Zukunftsprogramm Hochschule 2030 - Transformationsmittel
AKTUELL - 06/2026: Die erste Vergaberunde ist abgeschlossen. Herzlichen Glückwunsch an alle Fördermittelempfänger!
Was sind Transformationsmittel?
Im Rahmen des Hochschulfinanzierungsvertrags BaWü (HoFV III, Laufzeit 2026-30) können die Hochschulen Transformationsmittel vergeben. Dieses Geld soll die Hochschulen im Land in die Lage versetzen, schnell und flexibel auf neue Entwicklungen zu reagieren, ihre Angebote weiterzuentwickeln und Transformationsprozesse mitzugestalten.
Ein Schwerpunkt des Zukunftsprogramms liegt an unserer Hochschule in den kommenden Jahren auf der Stärkung der Studienqualität (Prorektorat für Studium, Lehre und Qualitätsentwicklung). Dabei stehen folgende Aspekte im Fokus:
- Stärkung der fachlichen Orientierung und Studierfähigkeit der Studienanfänger (z. B. über Brückenkurse, Vorkurse, Grundlagenangebote, Vernetzungskonzepte zwischen den Fächern)
- Unterstützung der Studienorganisation und Selbststeuerung (z. B. über Academic Mentoring, Tutoring-Angebote, Workshop-Angebote, Konzepte zur besseren Studierbarkeit, Vereinbarkeit von Studium und Familie/Job/etc.)
- Beratung: Verbesserung der Transparenz von Anforderungen bzw. Erwartungen an die bzw. bezüglich der Studienwahl (z. B. akademische Beratungsangebote, Informationsveranstaltungen, „Frühwarnsysteme“ für die Studierenden und Dozenten/Dozentinnen, Erwartungsmanagement)
- Förderung von sozialer Eingebundenheit und Vernetzung (z. B. „Onboarding“, Peer-Mentoring-Programme, Beratungsangebote; Betreuungsverhältnisse)
(nach: Studienqualitätsmonitor; Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung)
Mittelvergabe an die Fächer und zentralen Einrichtungen

Neben zentralen Maßnahmen wird ein Teil der Gelder für Projekte der Fächer und zentralen Einrichtungen vergeben. Ziel ist die nachhaltige Förderung innovativer Konzepte zur Weiterentwicklung der Studienqualität entlang des Student Life Cycle, zur Studierendenbindung und einer Verringerung von Abbruchquoten. Der Fokus der Mittelvergabe im Mai 2026 lag zunächst auf der Studieneingangsphase.
Maßnahmen können sich grundsätzlich beziehen auf die oben genannten Kategorien, z. B. Fachliche Orientierung und Studierfähigkeit (z. B. über Brückenkurse, Vorkurse, Grundlagenangebote), Studienorganisation und Selbststeuerung (z. B. Tutoring-Angebote, Workshop-Angebote), Beratung (Verbesserung der Transparenz von Anforderungen bzw. Erwartungen bezüglich der Studienwahl, z. B. innovative Formate zum Erwartungsmanagement) und Soziale Eingebundenheit und Vernetzung (z. B. „Onboarding“, Peer-Mentoring-Programme).
Sommer 2026: Geförderte Projekte zum Thema "Studieneingangsphase"
Im Oktober 2026 entwickeln zentral in die Studieneingangsphase im Lehramt eingebundene Akteure beider Abteilungen (AEW und BuS) des Institutes Erziehungswissenschaft in einer zweitägigen Klausur ein Onboarding‑Konzept für die Studieneingangsphase der Lehramtsstudiengänge. Es zielt auf frühe Orientierung, Erwartungsklärung und Qualitätssteigerung des Studiums. Inhaltlich sollen in dem Konzept zentrale Herausforderungen zu Theorie‑Praxis‑Bezügen, der Einstieg in wissenschaftliches Arbeiten und die Nutzung hochschulischer Unterstützungsstrukturen adressiert werden. Hierfür sollen Peer‑Elemente durch Tutorinnen und Tutoren zur Begleitung, Feedback und Vernetzung ins Gespräch gebracht werden. Vorhandene Angebote (z. B. Bibliothek, Schreibzentrum, ZIK, digitale Umgebungen) werden gebündelt und anschlussfähig gemacht. Grundlage bilden empirische Ergebnisse, vorhandene Erfahrungswerte in anderen Institutionen und kollegialer Austausch im Institut. Die Pilotumsetzung ist für SoSe 2027 vorgesehen, mit iterativer Weiterentwicklung und Verstetigung. Die Maßnahme fördert fachliche Orientierung, Organisation und Selbststeuerung sowie soziale Eingebundenheit. Beantragt wurden Mittel für Klausur, Organisation und befristete Stellenanteile zur Vor‑ und Nachbereitung.
