Institut für Erziehungswissenschaft

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Inclusive Education/Diversity Education - Inklusive Bildung im internationalen Kontext
  • Lernräume/Bildungsräume - Raumtheoretische Analysen
  • Be-Hinderung und Unterstützung des Lernens
  • Inklusive Didaktik & Fachdidaktik (im Fokus: Englischunterricht)
  • Inklusive Schulentwicklung (im Fokus: Schulleitungen, Schulassistenz)
  • Qualitativ-rekonstruktive Inklusionsforschung

 

 

Laufende Forschungsprojekte

seit 2016 - Maßnahme M3 „Inklusion und Heterogenität“

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Kooperationspartner: Pädagogische Hochschule Freiburg, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Steuerungstandem: Prof. Dr. Wolfram Rollett, Prof. Dr. Jörg Wittwer

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer, Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg

Laufzeit: 2015-2018

  • Die Lehre stellt neben der Forschung und Weiterbildung einen zentralen Bereich innerhalb der Tätigkeitsfelder einer jeden Hochschule dar. Hier findet der unmittelbare Kontakt zwischen den Studierenden und den lehrenden Expertinnen und Experten der jeweiligen Disziplinen statt. Ein Handlungsfeld der Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre besteht darin, unter der Nutzung von Synergien eine Neugestaltung des Curriculums und der Lehre im Bereich des Lehramts vorzunehmen. Ziel ist es, die Studierenden als angehende Lehrkräfte bestmöglich auf den Berufsalltag vorzubereiten. Durch die curriculare Verankerung von Inklusion sollen die Studierenden künftig in der Phase ihrer Ausbildung zu einem qualifizierten Umgang mit Vielfalt und heterogenen Bedürfnissen von Schulklassen befähigt werden.

·         Homepage: http://www.face-freiburg.de/

 

seit 2016 -  „Unterstützung von Lehrpersonen im Kontext inklusiver Lehr-Lernprozesse“ (UNIP)

Die ethnographische Studie „Unterstützung für Lehrpersonen im Kontext inklusiver Lehr-Lernprozesse“ (UNIP) fragt nach der Aushandlung schulinterner Unterstützung in kooperativ angelegten Unterrichtssettings in an Inklusion orientierten Schulen. Ziel ist die Rekonstruktion der Adressierung und Ausrichtung schulinterner Unterstützung von und für Lehrpersonen vor dem Hintergrund zur Verfügung stehender räumlicher Rahmenbedingungen und fachlicher Expertise. In zwei Sampingphasen werden zum einen Teilnehmende Beobachtungen, problemzentrierte, ethnographische Interviews mit Regellehrpersonen und Sonderpädagog/-innen an baden-württembergischen Gemeinschaftsschulen durchgeführt. Darüber hinaus werden Kooperationsvorstellungen von angehenden Lehrpersonen in der ersten Ausbildungsphase erhoben.

Ziel der Studie ist es, entlang der Aussagen von Lehrpersonen empirisch kontrolliert (mittels konstruktivistischer Grounded Theory nach Charmaz) (Nicht-)Adressierungen von Professionalität zu rekonstruieren, die mit den relationalen schulischen Rahmenbedingungen in Bezug gesetzt werden. Aus den sich hieraus ergebenden Erkenntnissen sollen Professionalisierungsangebote im Rahmen von an Inklusion orientierter Lehrer/-innenbildung konkretisiert werden.

UNIP wird im Rahmen der FACE-Maßnahme 3 „Inklusion und Heterogenität“ durchgeführt - gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung

 

seit 2015 - Gemeinsame Lernprozesse im inklusiven Englischunterricht (in Kooperaton mit Vertr.-Prof. Dr. Roman Bartosch, Universität zu Köln)

Im Zentrum des Erkenntnisinteresses steht die Frage, wie Teilhabe und Partizipation im Fachunterricht zukünftig umgesetzt werden kann. Inklusion wird dabei als fachdidaktische Herausforderung verstanden. Ausgehend vom Beispiel von Schüler/-innen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf werden in diesem Projekt Wegmarken eines inklusionsorientierten Fremdsprachenunterrichts erarbeitet und entlang exemplarischer Themen wie z.B. "Stadtnatur" theoretisch wie empirisch untersucht (vgl. Bartosch & Köpfer 2015). Ziel des Projektes ist es, didaktisch-methodische Anregungen im Sinne einer Verbindung inklusionspädagogischer wie fachdidaktischer Perspektiven für den Englischunterricht zu vermitteln.

