EXPERT_INNENGESPRÄCHE, VORTRÄGE und anderes....

Dieses Semester jeweils montags um 18.15 Uhr.

Alle Expert_innengespräche finden in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der PH Freiburg statt (gleichstellungsbuero@ph-freiburg.de).

Datum

Titel

Montag

23.04.2018

18.15 Uhr

 

Studis stellen vor:

„Was hat eine Filmanalyse mit Politik zu tun?“

Überlegungen zu einer kritischen Filmdidaktik – Der Film Django unchained aus einer postkolonialen Perspektive 

mit Nico Schatz (BA Erziehungswissenschaft, bald auch 1. Staatex. Lehramt)

Vortrag mit Filmausschnitten. Der ganze Film wird im Anschluss gezeigt
– bei gutem Wetter als Sommernachtskino.


Allein die Tatsache, dass Bildung in Deutschland politisch organisiert ist, weist auf die Notwendigkeit hin, Unterrichtspraxis stets als politisch zu reflektieren. (Nicht nur) bezogen auf das Fach Deutsch bildet die didaktische Leitperspektive, der kulturellen Handlungsfähigkeit, einen Ausgangspunkt der hier vorgestellten Überlegungen und Anschlussmöglichkeiten für eine politische Perspektivierung schulischer Bildungsprozesse und Lehrinhalte. Um Schüler_innen bei der Entwicklung ihrer kulturellen Handlungsfähigkeit unterstützen zu können, bedarf es Menschen, die die Gegenstände ihrer Arbeit sowie ihre Arbeit selbst in ihren gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen kontextualisieren, reflektieren und dekonstruieren wollen und können. Nur so kann Handlungsmächtigkeit ermöglicht werden.
Die Gegenstände des Fachs Deutsch, Sprache und Literatur, erfordern die kritische Reflektion des Kulturbegriffs und damit verbunden der Zusammenhänge von Kultur, Medien und Macht. Am Beispiel des Films Django unchained von Quentin Tarantino soll hier die Möglichkeit einer kritischen Filmanalyse vorgestellt werden. Neben einer klassischen Text- bzw. Filmanalyse werden postkoloniale Ansätze zur Analyse herangezogen. Der Fokus richtet sich dabei auf die Herausarbeitung der dem Text zugrundliegenden Diskurse hinsichtlich der filmischen Identitätskonstruktionen sowie des dargestellten Macht- und Herrschaftssystems. Auf dieser Grundlage wird der Film auf Irritationen, Widersprüche und Brüche untersucht, wodurch dominante Diskurse dekonstruiert werden können. Der Blick wird auf die Konstruiertheit eines (jeden) gesellschaftlichen Phänomens gerichtet und die ihm inhärente Uneindeutigkeit und Unabgeschlossenheit, Unklarheit und Unsicherheit wird hervorgehoben. Es entstehen dadurch (Denk-)räume und Möglichkeiten, (anders) zu handeln.

Präsentation zum Vortrag

 

Montag

7.05.2018

16.15 Uhr

 

Expert_Innengespräch:

Als Pädagogin_nen Entscheidungs- und Handlungsspielräume nutzen!?!

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi, der „Schöpferin des Begriffes „Tripelmandat“ als Auftragsdreieck von Gesellschaft, Adressatin_nen und Profession

Frau Staub-Bernasconi beschäftigt sich dazu mit unseren Fragen.

Montag

18.06.2018

18 Uhr

Performance:

33 Bogen und ein Teehaus

Eine Geschichte von Flucht und Ankunft von Mernousch Zaeri-Esfahani
 
Mehrnousch wächst in den 70er Jahren in Isfahan im Iran auf. Ihre Familie feiert wie die meisten die Vertreibung des Schahs – nicht ahnend, dass der neue Machthaber sie in kürzester Zeit aller Freiheit berauben wird. Als Mehrnouschs großer Bruder in Gefahr ist, in den Krieg geschickt zu werden, flieht die Familie über Istanbul und Ostberlin nach Westdeutschland. Hier beginnt eine Odyssee durch viele Flüchtlingsheime, ein Auf und Ab zwischen Hoffnung und Verzweiflung, bis die Familie endlich eine neue Heimat findet.
Die Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani wurde 1974 in Isfahan im Iran geboren. 1985 verließ sie mit ihrer Familie die Heimat und kam über die Türkei und die ehemalige DDR nach Heidelberg. Sie studierte in Freiburg und begann ab 2012 mit dem Schreiben.

Die Schauspielerin Stefanie Mrachacz steht anschließend zu einem von uns moderierten Gespräch zur Bedeutung für die Arbeit in Schulen und anderen pädagogischen Feldern zur Verfügung.

Eintritt: 3 €

In Kooperation mit der Verfassten Studierendenschaft.



Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Anmeldungen sind nur für den Workshop notwendig.

Für weitere Infos und Rückfragen:
E-Mail: paedwerk@lists.ph-freiburg.de
www.ph-freiburg.de/paedagogische-werkstatt
Ansprechpartnerin: Jutta Heppekausen
Tel: 0761/682468
E-Mail: heppekausen@ph-freiburg.de