Dr. Lisa König

Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Literatur- und Mediendidaktik I Stellvertr. Direktorin des Zentrums für didaktische Computerspielforschung

Adresse/Raum
KG 4, 122
 
Telefon +49 761 682-328
E-Mail lisa.koenig(at)ph-freiburg.de
Webseite www.lisakönig.de
Sprechstunde Aus aktuellem Anlass per Skype nach Vereinbarung

Anschrift:

Pädagogische Hochschule Freiburg
Institut für deutsche Sprache und Literatur 
Kunzenweg 21 
KG 4.122 
D-79117 Freiburg i. Br. 

Kontakt:

Mail: lisa.koenig(atnospam)ph-freiburg.de
Tel.: +49 761 682-328 
Skype: live:lisa.koenig_11

Sprechstunde im WiSe 2021/2022:  
Aufgrund der aktuellen Situation können leider keine regulären Sprechstunden stattfinden. Sie können aber jederzeit individuelle Online-Beratungstermine vereinbaren. Schreiben Sie mir hierzu einfach eine Mail. 

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: 

  • medial-literarische Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern der Primarstufe unter Berücksichtigung verschiedener Heterogenitätsvariablen (Geschlecht, Mehrsprachigkeit, diagnostizierte Förderbedarfe) 
  • interaktive Medien im Deutschunterricht (u.a. Apps, Games, Virtual & Augmented Reality)
  • empirische Bildungsforschung 

Monografien:

  • König, Lisa (2020): Fiktionswahrnehmung als Grundlage literarischen Verstehens. Eine empirische Studie über den Zusammenhang von Fiktionsverstehen und literarischer Grundkompetenz. Baltmannsweiler: Schneider Verlag. Download
  • Boelmann, Jan M./König, Lisa (2021): Literarische Kompetenz messen, literarische Bildung fördern. Das Bochumer Modell literarischen Verstehens. Baltmannsweiler: Schneider Verlag. Download
  • König, Lisa (2021): „Aber Monster gibt es doch!“ Diagnose, Entwicklung und Förderung des kindlichen Fiktionsverstehens in der Grundschule. Ein Förderprogramm für die schulpraktische Literaturvermittlung (in Vorbereitung, vorauss. Ende 2021).

Beiträge: 

Boelmann, Jan. M./König, Lisa/Rymeš, Robert (2017): Lernsettings der schulischen Medienpraxis. Selbststeuerung und Lenkung als Einflussfaktoren auf die Medienproduktionen von Schülerinnen und Schülern der Primarstufe. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik. Ausgabe 19/2017. Online-Quelle: http://www.medienpaed-ludwigsburg.de/wp-content/uploads/2017/12/Boelmann_Koenig_Rymes-Lernsettings-schulischer-Medienpraxis.pdf.

König, Lisa (2017): Orientierungslos?! Fremdheitserleben als Folge von Flucht in Shaun Tans ‚The Arrival‘. In: Wrobel, Dieter; Mikota, Jana (Hrsg.): Flucht-Literatur. Texte für den Unterricht. Baltmannsweiler: Schneider Verlag, S. 53-60. 

Boelmann, Jan M./König, Lisa (2018): Von der Last des Lesens befreit. Literarisches Lernen mit Hörspielen und Hörbüchern. In: Praxis Deutsch, H.272, S. 60-61. 

König, Lisa (2018): Lass uns das zusammen machen! Literarische Anschlusskommunikation im aktiven Medienhandeln von Schülerinnen und Schülern der Primarstufe. In: Fereidooni, Karim/Kraus, Katharina/Hein, Kerstin (Hrsg.): Schule gemeinsam gestalten. Band 2. Theorie und Praxis im Spannungsverhältnis. Beiträge für die Unterrichtsentwicklung. Münster: Waxmann, S. 117-132. 

König, Lisa (2018): Planung und Vorbereitung empirischer Erhebungen. Oder: Der lange Weg zur eigentlichen Arbeit. In: Boelmann, Jan M. (Hrsg.): Empirische Forschung in der Deutschdidaktik. Band 1: Grundlagen. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren, S. 237-256. 