 

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte (2016-2017)

2015-2017 - Schulassistenz aus der Perspektive von Schüler/-innen mit Assistenzerfahrung (SAS) (in Kooperation mit Vertr.-Prof. Dr. Ursula Böing / TU Dortmund)

Im Kontext inklusiver Bildung und sich verändernder Anforderungen stellen Schulassistent(inn)en eine derzeit gefragte Unterstützungsrolle an GL-Schulen dar. Die professionelle Ausgestaltung dieser Akteursrolle ist aktuell noch weitgehend ungeklärt. Erste Untersuchungen befassen sich damit, wie Schulassistent(inn)en ihre eigene Rolle wahrnehmen (vgl. Heinrich & Lübeck 2013), wie hoch die Nachfrage nach Schulassistenz ist (vgl. Kißgen 2013) und in welchen Spannungsfeldern sie agieren (vgl. Köpfer 2013). Die Sicht der Schüler(innen) auf ihre eigen erlebte Assistenzerfahrung wurde bislang allerdings nicht untersucht, obwohl genau durch diese Perspektive der Schüler(innen) und die darin ausgedrückte Orientierung hinsichtlich Assistenz wertvolle Impulse für die Professionalisierung und Unterstützungsausrichtung der Schulassistent(innen) zu erwarten sind. Im Rahmen der Studie wird deshalb folgende Fragestellung untersucht: Wie bearbeiten Schülerinnen und Schüler die Ihnen
zur Verfügung gestellte Assistenz in ihrem schulisch-unterrichtlichen Lernen und Handeln? Dazu werden an 8 Dortmunder Schulen (Primarschulen und unterschiedliche Schularten der Sekundarstufe 1) problemzentrierte Interviews mit Schüler(inne)n mit Assistenzerfahrung durchgeführt und mit der Dokumentarischen Methode der Textinterpretation nach Nohl (2012) ausgewertet.

Publikationen:

Köpfer, Andreas & Böing, Ursula (2017): Die Bearbeitung von Schulassistenz aus der Perspektive von Schülerinnen und Schülern mit Assistenzerfahrung – eine komparative Sequenzanalyse unterrichtlicher Situationen. In: Sonderpädagogische Förderung heute 62, H. 1, S. 20-32.
Köpfer, Andreas & Böing, Ursula (2017): Schulassistenz aus der Sicht von Schüler/-innen mit Assistenzerfahrung. In: Lindmeier, B.; Lübeck, A. & Laubner, M. (Hrsg.): Schulbegleitung in der inklusiven Schule. Grundlagen und Praxishilfen. Weinheim: Beltz Verlag (im Ersch.).

 

2014-2016: Herausforderungen von Schulleitungen auf dem Weg zur Inklusion (Projektteam: Tanja Sturm, Sandra Däppen, FHNW; Andreas Köpfer)

Im diesem Projekt der PH FHNW Basel werden – in Kooperation der Professur Integrative Didaktik und Heterogenität des ISP der PH FHNW und des Therapie- und Schulzentrums Münchenstein (TSM) – Herausforderungen in den Blick genommen, die sich für Schulleitungen in Sonderschulen bei Schulentwicklungsprozessen stellen, die an Inklusion orientiert sind. Dies umfasst Entwicklungsnotwendigkeiten der Förderdiagnostik, die sich im Spannungsfeld zwischen Förderplanung und Ressourcenzuweisung bewegt. Im Rahmen des Projekts werden bereits bestehende diagnostische Instrumente des TSM untersucht und weiterentwickelt. Des Weiteren werden u.a. Unterstützungsmöglichkeiten der Schulleitung im Bereich der Elternarbeit und in der Zusammenarbeit inter- bzw. transdisziplinärer Teams unterschiedlicher pädagogischer und therapeutischer Professionen, die in der Schule tätig sind, fokussiert. Durch die Unterstützung begleiteter Masterarbeiten und in Kooperation mit dem TSM werden die angeführten Spannungsfelder in theoretischer wie empirischer Hinsicht untersucht und dezidiert auf die konkrete Situation der Schule hin aufgearbeitet. Finanziell gefördert durch das TSM Münchenstein.