Aktuelles


4. Vortrag der Vortragsreihe der Gesellschaft für Geographie und Ethnologie Freiburg

Donnerstag, 23. Januar 2020, 18.00 Uhr c.t., Uni Freiburg, HS 1098, KG I

Dr. Sven Bergmann (Deutsches Schifffahrtsmuseum, Bremerhaven):

Spekulative Ökologien: Mikroplastik, TNT und andere Schadstoffe im Meer

Im zwanzigsten Jahrhundert wurden die Meere zu einem der größten Entsorgungsorte für Abfälle diverser Art: z.B. Munitionsabfälle aus den Weltkriegen,radioaktiver Abfall oder toxische Chemikalien (POPs). In den letzten Jahren ist besonders der Eintrag von Kunststoffen in die öffentliche Wahrnehmung geraten, weil diese – durch Fragmentierung – als Mikroplastik auch in maritime Nahrungskreisläufe geraten. Anthropogene Einträge ins Meer sind so Teil mariner Umwelten geworden – „mutierende Ökologien“ (Joe Masco), deren Effekte und Auswirkungen auf Ökosysteme, Meereslebewesen und Menschen noch relativ unerforscht sind. Der Vortrag wird aus der Perspektive von Kulturanthropologie und STS diesen spekulativen Ökologien folgen.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Menschen, Macht und Müll. Abfallpolitik in einer globalisierten Welt.“der Gesellschaft für Geographie und Ethnologie in Freiburg.


3. Vortrag der Vortragsreihe der Gesellschaft für Geographie und Ethnologie Freiburg

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 18.00 Uhr c.t., Uni Freiburg, HS 1098, KG I

Prof. Dr. Judith Schlehe (Institut für Ethnologie, Uni Freiburg)

Wenn sich dieser Vortrag mit (Plastik)Müll in Indonesien beschäftigt, so ist dies nicht „weit weg“. Denn ein Teil des deutschen Plastikabfalls wird nach Südostasien exportiert. Und enorm viel Müll aus Indonesien gelangt in die Weltmeere. Der Vortrag möchte, über die aktuellen theoretischen Debatten zu Anthropozän, Kapitalozän und Plastisphäre hinaus, empirische Studien zu Müllpraxen sowie zum Umwelt- und Naturverständnis in Java vorstellen und dies mit Beobachtungen zu sozialer Mobilisierung verbinden. Müll-Aktivismus bezieht sich auf beachtliche lokale Initiativen (Müllbanken, Müllfestivals, Clean-ups), deren Merkmale es zu verstehen gilt. Denn es gibt unterschiedliche Wege, mit den Problemen, welche Modernisierung und Wachstum mit sich bringen, umzugehen.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Menschen, Macht und Müll. Abfallpolitik in einer globalisierten Welt.“der Gesellschaft für Geographie und Ethnologie in Freiburg.


Vortrag in der Reihe "Rund um den Globus"

Die Geographie-Fachschaft der Pädagogischen Hochschule lädt ein zur Vortragsreihe "Rund um den Globus".

In diesem Semester spricht Diana Casar zum Thema "Die großen Potentiale der Bäume im Klimawandel".

Der Vortrag findet statt am Mittwoch, 18.12.2019 um 18.30 Uhr an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, KG III Raum 222.

 

 


2. Vortrag der Vortragsreihe der Gesellschaft für Geographie und Ethnologie Freiburg

Donnerstag, 21. November 2019, 18.00 Uhr c.t., Uni Freiburg, HS 1010, KG I

Yusif Idies (Institut für Geographie Münster)