König, Lisa (2018): Softwareeinsatz. Digitale Hilfen im Umgang mit empirischen Daten durch SPSS, MAXQDA und Co. In: Boelmann, Jan M. (Hrsg.): Empirische Forschung in der Deutschdidaktik. Band 1: Grundlagen. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren, S. 329-334. 

Boelmann, Jan M./König, Lisa/Rymeš, Robert (2019): Actioncams und Kameraroboter: Ein mobiles Konzept zur technischen Umsetzung von Unterrichtsvideografie. In: Niesyto, Horst/Junge, Thorsten (Hrsg.): Digitale Medien in der Grundschullehrerbildung. München: kopaed, S. 195-206. 

Boelmann, Jan. M./König, Lisa/Rymeš, Robert (2019): Vom Storyboard zum eigenen Film. Schul- und Hochschulpädagogische Erfahrungen aus dem Teilprojekt „Digital Storytelling und intermediales Geschichtenverstehen“. In: Niesyto, Horst/Junge, Thorsten (Hrsg.): Digitale Medien in der Grundschullehrerbildung. München: kopaed, S. 43-56. 

König, Lisa (2019): Lernspiele als Bildungsmedium des Deutschunterrichts. In: Radvan, Florian; von Brand, Tilman (Hrsg.): Bildungsmedien des Deutschunterrichts. Stuttgart: Klett, S. 70-81. 

König, Lisa (2019): Sterben oder Sterben lassen? Förderung literarischer Perspektivübernahme im immersiven Spielerleben in „This war of mine“. In: Literatur und Unterricht. H.1, S.45-58. 

König, Lisa (2020): Von Monstern, Drachen und Autoren – Kindliche Fiktionsvorstellungen als Einflussgröße gelingender literarischer Verstehensprozesse. In: Dawidowski, Christian/Hoffmann, Anna/Stolle, Angelika/Wolff, Jennifer (Hrsg.): Schulische Literaturvermittlungsprozesse im Fokus empirischer Forschung. Frankfurt a.M.: Peter Lang Verlag, S. 53-72.

König, Lisa (2020): Das Monster im Klassenzimmer – Fiktionsverstehen fördern mit Virtual- und Augmented-Reality. In: Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg (Hrsg.): Kreativ und Digital. Kulturelle Bildung in Zeiten der Digitalität in Baden-Württemberg. Stuttgart: Landesvereinigung für kulturelle Jugendbildung, S. 66-67.

Boelmann, Jan M./König, Lisa (2020): Es war einmal eine neue Welt...Märchenerzählungen in virtuellen Welten. In: IDE. H3, S. 65-77.

Boelmann, Jan M./König, Lisa (2020): Lesen – Hören – Sehen: Die Wolkenvolk-Trilogie im Deutschunterricht. Einsatzmöglichkeiten medienübergreifenden literarischen Lernens im inklusiven Unterricht. In: von Glasenapp, Gabriele/Frickel, Daniela A./Kagelmann, Andre/Seidler, Andreas (Hrsg.): Kinder- und Jugendmedien im inklusiven Blick. Analytische und didaktische Perspektiven. Frankfurt a.M.: Peter Lang Verlag, S. 181-200. 

Boelmann, Jan M./König, Lisa u.a. (2020): Szenarien des digital gestützten Lernens evaluieren und erforschen: Praxisbeispiele und Potenziale. In: Beißwenger, Michael/Gryl, Inga/Schacht, Florian (Hrsg.): #la-digital. Digitale Innovationen und Kompetenzen in der Lehramtsausbildung. Duisburg: Universitätsverlag Rhein-Ruhr, S. 235-264.

Boelmann, Jan M./Klossek, Julia/König, Lisa (2020): Dossier zum Bochumer Modell literarischen Verstehens. Aktualisierte Fassung.

