Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Europa (und der übrigen Welt) stellen nach inzwischen weit geteilter Auffassung eine der größten Gefahren für demokratische Verhältnisse und Institutionen dar. In Deutschland ist es die AfD, die nach Meinungsumfragen in den letzten Jahren enorm an Unterstützung aus der Bevölkerung gewonnen hat. Besonders beunruhigend ist, dass die Affinität zur AfD bei Jugendlichen innerhalb des letzten Jahres überdurchschnittlich stark zugenommen hat. So ist die AfD nach der neuesten Trendstudie „Jugend in Deutschland 2024“ unter den 14-29-Jährigen aktuell die politische Partei, die mit 22% den stärksten Zuspruch erhält.
In der Veranstaltung wollen wir uns mit dem Phänomen des Aufstiegs der AfD, dessen Ursachen, Konsequenzen und geeigneten Gegenstrategien aus verschiedenen Perspektiven befassen. Je nach den Interessen der Teilnehmenden können Ideologie, politische Programmatik, Rhetorik- und Medienstrategien der AfD, Kernaspekte ihrer Verfassungswidrigkeit sowie Argumente für und gegen ein Parteienverbot eine Rolle spielen. Aus pädagogischer Perspektive sollte die Frage nicht zu kurz kommen, ob und in welcher Weise die AfD – vor dem Hintergrund verschiedener pädagogischer und politischer Unparteilichkeitsgebote – ein Gegenstand von demokratischen Bildungsprozessen sein darf oder sein sollte (so wie es z.B. die GEW-Vorsitzende neulich vorgeschlagen hat).
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und einen angeregten Austausch!
Wie alle unsere Veranstaltungen kann auch diese für InVista angerechnet werden.