Aus den Augen, aus dem Sinn? Zu Entsorgungsregimen und ihren Geographien

Durch Entsorgungsinfrastrukturen im globalen Norden werden immer größere Abfallmengen schnell, stetig und meist unauffällig beseitigt. Müll ist damit im unmittelbaren häuslichen Umfeld tatsächlich aus den Augen. Einerseits. Andererseits ist er keineswegs aus dem Sinn, sondern taucht durch medial vermittelte Figuren wie Müllstrudel oder Plastik-inseln als abstrakte Bedrohung wieder auf. Dabei wird der vermeintlich saubere Umgang mit Hausmüll häufig als technische Innovation idealisiert, während das Müllproblem auf fehlendes oder defektes Abfallmanagement an anderen Orten zurückgeführt wird. In dem Vortrag wird dieses Fortschrittsnarrativ der technischen Beherrschbarkeit des Mülls hinterfragt. Stattdessen soll deutlich werden, dass Entsorgungsregime nebeneinander bestehen und abhängig voneinander sind. Daraus wiederum resultieren heterogene Geographien der Entsorgung, die Vermüllung zwar punktuell verhindern, sie andernorts jedoch in Kauf nehmen oder erst hervorbringen.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Menschen, Macht und Müll. Abfallpolitik in einer globalisierten Welt.“der Gesellschaft für Geographie und Ethnologie in Freiburg.


Tage des Wissens für kleine Forscher

Auch bei den 11. Tagen des Wissens für kleine Forscher präsentierte unser Institut Spannendes aus der Welt der Geowissenschaften. Fasziniert beobachten die jungen Forscherinnen und Forscher unter Anleitung der Geographiestudierenden Ruth Nigges und Nico Rümmele, wie im Geowindow live ein Vulkan ausbricht. Federführend entwickelt wurde das Geowindow von Mathias Faller in Kooperation mit dem Institut für Geographie.

Die Forschertage werden organisiert vom Verein "wo wissen wächst". Ziel ist es, die Kinder bereits früh für die Natur- und Geowissenschaften, die Technik und das Handwerk zu begeistern.


Buchlesung „Räume der Kindheit“

 

Deutscher Kongress für Geographie, Kiel

Wann: Donnerstag, 26.09.2019, 14.15–15.45 Uhr

Wo: WR400 – R-03.70

weitere Informationen unter: www.dkg2019.de/programm/sonderveranstaltungen/

 


10. Jahrestagung des AK Südasien – Call for Papers

Die zehnte Jahrestagung des Arbeitskreises Südasien in der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) findet am 24. und 25. Januar 2020 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg statt.  

Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler*innen, aber auch Praktiker*innen und Lehrer*innen, deren regionaler Arbeits- bzw. Interessensschwerpunkt in Südasien liegt. Eingeladen sind gleichermaßen Vertreter*innen der Physischen Geographie und der Humangeographie sowie Interessierte aus Nachbardisziplinen.

Vortragsangebote senden Sie bitte in Form einer kurzen Zusammenfassung von maximal 400 Wörtern bis zum 1.10.2019 an Martin Musch (martin.musch@ph-freiburg.de).

Weitere Informationen zum Call for Papers finden Sie hier.


3. Vortrag Freiburger Kolloquium 2019: Nachhaltigkeit - Kritische Reflexionen aus geographischer Perspektive

Montag, 08. Juli 2019, 16-18 Uhr, großer Hörsaal

Prof. Dr. Jürgen Hasse (Frankfurt)

Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunftssicherung oder Mythos?

Das politische Konzept der Nachhaltigkeitsagenda basiert auf Hoffnung und Zuversicht. Es fordert die Bereitschaft zur Anstrengung wie zum Verzicht. Nennenswerte Erfolge bleiben bislang aus, weil es an relevanten Maßnahmen substanziellen und tiefgreifenden Ressourcenschutzes mangelt. Mehr noch ist das subsidiäre Konzept Bildung für Nachhaltigkeit defizitär, denn es hat überwiegend rhetorischen Charakter. Im Vergleich mit Programmen der „Umweltbildung“ der 1970er und 80er-Jahre haben ökologische Themen nur noch einen marginalen Stellenwert. Wo sie dennoch formuliert werden, blenden sie mit hoch abstrakten Zustands- und Zielbeschreibungen, enttäuschen durch weltfremde Denkvoraussetzungen und stehen im krassen Widerspruch zu herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Am Beispiel des curricularen Bausteins „Landwirtschaft“ werden Spannungen zwischen Bildungszielen auf der einen Seite und praktizierten Wirtschaftsweisen und Konsummustern auf der anderen Seite aufgezeigt. Trotz des unverkennbar mythischen Gehalts des Nachhaltigkeits-Narrativs stehen am Ende des Vortrages zwei konstruktive Perspektiven.