Boelmann, Jan M./König, Lisa (2021): „Mehr als nur wischen“ – Literarisches Lernen im digitalisierten Grundschulunterricht. In: Frederking, Volker (Hrsg.): Digitales Lernen Grundschule. Fachdidaktische Ergebnisse eines Forscherverbundes. Münster: Waxmann, S. 45-70. 

König, Lisa (2021): Computerspieldidaktik - Ein Überblicksbeitrag. In: Kinderundjugendmedien.de

König, Lisa/Thum, Lukas/Tramowsky, Nadine (2021): Mit T-Shirt und Tablet den Körper erforschen. Augmented Reality im naturwissenschaftlichen Sachunterricht. In: ON!. 6/2021, S. 32-33.

Boelmann, Jan M./König, Lisa (2021): Mit digitalen Welten zum literarischen Verstehen. Literarisches Lernen mithilfe einer Bilderbuchapp. In: Deutsch differenziert. 3/2021, S.12-17.

Boelmann, Jan M./König, Lisa (2021): Apps erstellen leicht gemacht…mit LearningApps.org. In: Deutsch differenziert. 3/2021, S.46.

König, Lisa (2021): Geschichten sind für alle da – Digital Storytelling als Zugang eines inklusiven Literaturunterrichts. In: Dannecker, Wiebke/Konja-Jobs, Nathalie (Hrsg.): Literarisches Verstehen im Kontext von Inklusion und Digitalisierung. Köln: MiDu – Medien im Deutschunterricht, S. 1-20. Online-Quelle: https://journals.ub.uni-koeln.de/index.php/midu/article/view/1178

Boelmann, Jan M./König, Lisa/Stechel, Janek (2021): Warum Computerspiele eine eigene Didaktik brauchen. In: Literatur und Unterricht. H.2 (in Veröffentlichung). 

König, Lisa (2021): Mit Wirklichkeit umgehen lernen – Wie Primarstufenschülerinnen und -schüler Fiktion wahrnehmen. In: Maiwald, Klaus/Emmersberger, Stefan (Hrsg.): MiDu: Mit Wirklichkeitskonstruktionen im Deutschunterricht umgehen. Köln: MiDu – Medien im Deutschunterricht (in Veröffentlichung).

König, Lisa (2021): Schule von morgen schon heute gestalten. Medienformate im Deutschunterricht didaktisch nutzen. In: Deutsch differenziert. 4/2021. (in Veröffentlichung).

Boelmann, Jan M./König, Lisa (2021): „Die Maus spazierte im Wald umher…“ Literarisches Verstehen medienübergreifend anregen. In: Deutsch differenziert. 4/2021. (in Veröffentlichung).

König, Lisa (2021): „Willkommen in (d)einem Reich der Magie“ – Phantastische Welten spielend verstehen am Beispiel von The Night of the rabbit. In: PAIDIA 3/2021. (in Veröffentlichung).

König, Lisa (2021): „Dafür sind die noch zu klein!“ – Literarische Verstehensprozesse von Primarstufenschülerinnen und -schülern empirisch diagnostizieren. In: Heimböckel, Hendrick/Pavlik, Jennifer (Hrsg.): Ästhetisches Verstehen und Nichtverstehen in schulischen Lehr- und Lernsituationen mit Medien. (in Veröffentlichung).

König, Lisa (2021): Gemeinsam…und doch verschieden – Potenziale vielfältiger Gestaltungsebenen von Bilderbüchern für einen inklusiven Literaturunterricht. In: Müller-Brauers, Claudia/Bräuning, Kerstin (Hrsg.): Bilderbücher interdisziplinär – fach- und medienübergreifende Perspektiven. (in Veröffentlichung).

König, Lisa (2021): Spielend die Welt entdecken – Einsatzmöglichkeiten narrativer Computerspiele im Literaturunterricht der Primarstufe. In: Heins, Jochen/Jantzen, Christoph/Masanek, Nicole/Schmerheim, Philipp (Hrsg.): Jenseits der Mediengrenzen. Medienübergreifendes Erzählen für Kinder in didaktischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive. (in Vorbereitung).

