Projekte/Internationales

Seit 2016 kooperieren der Arbeitsbereich DaZ/DaF und die Nationale Staatliche Forschungsuniversität auf den Feldern des Dozierenden- und Studierendenaustauschs sowie im Bereich der Erforschung und Entwicklung von Lehr-Lern-Medien (Link). Im Rahmen der Kooperation werden u.a. reziproke Lehrveranstaltungen im Fach Germanistik bzw. Deutsch als Fremdsprache entwickelt.
 

Die Nationale Staatliche Forschungsuniversität Belgorod (BelGU)

In der Gebietshauptstadt Belgorod, ca. 900 km südlich von Moskau an der Grenze zur Ukraine gelegen, wurde 1876 die Hochschule gegründet. In den historischen Gebäuden befindet sich heute die Sozial-Theologische Fakultät. Heute zählt die BelGU zu einer der führenden Universitäten Russlands und belegte im landesweiten Ranking Platz 17 im Bereich Internationalisierung und Platz 13 im Bereich Innovation (Quelle).

Zurzeit sind an der BelGU ca. 23.000 Studierende eingeschrieben, davon studieren ca. 6000 an der Fakultät für Fremdsprachen, ca. 300 mit dem Fach Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache. Die Fakultät verfügt über vielfältige internationale Kontakte, z.B. nach Deutschland (Herne, Bremen, Freiburg), Frankreich (Nizza) oder Usbekistan (Qarshi). Hier gehts zur Homepage der BelGU.
 

Studierendenaustausch

Für Studierende der PH Freiburg besteht die Möglichkeit, ein Auslandssemester in Belgorod zu verbringen. Das Akademische Auslandsamt der PH Freiburg hat auf ILIAS  (Zugang passwortgeschützt, nur für Mitglieder der PH Freiburg) eine Informationsplattform für den Studierendenaustausch eingerichtet und informiert über Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung.
 

Germanistische Institutspartnerschaft (GIP)

Von 2018 bis 2020 wurde die Kooperation im Rahmen einer Germanistischen Institutspartnerschaft (GIP) vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert. Der Kick-Off in Mannheim fand während der Jahrestagung des FaDaF statt. Weitere Forschungs- und Lehraufenthalte für Dozierenden und Doktorand*innen folgten. Außerdem haben jährlich bis zu zwei Studierenden aus Freiburg ein Praktikum an der Fakultät für Fremdsprachen an der russischen Partnerhochschule absolviert. Im Rahmen der Kooperation sind mehrere Abschlussarbeiten (BA und MA) und ein Promotionsprojekt entstanden. Im November 2020 hat unter dem Titel „Lehr-Lern-Medien für DaF aus nationaler und internationaler Perspektive“ eine virtuelle und internationale Abschlusskonferenz der GIP stattgefunden.


Publikationen

  • Kalkavan-Aydın, Zeynep/Strömsdörfer, Dennis: 280 Teilnehmer*innen bei der Abschlusstagung GIP Freiburg-Belgorod. In: PH FR 2021. [erscheint April 2021]
  • Strömsdörfer, Dennis (Hg.): Herausforderung Digitalisierung – Lehr-Lern-Medien für DaF aus nationaler und internationaler Perspektive. Ergebnisse der digitalen Abschlusstagung der Germanistischen Institutspartnerschaft Freiburg-Belgorod am 06. November 2020. Pädagogische Hochschule Freiburg: Freiburg 2021. [Link]
  • Strömsdörfer, Dennis: Germanistische Institutspartnerschaft Freiburg – Belgorod. In: PH FR 2019. S. 50-51. [Link]
  • Strömsdörfer, Dennis: Die Kooperation Freiburg-Belgorod. Gemeinsam lehren, lernen und forschen. In: PH FR 2017. S. 41-42. [Link]
     

