Promotion und Habilitation an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Die Pädagogische Hochschule Freiburg besitzt das Promotions- und Habilitationsrecht gemäß LHG §38 und §39. Entsprechend können Nachwuchswissenschaftler/innen im Rahmen der an der Hochschule vertretenen Disziplinen promovieren und habilitieren.
Grundlegende Informationen zu den beiden Verfahren erhalten Sie auf dieser Webseite - darüber hinaus bieten wir individuelle Beratungsgespräche zu Ihrem Vorhaben an und laden Sie herzlich ein, einen Termin mit uns unter forschung(atnospam)ph-freiburg.de abzusprechen.

 

Promotion

Ob Sie Ihre Promotion innerhalb eines Kollegs realisieren, über eine akademische Mitarbeiterstelle oder als Individualpromotion - als formale Grundlage dient die Promotionsordnung (Stand 2013). Mit der Promotionsordnung sind Vorgaben verbunden, die Sie erfüllen müssen, um erfolgreich zu promovieren. Zudem sollten Sie informiert sein über die Möglichkeiten einer ergänzenden Weiterqualifizierung und finanzieller Fördermöglichkeiten im Rahmen der Bildungswissenschaftlichen Graduiertenakademie (BiwAk) unserer Hochschule. Für Betreuer/innen bieten wir in dem Rahmen einen Flyer "Das Gut zu Wissen für Promotionsbetreuende" mit zusammengefassten Informationen an - den auch viele Promovierende gerne lesen.

Promotionsvorhaben sind thematisch den Fakultäten zugeordnet - dort gibt es in der Fakultätsleitung jeweils eine/n zuständige/n Ansprechpartner/in für die Abwicklung der formalen Schritte im Promotionsverlauf. Dies sind für die

Für eine erste Orientierung kann Ihnen folgende Auflistung der Schritte hin zur Annahme als Promovend/in dienen:



  1. Eigentlich selbstverständlich: Entscheidung für einen eigenen thematischen Schwerpunkt gemäß Interessensgebiet; Sie werden aktiv! Das heißt Literaturrecherche, Gespräche mit Expert/innen, Sichtung der Forschungsprojekte anhand der Forschungsdatenbank oder der Forschungsberichte und der darin  enthaltenen Publikationslisten möglicher Betreuer/innen an unserer Hochschule, Kontaktaufnahme, ggf. auch Bewerbung um eine Projekt-/Kollegstelle.
     
  2. Grundlegende formale und strategische Informationen zur Promotion und Informationen zu individuellen Qualifizierungs- und Förderangeboten erhalten Sie im obligaten Promovendengespräch bei uns im Prorektorat Forschung. Über dieses Gespräch hinaus bietet das Prorektorat Forschung verschiedene Beratungsangebote an, wie beispielsweise Karriereberatung oder strategische Antragsberatung (auch für Exposés).

  3. Sie legen in Absprache mit den zukünftigen Betreuer/innen Ihrer Promotion das Thema fest (Arbeitstitel), es empfiehlt sich, dazu bereits ein kurzes Konzeptpapier (1 Seite) zu erstellen, mit dem Sie die Forschungsfrage, die angedachte Methodik und den zeitlichen Rahmen vordenken.
    Parallel stellen Sie den Antrag auf Zulassungsprüfung an die zuständige Fakultät und reichen die entsprechenden Nachweise ein. Falls Sie einen ausländischen Studienabschluss besitzen, beachten Sie bitte diesen Hinweistext zur Zeugniseinreichung bei ausländischen Studienabschlüssen.

  4. Sobald Ihr Antrag auf Zulassung zur Promotion von der Fakultätsleitung geprüft wurde, erhalten Sie einen Bescheid über das Ergebnis dieser formalen Prüfung. Wenn Ihr (sehr guter) Abschluss einem mindestens 8-semestrigen Regelstudium entspricht und eine fachliche Passung gegeben ist, haben Sie nun die Möglichkeit, den Antrag auf Annahme als Promovend/in zu stellen. Diesem Antrag sind einige Dokumente beizulegen. Dazu gehört auch die Betreuungsvereinbarung sowie das Exposé zum geplanten Forschungsvorhaben.

    Falls Sie einen anderen Studienabschluss haben, kann es sein, dass Sie über ein Eignungsfeststellungsverfahren die Promotionsberechtigung erwerben können. In dem Fall erhalten Sie mit dem Bescheid auf Ihren Antrag auf Zulassung die Möglichkeit, ein solches zu absolvieren. In dem Rahmen müssen Sie ein vorab festgelegtes Studiumspensum mit bis zu 60 ECTS absolvieren und ein Kolloquium bestehen, bevor Sie dann den Antrag auf Annahme als Promovend/in stellen können. Die Studieninhalte werden mit der Vorlage zur Eignungsfeststellung festgelegt. Die absolvierten Leistungen dokumentiere Sie in der Vorlage zum Vorlage zum Nachweis erbrachter Leistungen der Eignungsfeststellung.