König, Lisa (2022): „Erkunden wir die Welt“. Lehr- und Lernpotenziale von Virtual Reality Umgebungen für die Förderung literarischer Verstehensprozesse in heterogenen Lerngruppen. In: Harsch, Nina/Noltensheimer, Yvonne/Schönhardt, Cornelia (Hrsg.): Diversität Digital Denken – The Wider View. (in Vorbereitung).

Interaktive Medien im Literaturunterricht der Grundschule
seit 2021, kumulatives Habilitationsprojekt

Das kumulative Habilitationsprojekts InLi nimmt vor dem Hintergrund einer heuristisch-bildungstheoretischen sowie empirischen Perspektive die Potenziale und Herausforderungen interaktiver Medienformen für den Einsatz im Literaturunterricht der Primarstufe in den Blick. Hierbei steht die Annahme zentral, dass sich interaktive Medien - sofern sie Grundzüge des Narrativen aufweisen - für die Vermittlung literarischen Verstehens, literarischer Kompetenzen und literarischer Bildung eignen und in Abhängigkeit zu ihrer Gegenstandsspezifik kindorientierte, vielfältige und neue Wege des Lernens eröffnen. Angesichts der gleichsam lebensweltlichen Relevanz wie didaktischen Eignung neuster Medienformen werden insbesondere die Gestaltungsstrukturen von Storytelling-Apps, narrativen Computerspielen sowie Augmented- und Virtual-Reality Anwendungen analysiert.


Das BOLIVE-Modell - Literarische Kompetenzen messen, literarische Bildung fördern
seit 2015 gemeinsam mit Jan M. Boelmann

Das BOLIVE-Modell dient der genaueren Betrachtung literarischer Verstehensprozesse und leistet somit in schulischen Zusammenhängen einen Beitrag zur Diagnose und Förderung literarischer Verstehensleistungen und kann zudem im Rahmen empirischer Bildungsforschung eingesetzt werden. Literarisches Verstehen wird hier als ganzheitlicher Prozess der Auseinandersetzung mit literarischen Texten und anderen Geschichten erzählenden Gegenständen verstanden, deren einzelne Ebenen für das Modell neu systematisiert und zueinander ausgerichtet wurden.  
Der Band zum Modell ist 2021 im Schneider-Verlag Hohengehren erschienen, kann aber auch als OpenAccess kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen unter: www.bolive.de.


ELMU - Einstellungen von Lehramtsstudierenden zu digitalen Medien im Unterricht
Projektzeitraum: 2019 bis 2021
gemeinsam mit Jan M. Boelmann
gefördert durch die Interne Forschungsförderung der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Im ELMU-Projekt werden die Einstellungen von Lehramtsstudierenden (Primarstufe, Sekundarstufe, Sonderpädagogik) gegenüber des Einsatzes digitaler Medien im Schulunterricht empirisch untersucht. Zentral steht hierbei die Annahme, dass Lehramtsstudierende bereits zu Beginn ihres Studiums bewahr- oder selbstermächtungspädagogische Tendenzen aufweisen, die sowohl ihren Studienverlauf als auch ihr späteres unterrichtliches Handeln prägen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung digitaler Medien in Ausbildung und Schulpraxis ist es daher insbesondere für die hochschulinterne Weiterentwicklung von Lehramtsangeboten sowie für die Entwicklung von Forschungsprojekten zur Digitalisierung in der Lehramtsausbildung relevant, die Einstellungen von Studierenden zu digitalen Medien zu kennen und mit einzubeziehen. Im Rahmen des Projekts werden die vorliegenden Einstellungstendenzen kategorial identifizieren und für die Gestaltung hochschuldidaktischer Vermittlungssettings nutzbar gemacht. Hierzu werden schriftliche Reflexionen zur KIM- und JIM-Studie von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg (1. und 2. Fachsemester) qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet und in eine erste Einstellungstypologie überführt.