Ansprechperson: M.A. Yannick Zobel
Antragsstellende: Patrick Blumschein, Claudia Ingrisch-Rupp, Jutta Nickel, Heiner Oberhauser, Florian Weitkämper
Aus der Perspektive der Hochschuldidaktik ist es geboten, Lernanlässe zu generieren, die die Schreib- und Lesekompetenz fördern und damit die Hürde senken, Texte selbstständig zu erarbeiten und eigene Texte zu verfassen. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, dass Studierende die Kompetenz erwerben, die Möglichkeiten, aber auch die Limitationen von KI-Tools im Schreibprozess reflektiert zu nutzen. Ziel ist es, dass Studierende Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben im Fach Theologie mit, durch, trotz und ohne KI (Joscha Falck, Effektiv unterrichten mit Künstlicher Intelligenz, 2024) erwerben. Mögliche Lernprozesse für Studierende bestehen darin, KI zum Entwickeln einer Fragestellung eines Essays zu nutzen. Ohne KI lernen Studierende hingegen, eine zentrale Argumentationslinie selbstständig zu konzipieren, um die eigene theologische Urteilskraft zu schulen.
Aus der Lehrveranstaltung „Einführung in die Dogmatik“ heraus werden fachspezifische Schreibgelegenheiten generiert, die im Tutorat wöchentlich mit Unterstützung der Tutorin bzw. des Tutors bearbeitet werden. Ziel der Schreibgelegenheiten sind kurze, wissenschaftlich verfasste Essays, die auf theologischer Fachliteratur basieren. Im Tutorat werden die Studierenden bei der fachwissenschaftlichen Recherche von Literatur, der Erarbeitung der fachwissenschaftlichen Texte und beim Verfassen des eigenen wissenschaftlichen Textes unterstützt. Die erarbeiteten Essays werden im Tutorat vorgestellt und besprochen, sodass die Verknüpfung von verschriftlichten Überlegungen und verbaler Präsentation den fachlich-inhaltlichen Lernprozess fördert und zu einer fundierten theologischen Grundbildung beiträgt.
Durch die Förderung zu Beginn des Studiums soll der fachliche Lernweg gestärkt werden und damit die Motivation für das Studium gestärkt und die Abbruchquote vermindert werden.
Ansprechperson: Dr. Eva-Maria Spiegelhalter
Das International Office ist schon seit mehr als 15 Jahren bemüht, durch den „Internationalen Treff“ einen Begegnungsraum für internationale Studierende und regulär an der Hochschule eingeschriebene Studierende zur Verfügung zu stellen. Dabei konzentrieren wir uns seit einigen Jahren auf Ausflüge in die nähere Umgebung und auf, z.B. zu den Todtnauer Wasserfällen oder an den Schluchsee, und auf Angebote rund um Feiertage und Traditionen.
Während die Teilnahme von internationalen Studierenden an den angebotenen Programmpunkten sehr gut funktioniert, kommen so gut wie nie reguläre Studierende der PH dazu. Hier möchten wir mit dem Projekt IT Plus ansetzen, indem wir die Angebote noch expliziter als bisher bewerben und insbesondere Studierende ganz am Anfang des Studiums gezielt ansprechen und einladen. Den Kern dieses Projekts soll ein gemeinsames Wochenende in der näheren Umgebung von Freiburg bilden, bei dem auch die neu hinzugezogenen Studierenden mit der Region vertraut werden. Wir sehen darin einen absoluten Gewinn sowohl für die internationalen Gäste, die es sonst schwer haben, mit deutschen Studierenden in Kontakt zu treten, als auch für unsere Studienanfängerinnen und -anfänger, die dadurch die Gegend besser kennenlernen und ebenfalls neue Bekanntschaften schließen können.