Seit März 2006 besteht die Kooperation zwischen der PH Freiburg und der Universidad de Antioquia (UdeA) in Medellín (Kolumbien). In der langjährigen Zusammenarbeit wurden zahlreiche empirische Projekte realisiert. Im Jahr 2015 startete schließlich der Doppelmaster „MA Deutsch als Fremdsprache“, bei dem kolumbianische und deutsche Studierende einen Abschluss beider Hochschulen erwerben (double degree) und dazu jeweils ein Semester im Partnerland durch ein Stipendium des DAAD gefördert werden. Regelmäßig werden Kolleg*innen aus Medellín für Gastvorträge, Workshops und Kurzzeitdozenturen (auch online via Zoom) nach Freiburg eingeladen. In Medellín wird die Kooperation durch ein DAAD-Lektorat sowie durch eine DAAD-Sprachassistenz unterstützt.

Projektwebsite
 

Studierendenaustausch

Für Studierende der PH Freiburg besteht die Möglichkeit, ein Auslandssemester in Medellín zu verbringen. Im Rahmen des MA DaF mit Doppelabschluss werden jährlich mehrere Stipendien vergeben. Das Akademische Auslandsamt der PH Freiburg hat auf ILIAS  (Zugang passwortgeschützt, nur für Mitglieder der PH Freiburg) eine Informationsplattform für den Studierendenaustausch eingereicht und informiert über Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung.

Doppelmaster DaF
 

Germanistische Institutspartnerschaft (GIP)

Von 2009 bis 2019 wurde die Kooperation zwischen dem Arbeitsbereich DaZ/DaF der PH Freiburg mit dem Departamento de Lingüística y Literatura der Universidad de Antioquia (Kommunikationswissenschaftliche Fakultät) in Medellín/Kolumbien im Rahmen einer vom DAAD geförderten Germanistischen Institutspartnerschaft (GIP) gefördert. Neben zahlreichen Lehraufenthalten konnte vor Ort auch der Aufbau des „Centro Internacional de Estudios Europeos y de las Américas – CEYLA“ (2012) unterstützt werden. Das Zentrum verfolgt die Etablierung und Institutionalisierung eines Forschungsschwerpunktes für vergleichende philologische und kulturwissenschaftliche Fragestellungen unter klarer Einbeziehung der germanistischen Perspektive an der Partneruniversität. Darüber hinaus wurden im Rahmen der GIP Stipendien für Praktika in Kolumbien sowie für Studien- und Forschungsaufenthalte in Freiburg vergeben.
 

Publikationen

  • Huneke, Hans-Werner/Strömsdörfer, Dennis: Masterstudiengang mit Doppelabschluss „Deutsch als Fremdsprache“ Freiburg – Medellín. In: Schramm, Karen/Seyfarth, Michael [Hgg.]: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache 41. München 2017. S. 119-134.
  • Kalkavan-Aydın, Zeynep/Strömsdörfer, Dennis: Fachtag „Deutsch im Beruf“ und Alumni-Netzwerk DaF. Zwei außergewöhnliche Studientage. In: PH FR 2019. S. 45-46. [Link]
  • Müller, Kristina/Friederici, Luisa/von Werder, Sophie: DaF studieren in Lateinamerika – berufsbegleitend und praxisorientiert im Doppel-Master der Universidad de Antioquia, Medellín (Kolumbien) mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Deutschland). In: InfoDaF 2020/47 (5). S. 507-521.
  • Strömsdörfer, Dennis: MA Deutsch als Zweit-/Fremdsprache. Reakkreditierung und Doppelabschluss mit Medellín/Kolumbien. In: PH FR 2016. S. 18-19.