MABEL - Mediale Affinitäten als Bedingungsfaktor des Erwerbs literarischer Kompetenz
Projektzeitraum: 2020 bis 2023
Teilprojekt des HeLPS-Kollegs "Heterogenität: effektive Lernsettings und Professionalität an Schulen" in Kooperation mit den Staatlichen Schulämtern Offenburg und Freiburg sowie IQES online
Doktorandin: Lilli C. Eichenberger
gemeinsam mit Jan M. Boelmann

Das Projekt "Mediale Affinitäten als Bedingungsfaktoren des Erwerbs literarischer Kompetenz" (MABEL) erforscht mediale Affinitäten von Schülerinnen und Schülern in unterschiedlichen Lernsettings als Einflussfaktor auf die Ausprägung literarischen Verstehens. Im Rahmen des Projekts steht die Annahme zentral, dass die Wirksamkeit an den medialen Affinitäten der Kinder ausgerichteten Lernsettings größer ausfällt als die Arbeit an Medien, mit denen die SchülerInnen wenig Erfahrung aufweisen. Ausgehend von einem weiten Narrationsbegriff versteht das Projekt damit verschiedene Medienformen wie Bücher, Hörspiele, Filme, Serien, Appsgames und auch Computerspiele als Teil eines geschichtenerzählenden Medienverbundes, in welchem Kinder bereits früh Erfahrungen sammeln. Aufgrund dessen orientieren sich die Lernsettings des Projekts an der medialen Sozialisation und den hieraus erwachsenen Affinitäten für Bücher, Filme oder Computerspiele. Das erste Lernsetting orientiert sich an einer textgestützten Literaturvermittlung. Im zweiten Lernsetting werden literarischen Kompetenzen durch digital interaktive Angebote gefördert. Insbesondere für Lernende mit lediglich geringfügig ausgeprägten Verstehenstiefen versprechen derartige Lernsettings einen höheren Lernerfolg. Das Projekt baut auf Ergebnissen aus dem abgeschlossenen DILEG-SL-Teilprojekt ‚Literarisches Verstehen und digital Storytelling‘ (Boelmann, König & Rymes 2017, 2019a, 2019b; König 2018; Boelmann/König 2020a, 2020b) auf, indem Potenziale eines schriftentlasteten Literaturunterrichts für Schülerinnen und Schüler mit gering ausgeprägten Kompetenzen und geringen Vorerfahrungen erfolgreich und lernförderlich erprobt wurden.


FinCo - Figurenverstehen mit narrativen Computerspielen
Projektzeitraum: 2021 bis 2024
Teilprojekt des digell-Kollegs "Didaktik des digitalen Unterrichts: Digital gestützte Lehr-Lernsettings zur kognitiven Aktivierung" in Kooperation mit der Universität Freiburg, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Doktorand: Jaron Müller
gemeinsam mit Jan M. Boelmann & Matthias Nückles

Das Teilprojekt nutzt das interaktive, narrative Computerspiel A Normal Lost Phone im Zusammenspiel mit digitalen Lerntagebüchern, um auf Basis erfahrungsbasierten Lernens (Buck, 2019; Dewey, 1938; Kolb, 1984; Kolb & Kolb, 2017) literarische Kompetenzen (Boelmann, 2015; 2017; Klossek, 2015; Boelmann & Klossek, 2013; König, 2020; Boelmann & König 2021) aufzubauen. Fokussiert wird die Teilkompetenz Figurenverstehen mit den Niveaustufen Figurenidentifikation, -analyse, -reflexion (ebd.; Andringa, 2000; Rietz, 2017; Pissarek, 2013). Dabei werden die kognitiven Aktivierungspotenziale des Spielkontexts als interaktiver Erfahrungsraum (vgl. Boelmann & Stechel, 2020; Squire, 2006; Kraam-Aulenbach, 2003) sowie der Einfluss des medialen Formates der Lerntagebücher (schriftlich bzw. videobasiert) untersucht. Es wird die Hypothese geprüft, dass sich das mediale Format der Lerntagebücher auf die Schwerpunktsetzung in den Reflexionsprozessen (bspw. sprachliche Elaboration, subjektive Involviertheit etc.) zeigt und auf die Durchdringung des Figurenverstehens auswirkt.