  5. Mit der Annahme als Doktorand/in haben Sie dann die rechtliche Zusicherung der Betreuung Ihrer Promotion erworben - Sie haben nun vier Jahre Zeit, Ihr Projekt zu realisieren. Wenn Sie eine Individualpromotion verfolgen und somit keinen Mitarbeiterstatus oder Kollegstatus an der Hochschule besitzen, können Sie trotzdem einen Hochschulaccount erhalten, der Sie zur Nutzung der Infrastruktur berechtigt, sowie auch einen Schlüssel, wenn dieser aus Projektgründen benötigt wird. Beides muss jährlich (neu) beantragt werden.
    Sollten Sie innerhalb der vier Jahre die Promotion nicht abschließen können, so müssen Sie einen Antrag auf Verlängerung des Doktorandenstatus stellen.

  6. Generell können Sie entscheiden, ob Sie publikationsbasiert promovieren oder eine monografische Dissertation verfassen. Nach Einreichung und Bewertung der Dissertation erfolgt die Disputation. Wenn beides bestanden ist, müssen Sie eine monografische Dissertation noch veröffentlichen (innerhalb eines Jahres!), um dann den Doktorgrad (Dr.paed. bzw. Dr.phil.) verliehen zu bekommen.

  7. Sollte es im Rahmen Ihrer Promotion zu sachlichen und persönlichen Meinungsverschiedenheiten oder Streitfällen kommen, welche eine vertrauensvolle, konstruktiv-zielgerichtete Kooperation zwischen Promotionskomitee und Ihnen als Doktorand/in dauerhaft beeinträchtigen und zumindest einer der beteiligten Personen ohne Hilfestellung als nicht mehr lösbar erscheinen, soll die Ombudsperson für Promotionsangelegenheiten, Frau Prof. Dr. Mechtild Fuchs (em.), einbezogen werden.


Habilitation

Die Pädagogische Hochschule in Freiburg ist eine bildungswissenschaftliche Hochschule mit Universitätsstatus, d.h. sie verfügt über das uneingeschränkte Habilitationsrecht sowie über einen Auftrag in der bildungswissenschaftlichen Grundlagenforschung. Die Habilitation ist die Anerkennung einer besonderen Befähigung für Forschung und Lehre (Lehrbefähigung) in einem bestimmten bildungswissenschaftlichen oder fachdidaktischen Fach oder Fachgebiet der Pädagogischen Hochschule Freiburg.
Aufgrund einer erfolgreicher Habilitation verleiht Ihnen die zuständige Fakultät die entsprechende Lehrbefugnis. Mit der Verleihung ist das Recht zur Führung der Bezeichnung "Privatdozent" verbunden, solange Sie in ihrem Fachgebiet Lehrveranstaltungen von mindestens zwei Semesterwochenstunden abhalten.
Der formale Rahmen der Habilitation wird durch die Habilitationsordnung (Stand 2005) gesetzt.

 

 

 
  • Lesefassung der Promotionsordnung der PH Freiburg in der ersten Änderungsordnung vom 25.01.2016 [PDF]
  • Erste Änderungsordnung zur Änderung der Promotionsordnung der PH Freiburg vom 25.01.2016 [PDF]
  • Promotionsordnung vom 27.02.2013 [PDF]
  • Promotionsordnung vom 16.06.2010 [PDF]
  • Habilitationsordnung [PDF]
  • Flyer Promovendengespräch [PDF]
  • Antrag auf Prüfung der Zulassungsberechtigung zur Promotion [PDF]
  • Vorlage: Inhalte Eignungsfeststellung [DOC]
  • Vorlage: Nachweise zur Eignungsfestellung [DOC]
  • Antrag auf Annahme als Doktorand/in [PDF]
  • Hinweise für Absolventen mit ausländischen Studienabschlüssen [PDF]
  • Vorlage Betreuungsvereinbarung [DOC]
  • Vorlage Exposé [PDF]
  • Bestätigung Doktorandenstatus [PDF] im Rahmen des Antrags auf Hochschulaccount [PDF]
  • Antrag Schlüssel [PDF]
  • Antrag zur Verlängerung des Doktorandenstatus [PDF]
  • Antrag auf Prüfungszulassung [DOC]
  • Flyer für Promotionsbetreuende [PDF]
  • Ombudsperson für Promotionsangelegenheiten ist Frau Prof. Dr. Mechtild Fuchs (em.) [Homepage]

 

Informationen dazu, wie die im Rahmen Ihrer Promotion oder Habilitation erhobenen Primärdaten aufbewahrt werden müssen, erhalten Sie hier.