NOTED:  Norwegian Partnership Program for International Teacher Education

Die Pädagogische Hochschule Freiburg und die OsloMet, Norwegen, kooperieren bereits viele Jahre im Rahmen europäischer Austauschprogramme erfolgreich miteinander. Im Jahr 2014 wurde dieser Kooperation ein wichtiges Element hinzugefügt: Seit dem WS 2014/15 absolvieren Lehramtskandidat*innen der OsloMet ein Studienjahr an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und erwerben im Studiengang BA DaZ/DaF die für die Lehrbefugnis DaF in Norwegen erforderlichen 60 ECTS. Ab 2017 ist diese Kooperation in ein multinationales Projekt mit den Universitäten OsloMet, Agder, Valencia, Caen eingebunden: das NOTED-Projekt. Dieses Projekt hat den Auf- und Ausbau strategischer akademischer Partnerschaften inklusive Mobilität in Verbindung mit Unterrichtspraktika und Dozent*innenmobilität zum Ziel.

Norwegen hat einen hohen Bedarf an Arbeitnehmer*innen mit Fremdsprachenkenntnissen, die über das Englische hinausgehen. In der Wirtschaft werden Mitarbeiter*innen insbesondere mit guten Deutschkenntnissen gesucht, da Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner Norwegens ist. Diesem Bedarf steht ein gravierender Rückgang an Deutschlernenden an Schulen und DaF-Lehrer*innen gegenüber. So lernten im Schuljahr 2017/18 nur noch knapp 18.000 Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse (Ende der Grundschule) Deutsch als Fremdsprache. Das sind ca. 10.000 weniger als gut zehn Jahre zuvor.

Vor diesem Hintergrund ist das NOTED-Programm zu verstehen: Es wird vom norwegischen Ministry of Education and Research unter dem Titel "Enhancing Development and Recruitment for Studies in Foreign Language Studies (French, German and Spanish) for Teacher Education for Years 5-10 and 8-13: A Cross-National Partnership Based on the European Language Label of 2015" finanziert. Nach dem erfolgreichen Antrag der Projektgruppe auf eine zweijährige Förderphase (NOTED-2) wurde eine vertiefende 4-Jahres-Förderlinie beantragt und positiv beschieden (NOTED-4). Das neue Programm sieht vor, norwegische Fremdsprachenlehrer*innen in den Fächern Deutsch, Französisch und Spanisch anhand eines einjährigen Blended-Learning-Programms fortzubilden.

https://oc-media.ph-freiburg.de/engage/theodul/ui/core.html?id=08e032ea-3fe7-4766-981c-4bdf9fd250fc

Projektmitglieder der PH Freiburg: Prof.‘in Dr. Gabriele Kniffka (Studiengangsleitung BA DaZ/DaF), Prof.‘in Dr. Petra Gretsch (IDSL), Dr. Thomas Carl (BA DaZ/DaF)  Vasili Bachtsevanidis (Doktorand PHFR), Elisabeth Petersen (MA-Absolventin DaZ/DaF, PHFR)

Zum 01.08.2020 geht das Promotionskolleg DaF/DaZ "Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht", ein gemeinsames Projekt der sechs baden-württembergischen Pädagogischen Hochschulen, in die zweite Förderphase. "Die Pädagogischen Hochschulen leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Ausbildung von Lehrkräften. Mit der weiteren Förderung des Promotionskollegs "Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache" wollen wir das Lehramtsstudium mit Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses sprachlich professionalisern", sagte Wirtschaftsministerin Theresia Bauer.

Lag dér bisherige Schwerpunkt auf der Beforschung von Unterricht in Vorbereitungsklassen, so soll künftig die Ausbildung von Lehrkräften in den Blick genommen werden. Sieben abgeordnete Lehrkräfte an den Pädagogischen Hochschulen Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten beforschen in Einzelprojekten, die komplementäre und als einander ergänzend zu verstehen sind, Professionalisierungsmaßnahmen im Bereich der sprachlichen Bildung während des Studiums. Dabei sollen Ausbildungsmodule und Fortbildungsbausteine (zum Beispiel in Form von Lehrvideos und Handreichungen für den Einsatz im E-Learning an den beteiligten Hochschulen) im Bereich der sprachlichen Bildung im Fach erstellt werden.

Bildungs- und fachsprachliche Kompetenzen sind in allen Fächern gefordert und müssen im Unterricht der einzelnen Fächer gezielt auf- und ausgebaut werden. Auf diese anspruchsvolle Aufgabe sollten künftige FachlehrerInnen bereits im Studium vorbereitet werden.