Fiktionswahrnehmung als Grundlage literarischen Verstehens
Projektzeitraum: 2017 bis 2019
gefördert durch ein Promotionsstipendium der Stiftung der deutschen Wirtschaft, Programm: Studienkolleg
Download zum 2020 erschienen Band

„Literarische Fiktionen sind derart selbstverständlich Unterrichtsgegenstände, dass die pragmatische Perspektive […] häufig unerwähnt [bleibt]. Wenn der Deutschunterricht […] die Fähigkeiten vermitteln will, eigenständig ein adäquates Textverständnis zu entwickeln, so ist die Bestimmung der Werkkategorie „Fiktion“ fundamental.“ (Nickel-Bacon 2003, 10). Die individuelle Fiktionswahrnehmung gilt in der literaturdidaktischen Auseinandersetzung als eine der zentralen Voraussetzungen im kindlichen Verstehensprozess literarischer Gegenstände. Trotz der exponierten Stellung des Bildungsaspekts „Fiktion wahrnehmen“ wird diese Fähigkeit in der aktuellen deutschdidaktischen Forschung als selbstverständliches Können vorausgesetzt und blieb, insbesondere in der empirischen Primarstufenforschung, bislang unbeachtet (vgl. u.a. Zipfel 2001; Nickel-Bacon 2003; Kammler 2010; Spinner 2010).
Das Projekt "Fiktionswahrnehmung als Grundlage literarischen Verstehens" begegnet diesem Desiderat, indem Fiktionsverstehen als nicht voraussetzbare Komponente des literarischen Lehr-/ Lernprozesses angesehen wird, sondern als variabler Bedingungsfaktor, dessen Wirkung auf den Erwerb, Aufbau und Abruf literarischer Kompetenz erschlossen werden muss. Die Arbeit ist an der Schnittstelle der Lehr-/ Lerntheorie und der empirischen Bildungsforschung innerhalb des deutschdidaktischen Kontextes verortet und greift dabei sowohl narratologische wie ontologische Fiktionstheorien als auch primarstufenspezifische Herausforderungen des literarischen Verstehensprozesses auf.

Im Rahmen des Forschungsprojekts konnte empirisch nachgewiesen werden, dass die Fiktionswahrnehmung - als zentraler Bestandteil des kindlichen Fiktionsverstehens - deutlich mit der Ausprägung literarischer Grundkompetenz der befragten Drittklässlerinnen und Drittklässler zusammenhängt, dabei jedoch schwächer ausgeprägt ist, als bislang angenommen. Folglich darf das kindliche Fiktionsverstehen nicht länger als sich störungsfrei entwickelnde Fähigkeit des literarischen Verstehens von Kindern angesehen werden, sondern muss innerhalb der schulischen Literaturvermittlung explizit gefördert werden, um Lernenden in ihrem Verstehensprozess zu unterstützen. 


DILEG-SL: Digitales Lernen Grundschule 
Projektzeitraum: 2016 bis 2019
gefördert durch die Deutsche Telekom Stiftung
Teilprojekt: Intermediales Geschichtenverstehen und digital Storytelling
gemeinsam mit Jan M. Boelmann & Robert Rymes

Das Projekt dileg-SL (Digitales Lernen Grundschule – Stuttgart/Ludwigsburg) ist eines von fünf Projekten, welches die Deutsche Telekom Stiftung im Rahmen des Förderprogramms „Digitales Lernen Grundschule“ von 2016-2018 fördert. Im Projekt dileg-SL kooperieren zwei Bereiche der Erziehungswissenschaft (Medienpädagogik und Pädagogik der Primarstufe) und verschiedene Fächer der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg (Biologie, Deutsch, Englisch, Informatik, Mathematik, Musik, Sport) mit der Rosenstein-Grundschule in Stuttgart.

