Laufende Forschungsprojekte

Development and Introduction of Multilingual Teacher Education Programs at Universities of Georgia and Ukraine (DIMTEGU)
Prof. Olivier Mentz

The overall objective of the project is to facilitate the multilingual educational reform in Georgia and Ukraine.
The specific objectives:
- to prepare higher education institutions (HEI) of Georgia and Ukraine to deliver modern MA and in-service teacher’s training in multilingual education;
- to provide public schools of Georgia and Ukraine with qualified teachers and teaching materials;
- to prepare the Bologna Process compatible up to date frame-curriculum and syllabi for MA and in-service teacher’s certificate  programs in multilingual education in Georgia and Ukraine;
- to prepare the university faculty members of Georgia and Ukraine to apply modern pedagogical methods in BA and MA program of multilingual education;
- to equip the universities of Georgia and Ukraine with sufficient, up to dated teaching materials and equipment;

The outputs and outcomes:
- 3 training modules for faculty members of HEIs of Georgia and Ukraine
- frame curricula for MA and in-service teachers training programs in multilingual education
- courses, syllabi and teaching materials for MA and in-service teachers training programs;
- trained and prepared faculty staff of HEIs of Georgia and Ukraine to develop modern syllabus and apply modern teaching methods in classroom;
- moodle platform and web-sites for programs;
- at least 60 BA students enrolled and studying at new international and multilingual education program in Georgian and Ukrainian HEIs;
- at least 40 MA students enrolled and studying at new international and multilingual educational program in Georgian and Ukrainian HEIs
- 400 in-service teachers improved their skills in multilingual education;
- libraries equipped with computers and modern teaching materials in 7 targeted universities;
- 20 textbooks translated in Georgian and Ukrainian languages. 200 copies published in each language;
- 12 volumes of 200 pages of e-journal “bilingual education” developed and posted on the web-site.

The DIMTEGU project is funded by the European Commission in the framework oft he Tempus Programme (Trans-European Cooperation Scheme for Higher Education);
Project Number: 530360-TEMPUS-1-2012-1-GE-TEMPUS-JPCR

Partners:
University of Education Freiburg (Germany)
Ivane Javakhishvili Tbilisi State University (Georgia) (coordinating institution)
Johann Wolfgang von Goethe-University Frankfurt/Main (Germany)
Vilnius University (Lithuania)
University of Latvia Riga (Latvia)
Ilia State University (Georgia)
Center for Civil Integration and Inter-Ethnic Relations (Georgia)
Samtskhe-Javakheti State Teaching University Akhaltsikhe (Georgia)
Ivan Franko National University of Lviv (Ukraine)
Oles Honchar Dnipropetrovsk National University (Ukraine)
Crimean University for Humanities (Ukraine)

Wissenschaftliche Begleitung der bilingualen Phorms-Grundschulen (WiBe Phorms) (Prof. Dr. Mentz / Prof. Dr. Hutz)
Seit März 2012 besteht ein Forschungsprojekt zur Immersionsforschung der Institute für Romanistik (Prof. Dr. Mentz) und Anglistik (Prof. Dr. Hutz), in dem die bilingualen Phorms-Grundschulen in Steinbach/Taunus, Frankfurt, Hamburg, Berlin-Mitte und Berlin-Süd sowie München wissenschaftlich begleitet werden. Neben diesen Schulen soll auch die in Baden-Württemberg neu etablierte siebte bilinguale Schule von Phorms in die wissenschaftliche Begleitung aufgenommen werden. Das Projekt ist in drei Phasen eingeteilt:
In Phase I geht es darum, den aktuellen Stand an den Schulen zu erheben. Hierbei wird das Immersionskonzept der Phorms-Schulen mit anderen Immersionskonzepte verglichen, werden Lehrer/innen-, Schüler/innen- und Elternprofile erstellt, wird das Fort- und Weiterbildungskonzept von Phorms genauer unter die Lupe genommen und auch untersucht, inwieweit das theoretische Sprachlernkonzept auch in die Praxis umgesetzt wird.
Phase II beschäftigt sich mit der Analyse von Unterrichtsstunden und -sequenzen anhand von umfangreichen Videoaufzeichnungen. In diesem Bereich geht es z.B. um die linguistische Charakterisierung von Lernersprache und von Lehrer-Schüler-Interaktion.
Phase III dient der Weiterentwicklung des Konzeptes der Phorms-Schulen, der Entwicklung eines Fortbildungskonzeptes, dessen Inhalte dann auch von Lehrenden des Europalehramts der Pädagogischen Hochschule Freiburg durchgeführt werden sollen. Neben der wissenschaftlichen Begleitung von Phorms und der Weiterentwicklung derer Konzeption soll das Forschungsprojekt auch dazu dienen, auch neue Wege für den Fremdsprachenunterricht an staatlichen Grundschulen zu finden.