Die fachbezogene sprachliche Bildung ist bislang nicht systematisch in der fachdidaktischen Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern verankert. An diesem Punkt setzen die einzelnen Forschungsvorhaben an: Ein Ziel ist es, sich mit Professionalisierungswegen auseinanderzusetzen, Konzepte dazu zu entwickeln und zu erproben.

In der ersten Förderphase lag der Fokus des Forschungsinteresses auf den Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Bildungsbeteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Zweitsprache, die über keine hinreichenden Kompetenzen in bildungs- und fachsprachlichen Registern verfügen. So wurde in zwei Projekten das sprachliche und fachliche Lernen in der Vorbereitungsklasse untersucht, in drei weiteren Projekten stand das (fach-)sprachliche Handeln im naturwissenschaftlichen Unterricht im Zentrum des Forschungsinteresses, zwei Projekte hatten Migrationsmehrsprachigkeit im Fokus. Die Teilprojekte der zweiten Förderphase schließen an die Ergebnisse aus dem Promotionskolleg DaF/DaZ I an. Während in Freiburg, Karlsruhe und Schwäbisch Gmünd in Kooperation mit verschiedenen Fachdidaktiken Module entwickelt werden, in denen die professionele Unterrichtswahrnehmung angehender Lehrkräfte im Hinblick aif sprachliche Herausforderungen im Fach gefördert werden soll, ist in Ludwigsburg eine summative Evaluation der Wirksamkeit von bereits bestehenden Lehrkooperationen des Faches Deutsch mit anderen Fachdidaktiken geplant. Die in Heidelberg und Weingarten angesiedelten Projekte haben ihren Forschungsschwerpunkt in der Ausbildung Studierender im Integrativen Semesterpraktikum (ISP), in dem Vermittlungseinheiten und Trainings zur Diagnose- und Förderkompetenz u. a. mittels Videoanalyse auf ihre Auswirkungen im Handeln der Studierenden untersucht werden. Schwerpunkt der künftigen Arbeit ist der Ausbau der Kooperation mit den Fachdidaktiken unter der Perspektive der fachlichen Sprachbildung und dem Einbezug von Mehrsprachigkeit im Unterricht.

Die German Jordanian University wurde im Jahr 2005 gegründet und ist neben der University of Jordan und der Yarmouk Universität in Irbid eine der größten und renommiertesten Universitäten in Jordanien. Bereits ein Jahr nach ihrer Gründung wurde ein Masterprogramm Deutsch als Fremdsprache eingerichtet, insbesondere um den ansteigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fremdsprachenlehrkräften decken zu können. Der Master DaF an der GJU ist ein großes, transnationales Bildungsprojekt, welches vom Auswärtigen Amt, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom DAAD gefördert wird. Neben jordanischen Bewerber*innen werden an der GJU Personen aus der gesamten ‚Middle East and North Africa‘-Region (MENA) ausgebildet.

Seit 2017 kooperiert die PH Freiburg mit der GJU im Masterprogramm DaF. Die Kooperation betrifft die Ausbildung und Betreuung von Studierenden im Auslandssemester sowie das sog. Fly In-Faculty-Programm (Dozierendenaustausch). An der engen Zusammenarbeit sind außerdem weitere Netzwerkmitglieder beteiligt, u.a. Prof.‘in i.R. Dr. Karin Kleppin (Ruhr Universität Bochum), Prof. Dr. Jörg Roche (Ludwig-Maximilian-Universität München), Prof.‘in Dr. Kathrin Siebold (Universität Marburg) und Prof.‘in Dr. Karin Aguado (Universität Kassel).

Ausgebaut wird die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen seit dem 01.01.2021 über eine Germanistische Institutspartnerschaft im Rahmen einer internationalen Doktorandenschule („International Postgraduate School“), die ebenfalls vom DAAD und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

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