Im Teilprojekt steht das Verstehen und Erzählen von Geschichten in verschiedenen medialen Formen im Zentrum. Auf Grundlage des intermedialen Geschichtenverstehens werden Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Medien herausgearbeitet und anschließend eigene Wege des Geschichtenerzählens mit digitalen Medien erprobt. Insbesondere für Kinder mit schlecht ausgeprägter Lesefähigkeit bietet dieses Vorgehen einen erfolgversprechenden Ansatz, literarische Kompetenz wie auch Medienkompetenz auszuprägen. In dem Begleitseminar an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, das von Dozenten aus der Medienpädagogik und der Fachdidaktik Deutsch angeboten wird, erarbeiten Studierende – ausgehend von den Entwicklungsaufgaben und Lebenswelten der Schüler/innen sowie von relevanten fachlichen Inhalten – am Beispiel der intermedialen Lektüre (vgl. Kruse 2014) Techniken und Strategien des digitalen Geschichtenverstehens und -erzählens. Zur medialen Darstellung werden Filmschnitt- und Audioprogramme, Textverarbeitungsprogramme, Bildbearbeitungsprogramme, aber auch Onlineanwendungen genutzt. In der Schule werden ausgehend von aktuellen Themen digitale Geschichten produziert. Dabei kommen unterschiedliche Programme zum Einsatz, die zuvor von den Studierenden im Begleitseminar getestet wurden. Die Schüler/innen probieren selbst aus, welche Medien sich in welcher Kombination für unterschiedliche Inhalte eignen. Experimentiert werden kann hier mit der Produktion von digitalen Geschichten, die einzelne Schüler/innen erzählen und/oder die gemeinsam erzählt werden. Mit Digital Storytelling können Wissen, Erfahrungen, Erkenntnisse, unterschiedliche Sichtweisen nicht nur artikuliert, sondern aktiv mit anderen geteilt und so ihre Bedeutungen immer wieder neu ausgehandelt werden. 

Im Rahmen der Reihe „Aus erster Hand – Lernen von Kunst- und Medienschaffenden“ laden Dr. Lisa König und Prof. Dr. Jan M. Boelmann vom Institut für deutsche Sprache und Literatur renommierte KinderbuchautorInnen, SychronsprecherInnen, HörspielproduzentInnen, ComputerspielmacherInnen und viele weitere zu Lesungen und Expertengesprächen an die Pädagogische Hochschule Freiburg ein.

In eineinhalbstündigen digitalen Lesungen, Vorträgen und Diskussionsrunden werden Fragen der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Medien erörtert und die fachdidaktischen Lernpotenziale unterschiedlicher Medienproduktionen besprochen. Die Angebote werden dabei sowohl an Seminare des Instituts für deutsche Sprache und Literatur (IDSL) angesiedelt als auch an aktuelle Fragen von Kinder- und Jugendmedien zurückgebunden und stehen dabei allen Studierenden der verschiedenen Fachbereiche wie allen Interessierte offen.

Nähere Informationen – auch zu unseren Gästen u.a. Kai Lüftner, Reinhard Kleist, Kai Meyer und Cornelia Funke – finden Sie unter: www.ph-freiburg.de/ausersterhand

Das Zentrum für didaktische Computerspielforschung versteht sich als innovatives Bildungs- und Forschungszentrum, in welchem Potenziale und möglichen Einsatzszenarien von digitalen Bildschirmmedien in den Blick genommen werden.  

Neben der Durchführung eigener Forschungsprojekte unterstützt das ZdfC insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bei der Umsetzung ihrer Forschungsvorhaben. Darüber hinaus bietet das Zentrum ein breites Angebot zur Aus-, Fort- und Weiterbildung zum Thema Gaming im Unterricht.

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website, kommen Sie bei uns im GameLab vorbei und stöbern Sie in unseren Datenbanken zum Thema Computerspiele oder Virtual & Augmented Reality.

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