Abteilung Internationale und Empirische Bildungsforschung (IEBF)

Die international vergleichende und empirische Bildungsforschung liefert wichtige Impulse für die Diskussion der Weiterentwicklung des deutschen Bildungssystems. Sie beschäftigt sich mit Fragen zu den Bedingungen und Einflussfaktoren von erfolgreichem Lehren und Lernen auf den Ebenen: a) Bildungssysteme, b) schulische / hochschulische Strukturen, c) Unterricht und d) individuelle Lernprozessen. Zielgruppe unserer Forschung sind dabei sowohl SchülerInnen und Studierende, als auch Lehrkräfte, Hochschullehrende und weitere Akteure der Bildungslandschaft. Auch außerschulische Lehr-Lern-Gelegenheiten und Fragen nach Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit werden in diesem Kontext diskutiert. Forschungsfragen zu den genannten Themenbereichen werden in unserer Abteilung empirisch mit qualitativen und quantitativen Methoden untersucht. Publikationen hierzu finden Sie auf den Unterseiten der Abteilungsmitglieder.

In der Lehre ist die Abteilung im besonderen Maße in den Lehramtsstudiengängen sowie in den Angeboten für die Lehrkräfteweiterbildung vertreten.

Die Abteilung Internationale und empirische Bildungsforschung (IEBF) gliedert sich in die folgenden vier Arbeitsbereiche, in denen unterschiedliche Schwerpunkte der Bildungsforschung behandelt werden:   

Arbeitsbereiche

Empirische Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Schulentwicklung

Prof. Dr. Wolfram Rollett

Mitarbeitende: Dr. Jan Henning-Kahmann, Amelie Hirsch, AR'in Dr. Jutta Nikel, Sebastian Röhl, Kai Stüwe, Dr. Stefanie Vigerske

Schwerpunkte:

  • Schulentwicklungsverläufe von Ganztagsschulen, insbesondere Qualitätsentwicklung im Bereich der schulischen Lern- und Organisationskultur
  • Effekt der Teilnahme an außerunterrichtlichen Angeboten auf die Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern
  • Institutions- und Kompositionseffekte auf der Schul- bzw. Klassenebene für die Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern sowie für das Belastungsempfinden von Lehrkräften
  • Modellierung von Lernprozessen sowie die Effekte von Vermeidungsmotivation in Lernsituationen
  • Unterrichts- und Professionalitätsentwicklung von Lehrpersonen mithilfe von unterrichtsbezogenem Feedback von Schülerinnen und Schülern

Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik (im internationalen und interkulturellen Kontext)

Prof. Dr. Andrea Óhidy

Mitarbeitende: AR Dr. Patrick Blumschein, Alina Boutiuc-Kaiser, Nadine Comes, Claudia Rupp

Schwerpunkte:

  • Lebenslanges Lernen und europäische Bildung;
  • Schule und Lehrer*innenberuf im gesellschaftlichen Kontext;
  • Heterogenität und Lehrer*innenhandeln;
  • sowie Interkulturelle Bildung und Erziehung.

Interdisziplinäre Lehr-Lernforschung

Jun.-Prof. Dr. Katharina Loibl

Mitarbeitende: Ute Schaffert, Eva Schultheis

Schwerpunkte:

  • Instruktionsmodelle und kognitive Lernprozesse
  • Lernen aus Fehlern, Entdeckendes Lernen, Productive Failure
  • Diagnostische Kompetenzen von Lehrkräften
  • Adaptive Lernsettings

Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt international vergleichende Bildungsforschung

Prof. Dr. Hans-Georg Kotthoff

Mitarbeitende: Dr. Katharina Hellmann, Dr. Claudia Rupp 

Schwerpunkte:

  • International vergleichende Bildungsforschung;
  • Bildungssystemvergleiche, insbesondere in den Bereichen Lehrerbildung, hochschulische und schulische Qualitätsentwicklung und Steuerung, Übergänge in Bildungssystemen
  • Kohärenzentwicklung und -förderung hochschulischer Strukturen und Inhalte
  • "Neue Steuerung" im Bildungswesen, Educational Governance, Wirksamkeit "neuer Steuerungsinstrumente" (z. B. national und international geförderte Bildungsinitiativen, Schulinspektion)
  • Europäische Bildungspolitik