Perception, Attitude, Movement - Identity Needs Action (PAM-INA)  (Prof. Olivier Mentz)
Die Europäische Union ist das momentan vorherrschende Beispiel einer multinationalen politischen Integration auf der Welt. Dies macht die gleichberechtigte Teilhabe der Mitgliedsstaaten im europäischen Vereinigungsprozess besonders wünschenswert und zwingend erforderlich. Um die Ziele der erweiterten Europäischen Union zu erreichen, zeichnet sich ein zeitgerechtes Bedürfnis ab, gemeinsame Wahrnehmungen einer Europäischen Identität neu zu untersuchen.
Aus diesem Grunde strebt PAM-INA (Perception, Attitude, Movement Identity Needs Action = Wahrnehmung, Einstellung, Bewegung – Identität benötigt Handeln) bestehend aus Universitäten aus Deutschland, Slowenien, Griechenland, Frankreich, Polen, Zypern, Nordirland und Schweden an, die Wahrnehmungen/Grundverständnisse, Einstellungen/Bindungen und Arten der Artikulation/Erfahrungen der Idee Europa innerhalb der Jugend zu identifizieren.
In einem ersten Schritt wurden die Bildungspläne in den acht Ländern des Konsortiums untersucht und analysiert, wie die Idee „Europa“ dort verankert und ausgedrückt wird. Die so erhobenen Daten wurden ausgewertet, um Beziehungen zwischen dem Unterrichten des Themas „Europa“ und Bildungszielen aufzuzeigen.
In einem zweiten Schritt wurde eine qualitative und quantitative Studie durchgeführt. Ein Fragebogen wurde entwickelt und von ca. 3000 Schülern und Schülerinnen (alle Länder zusammen) bearbeitet. Aufgrund der detaillierten Auswertung, konnte die erhaltene Datenmenge dazu genutzt werden, wertvolle Informationen zu dem Wissen über Europa und die Wahrnehmung von Europa zu erhalten.
Die Ergebnisse der beiden Studien wurden genutzt, um Unterrichtsideen zu entwickeln, mit deren Hilfe ein anderer, kritisch-konstruktiver Zugang zu Europa erreicht werden kann. So entstanden drei Tool Kits. Tool Kit A beschäftigt sich mit Europa in unserem Alltag, Tool Kit B hat Kulturelle Fragen zum Inhalt und Tool Kit C basiert auf der Auseinandersetzung mit der Unionsbürgerschaft. Die Tool Kits wurden nacheinander entwickelt und jeweils an Partnerschulen der Universitäten erprobt, reflektiert und entsprechend verändert.
So konnte schließlich das Endergebnis veröffentlicht werden, das ein Lehrerhandbuch mit einer DVD in den 7 Sprachen der PAM-INA Gruppe ist. Das Lehrerhandbuch enthält alle nötigen Materialien, um die Ziele von PAM-INA im Unterricht umsetzen zu können. Auch die PAM-INA Webpage ist weiterhin online und wird voraussichtlich bis 2008 gepflegt. Die Webpage beinhaltet ebenfalls alle im Lehrerhandbuch veröffentlichen Quellen sowie die damit verbundenen Schülerbeispiele und das Europäisches Info- Center in den Sprachen der PAM-INA Gruppe. Im Europäischen Info- Center können zusätzliche Informationen zu den oben beschriebenen drei Ebenen des Unterrichtsmoduls gefunden und für das Unterrichten oder die Unterrichtsvorbereitung genutzt werden.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Endergebnis anstrebt, das Bewusstsein über Europa, die Wahrnehmung von Europa und das Wissen über Europa zu festigen. Weiterhin ist die Verbesserung von Medienkompetenz ein Ziel von PAM-INA. Pam-INA ermöglicht ebenso bilinguales Lernen im Sinne von Content and Language Integrated Learning (CLIL).
PAM-INA ist ein Unterrichtsmodul, das Schülern, Lehramtsstudierenden, Referendaren und Lehrern hilft, ihre Europäische Identität zu entwickeln und die damit verbundene Unionsbürgerschaft besser zu verstehen. Unterrichtsmodule, wie hier beschrieben, tragen dazu bei, das Bestehen der Europäischen Union zu sichern.

Weitere Informationen auf der Homepage des Projektes