Vortragsabend zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt

Zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt lädt die Gesellschaft für Geographie und Ethnologie Freiburg zu einem Vortragsabend mit zwei Kurzvorträgen ein.

Datum: Do 27.06, 18 Uhr c.t.

Ort: Universität Freiburg, KG III, HS 3118

Alexander von Humboldt - Ein liberaler Ökologe.
Prof. Dr. Gregor Falk, Pädagogische Hochschule Freiburg

Humboldts Reise im Russischen Reich 1829
Prof. Dr. Jörg Stedelbauer, Universität Freiburg

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Zweigstelle Freiburg der Deutschen Gesellschaft für Osteuropa.

 

 


2. Vortrag Freiburger Kolloquium 2019: Nachhaltigkeit - Kritische Reflexionen aus geographischer Perspektive

Montag, 17. Juni 2019, 16-18 Uhr, großer Hörsaal

Prof. Dr. Annika Mattissek (Freiburg)

Politisch-ökologische Perspektiven auf Ressourcennutzung und Umweltschäden

Politisch-ökologische Ansätze betonen, dass Ressourcennutzung und daraus resultierende Umweltschäden vielfach das Resultat skalenübergreifender gesellschaftlicher Beziehungen und Machtverhältnisse sind. Anhand von aktuellen Debatten und Beispielen zeigt der Vortrag auf, wie eine solche Perspektive genutzt werden kann, um die Lösung von Umweltproblemen nicht allein in denjenigen Regionen zu verorten, wo sie zu Tage treten, sondern vor allem die ihnen zugrunde liegenden global-lokalen Vernetzungen sichtbar zu machen.

 

 


Neu erschienen und demnächst auch in unserer Bibliothek!

Hasse, Jürgen und Verena Schreiber (Hrsg. 2019): Räume der Kindheit. Ein Glossar. transcript Verlag. 34,99 Euro Print und E-Book (https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4424-1/raeume-der-kindheit/)

Es klafft eine Lücke in der Kindheitsforschung, was ihre randständigen, verdeckten, tabuisierten und scheinbar langweiligen Räume und Bereiche betrifft. Mit 63 Begriffen nimmt das Glossar nun diese oft übersehenen »Räume der Kindheit« in den Blick. Aus der Perspektive verschiedener Disziplinen widmen sich die Beiträge sowohl den institutionellen Hot Spots der Vergesellschaftung von Kindern als auch den gewöhnlichen und unauffälligen Orten des täglichen Lebens. Die aufgesuchten Orte und Räume werden als Chiffren machtpolitisch umkämpfter Schauplätze der Sozialisation ebenso erschlossen wie als situative Milieus, an denen kindliche Welt-Beziehungen spontan gelebt werden.


Freiburger Kolloquium für Geographische Bildung

 

Im Sommersemester 2019 findet die Vortragsreihe Freiburger Kolloquium für Geographische Bildung mit wechselnden Themenschwerpunkten statt.

Aktuell steht das Thema „Nachhaltigkeit – Kritische Reflexionen aus geographischer Perspektive“ im Fokus der folgenden drei Vorträge:

-   Montag, 27. Mai 2019, 16-18 Uhr (Großer Hörsaal)
Dr. Sabin Bieri (Bern): Verantwortung, Anpassung und eine Botschaft von Katrina: Braucht es eine feministische Analyse des Klimawandels?

-   Montag, 17. Juni 2019, 16-18 Uhr (Großer Hörsaal)
Prof. Dr. Annika Mattissek (Freiburg): Politisch-ökologische Perspektiven auf Ressourcennutzung und Umweltschäden

-   Montag, 08. Juli 2019, 16-18 Uhr (Großer Hörsaal)
Prof. Dr. Jürgen Hasse (Frankfurt): Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunftssicherung oder Mythos?