Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ein Planspiel (Simulation, Rollenspiel) ist eine Lehrmethode, bei der die Lernenden verschiedene Rollen übernehmen und innerhalb eines realistischen Szenarios agieren. Durch die Simulation realer politischer oder sozialer Prozesse, wie beispielsweise der Entscheidungsfindung in der EU, erkunden die Teilnehmenden auf interaktive und strukturierte Weise verschiedene Perspektiven, Interessen und mögliche Ergebnisse.

Das Lernen mit Simulationsspielen gewinnt in der schulischen und außerschulischen Bildung zunehmend an Bedeutung. Durch die Simulation von Verhandlungs- und Entscheidungsprozessen können die Teilnehmenden komplexe Zusammenhänge auf selbstwirksame Weise erleben und verstehen. Die Lernenden schlüpfen in die Rollen verschiedener Akteure und gewinnen Einblicke in vielfältige Interessen und Interaktionen. Simulationsspiele stellen lösungsorientierte und realistische Situationen dar und können das Verständnis für politische und gesellschaftliche Prozesse, die Entwicklung von Kompromissen, Zusammenarbeit und nachhaltigem Konfliktmanagement fördern.

Der Plan sieht vor, dass das erste Simulationsspiel im Oktober 2026 mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule in Freiburg entwickelt und getestet wird.

LULUCF steht für Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft. Es geht darum, wie wir Land und Wälder nutzen. Dabei wird untersucht, wie Bäume, Böden und Pflanzen Kohlendioxid aufnehmen oder abgeben. Die LULUCF-Regeln helfen den Ländern dabei, ihre Treibhausgasemissionen und -speicher zu verfolgen.

https://climate.ec.europa.eu/eu-action/land-use-sector_en#what-is-the-land-use-land-use-change-and-forestry-regulation-lulucf

ESPR steht für „Ecodesign for Sustainable Products Regulation” (Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte). Es handelt sich um ein europäisches Gesetz, das dazu beiträgt, Produkte umweltfreundlicher zu gestalten. ESPR legt Regeln fest, damit Produkte länger halten, repariert werden können und leichter zu recyceln sind.

https://commission.europa.eu/energy-climate-change-environment/standards-tools-and-labels/products-labelling-rules-and-requirements/ecodesign-sustainable-products-regulation_en

Um dem Ziel einer etablierten Kreislaufwirtschaft näher zu kommen, wurde bereits 2005 von der Europäischen Kommission eine Ökodesign-Richtlinie verabschiedet, welche 2024 durch die neue EU-Verordnung für das Ökodesign nachhaltiger Produkte (ESPR) ersetzt wurde. Neben dem Fokus auf längere Haltbarkeit, Recycling- und Reparaturfähigkeit von Produkten, wird als erster Schritt, unteranderem für eine bessere Koordination des Bestrebens, auf einen digitalen Produktpass (Digital Product Passport, DPP) gesetzt. Dieser soll Verbraucher*innen und Unternehmen dabei helfen, nachhaltige Produktentscheidungen auf Basis von leicht zugänglichen produktbezogenen Daten zu treffen. Das digitale Etikett wird verpflichtend für fast alle Produkte in Ländern der Europäischen Union und soll neben Informationen zum Produktionsprozess oder der Herkunft, auch Entsorgungsempfehlungen, Reparatur- und Recyclingoptionen enthalten (Europäische Union, 2024). Zusammenfassend soll der DPP also als Transformationsinstrument dienen, um Kreislaufwirtschaft umzusetzen, Informationslücken entlang der Wertschöpfungskette zu schließen und eine Grundlage für effiziente und etablierte Recyclingprozesse zu schaffen (Karabulut et al., 2025).

Quellen:

Karabulut, A. N., Çalıkoğlu, G., Bulut, Z. A., Karabulut, A. N., Çalıkoğlu, G., & Bulut, Z. A. (2025). Discussing and Reviewing the Digital Product Passport: An Up-to-Date Bibliometric Analysis. Sys- tems, 13(11). https://doi.org/10.3390/systems13110930

https://single-market-economy.ec.europa.eu/single-market/digital-product-passport_en