Ansprechperson: Dr. Verena Bodenbender
Wie können wir angehende Musiklehrkräfte in ihrer Vielfalt besser begleiten und stärken?
An der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickeln wir im Zuge des landesweiten Modellversuchs zur alternativen Eignungsfeststellung ein neues Konzept für den Übergang ins Musiklehramtsstudium — differenziert, unterstützend und zukunftsorientiert.
Das Projekt „Vielfalt begleiten, Potenziale entfalten“ entwickelt am Standort neue Begleitformate für die veränderte Eingangsphase im Musiklehramtsstudium: niedrigschwellig, unterstützend und auf die Stärkung individueller Ressourcen ausgerichtet. Damit entstehen tragfähige Rahmenbedingungen für Studierende wie Lehrende.
In „StartUp Sounds“-Tutoraten erhalten Studierende ohne umfangreiche Vorerfahrung praxisnahe Unterstützung in Kleingruppen.
Workshops zu Resilienz und Selbstregulation sowie künstlerische Settings, die Selbstwirksamkeit und Stärkenbewusstsein stärken, helfen Studienanfänger:innen dabei, mit Unsicherheiten und neuen Anforderungen produktiv umzugehen.
Gleichzeitig werden Lehrende in Coaching und Mentoring weiterqualifiziert, um heterogene Lernbiografien und psychosoziale Belastungen professionell aufzufangen.
Ein fachbereichsinternes Format des Lehrendenteams schafft Raum, Erfahrungen auszuwerten, Beratungsstandards zu schärfen und die Studieneingangsphase gemeinsam weiterzuentwickeln.
Ziel ist eine Studieneingangsphase, die fachliche Grundlagenarbeit, Stärkung personaler Ressourcen und verlässliche Begleitung systematisch verbindet.
So soll der Studienstart im Fach Musik weniger von Barrieren und Versagensangst, sondern von Zugehörigkeit und persönlichen und fachlichen Wachstumschancen geprägt sein.
Die dabei gewonnenen Erfahrungen können perspektivisch auch auf andere Fächer mit heterogenen Eingangsvoraussetzungen übertragen werden.
Ansprechperson: Prof. Dr. Silke Schmid
Förderzeitpunkt, Förderumfang und förderfähige Formate
Die Projektauswahl für das Jahr 2026 ist erfolgt. Wir informieren zu gegebener Zeit via Newsletter und an dieser Stelle über die nächsten Vergaberunden.
Förderfähig im Rahmen der Ausschreibung sind grundsätzlich Sachmittel und Personalmittel wie z.B.:
- Dienstreisen und fachbereichsinterne oder -übergreifende Retreats (inkl. der Übernahme von Fahrtkosten, ggf. einer Übernachtung und Verpflegung)
- Workshops für Lehrpersonen und Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen; ggf. inkl. externer Referenten/Referentinnen / ausgewiesener Experten/Expertinnen zu Themen der Studienqualität (inkl. Honorar, Übernahme der Fahrtkosten, Verpflegung)
- Workshops mit Studierenden
- Tutorate (z. B. für Lehrveranstaltung oder Peer-Tutoring Konzepte im Semesterverlauf)
- Studentische/Wissenschaftliche Hilfskräfte (z. B. zur Unterstützung von Beratungsangeboten, Lehrveranstaltungen)
Nicht förderfähig sind grundsätzlich …
- Grundausstattung
- dauerhafte Stellen
- Regelangebote
Falls Sie Fragen oder Anmerkungen zum "Zukunftsprogramm Hochschule 2023 - Transformationsmittel" haben, wenden Sie sich gerne an Dr. Katharina Schwichow, katharina.schwichow(at)ph-freiburg.de (Durchwahl -195), Stabstelle Studienerfolg (Prorektorat für Lehre, Studium und Qualitätsentwicklung.

