Hochschulzertifikat: "Pädagogischer Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht"

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„Pädagogischer Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“!

   

Ziele und Kompetenzen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen in Theorie und Praxis einen differenzsensiblen Umgang mit Heterogenität und erwerben erziehungs- und bildungswissenschaftliche, (schul)pädagogische, (schul)didaktische Kompetenzen, sowie Handlungskompetenzen im schulischen oder außerschulischen Bereich. Die theoretischen und praktischen Wissensinhalte, Erfahrungen und Kompetenzen werden so miteinander verknüpft, dass ein Methoden- und Handlungsrepertoire aufgebaut und die eigenen impliziten Deutungen kritisch reflektiert und im Sinne eines differenzsensiblen Umgangs mit Heterogenität (weiter) entwickelt werden können.

Die Vermittlung dieser Kenntnisse und Fähigkeiten erfolgt in 4 Modulen, die Lehrveranstaltungen zu bildungs- und sozialwissenschaftlichen, didaktischen und fachdidaktischen Themen, sowie ein Praktikum in einer schulischen oder außerschulischen Bildungs- oder sozialen Einrichtung beinhalten. Der Erwerb dieser Kompetenzen wird durch eine schriftliche Prüfung in Form einer Fallstudie festgestellt. Die Absolvent/innen erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein Hochschulzertifikat.

Folgende Kenntnisse und Fähigkeiten werden erworben:

Fachliche Kompetenzen

  • grundlegende Kenntnis aktueller (bildungs- und fachwissenschaftlicher) Theorien und Methoden zum Thema „Pädagogischer Umgang mit Heterogenität“, insbesondere in Schule und Unterricht
  • grundlegende Kenntnis wissenschaftlicher Bezugstheorien einer Didaktik des individualisierten und kooperativen Lernens bzw. der Inklusionspädagogik
  • Fähigkeit, die Reichweite und Grenzen unterschiedlicher didaktischer Konzepte z.B. der Binnendifferenzierung, der pädagogischen Diagnostik und des selbstorganisierten bzw. selbstregulierten Lernens in der pädagogischen Praxis vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Literatur kritisch zu reflektieren
  • Fähigkeit, didaktische Konzepte im Sinne eines differenzsensiblen Umgangs mit Heterogenität in Schule und Unterricht zu erarbeiten, umzusetzen und zu reflektieren

Forschungsmethodische Kompetenzen

  • Kenntnis zu empirischen Forschungsmethoden und Evaluation, um Bildungsprozesse von Individuen und Gruppen unter Berücksichtigung von Vielfalt und Verschiedenheit zu analysieren und zu evaluieren
  • Fähigkeit, Studien der empirischen Bildungsforschung hinsichtlich ihrer methodischen Qualität und Aussagekraft einzuordnen und kritisch zu beurteilen
  • Fähigkeit, auf der Basis bestehender Forschungsbefunde neue Fragestellungen zur Unterrichts- und Schulforschung zum Thema „Pädagogischer Umgang mit Heterogenität“ zu formulieren und im Rahmen einer Fallstudie zu bearbeiten
  • Fähigkeit, aufgrund einer Fallanalyse das eigene pädagogische Handeln zu planen, zu implementieren und zu evaluieren

Fachpraktische Kompetenzen

    • Kenntnis theoretischer Grundlagen eines konstruktivistischen Verständnisses von Lernen und die Fähigkeit, diese bei Lehr-/Lernprozessen und der Planung von Lernumgebungen zu berücksichtigen
    • Fähigkeit, (fach-)didaktische Konzepte der Binnendifferenzierung, der pädagogischen Diagnostik und des selbstorganisierten bzw. selbstregulierten Lernens unter Berücksichtigung von Vielfalt und Verschiedenheit im Unterricht zu implementieren und zu evaluieren
    • Kenntnis über Methoden der Erfassung, Interpretation, Bewertung und Beurteilung von Leistungen und individuellen Lernprozessen
    • Fähigkeit, den (Fach-)Unterricht unter dem Gesichtspunkt der sozialen Integration/ Inklusion aller Schülerinnen und Schüler zu gestalten
    • Fähigkeit, sprachfördernde Unterrichtsgestaltung für alle Schülerinnen und Schüleranzubieten und die multilinguale Identität der Schülerinnen und Schüler zu stärken

    Selbst- und Sozialkompetenzen

    • Kenntnis der Bedeutsamkeit einer wertschätzenden Kommunikations- und Lernkultur für die Entwicklung der Persönlichkeit und der Lernleistungsfähigkeit
    • Entwicklung eines Sensoriums für soziokulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede im schulischen Kontext
    • Fähigkeit zur Relativierung/Dekonstruktion soziokultureller Differenzen und Erkennen der Dynamik von Globalisierungsprozessen (insbesondere des Europäisierungsprozesses) sowie Pluralisierung von Werten und Normen
    • Fähigkeit, mit Menschen unterschiedlicher soziokultureller Herkunft, Geschlecht usw. zu kommunizieren und sich gegenseitig zu verständigen
    • Fähigkeit, in multiprofessionell zusammengesetzten Teams mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen des Bildungssystems produktiv arbeitsteilig zusammenzuarbeiten
    • Fähigkeit zur Prävention von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (z.B. Rassismus), sowie zur konstruktiven Bearbeitung von Konflikten im schulischen Kontext
    • Fähigkeit, sich lebenslang weiterzubilden, Feedback professionell anzunehmen und daraus Konsequenzen für das eigene Handeln und Auftreten zu ziehen