welche Bedeutung die Ähnlichkeit bzw. Unähnlichkeit zwischen Konketionen für den Aufbau von konzeptuellem Verständnis bei Kindern der dritten Jahrgangsstufe hat. Mit dem Hebelgesetz wurde ein Inhalt ausgewählt, der Grundschulkindern in ihrer Lebenswelt in Form vieler Phänomene begegnet.
  • Ansprechpartner/innen: Dr. Veronika Schwelle, Prof. Dr. Katrin Lohrmann, Prof. Dr. Andreas Hartinger (Universität Augsburg)

"Educational Reserch Literacy" - die Fähigkeit Forschungswissen zu verstehen und anzuwenden als Facette bildungswissenschaftlicher Forschungskompetenz

  • Fokus: In  dem Teilprojekt des BMBF-geförderten, hochschulübergreifenden Verbundprojekts Learning the Science of Education (LeScEd) soll auf Basis einer Large-Scale-Studie an verschiedenen Hochschulen ein Strukturmodell für die Fähigkeit entwickelt werden, Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Literatur zu erschließen, kritisch zu reflektieren und daraus handlungsleitende Schlussfolgerungen abzuleiten. Ausgehend davon sollen Niveaus von Forschungskompetenz unterschieden und inhaltlich beschrieben werden.
  • Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Markus Wirtz, Dr. Jana Groß Ophoff
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Evaluation Freiburger Bildungspaket

  • Fokus: Das Projekt evaluiert das Freiburger Bildungspaket mit dem Ziel, das Förderprogramm aus Sicht der Beteiligten zu erfassen und Impulse und Hinweise für die künftige Gestaltung zu geben. Das Forschungsdesign wurde in Anlehnung an das CIPP-Evaluationsmodell entwickelt und beinhaltet die Dimensionen Kontext, Input, Prozess und Produkt. Die Daten werden mithilfe qualitativer und quantitativer Methoden erhoben, neben Dokumentenanalysen, einer Online-Umfrage von Anbieter/innen, Schulleiter/innen und Lehrer/innen finden auch Fallstudien an vier Schulen mit Interviews der Schulleiter/innen und Schülerbefragungen statt.
  • Ansprechpartner/innen: Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Prof. Dr. Hans-Georg Kotthoff
  • Weitere Informationen: http://www.freiburg.de/pb/,Lde/357618.html

Jungen und Schulleistung

  • Fokus: Zusammenhänge zwischen Männlichkeitskonstruktionen von Jungen, ihren schulischen Leistungsorientierungen und Arbeitsmotivation. Im Projekt wurde ein Fragebogen zur differenziellen Erfassung von Maskulinitätskonstruktionen bei Jungen, das Freiburger Jungen Inventar (FJI), entwickelt. Dieser ist Grundlage für die Konzeption von Lehrerfortbildungsmodulen für eine differenzierte und variabel einsetzbare typengerechte Jungenförderung in der Sekundarstufe.
  • Ansprechpartner/innen: Lucy Urich, Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Dr. Ruth Michalek, Prof. Dr. Thomas Fuhr

 

 

Wissenschaftliche Begleitung Gemeinschaftsschulen Baden-Württemberg

  • Fokus: Im Forschungsverbund mit fünf Hochschulen wird die Einführung der Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg begleitet und mit einem Mixed-Methods-Design untersucht. Die vier Teilprojekte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: TP1 begleitet alltagsnah 10 Gemeinschaftsschulen (GMS), TP2 führt eine schriftliche Befragung aller 42 GMS der ersten Tranche durch, TP3 wirft einen Blick auf die sozialräumliche Einbettung der GMS und TP4 fokussiert mit einer Interventionsstudie die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften.
  • Ansprechpartnerinnen: Prof. Dr. Gudrun Schönknecht, Eva-Maria Bennemann
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