Gendersensible Sprache an der PH Freiburg

Die Grundlage für die sprachliche Darstellung von Personen in Schriftstücken und mündlichen Darstellungen bilden die im Gleichstellungsplan der Pädagogischen Hochschule genannten Entwicklungsziele zur Realisierung eines geschlechtergerechten Sprachgebrauchs und die jeweiligen Einzelregelungen an den Instituten bzw. Lehrstühlen. (Gleichstellungsplan 2017-2021, S. 21)

Die neue Broschüre - SPRACHE MACHT (UN)SICHTBAR - der Stabsstelle Gleichstellung gibt Anregungen für eine geschlechtergerechte Sprachverwendung und zeigt Möglichkeiten auf, wie diese im Hochschulalltag angewendet werden kann. Mit der Verwendung gendergerechter Formulierungen kann ein wirkungsvoller Beitrag zu einer Kultur der Wertschätzung individueller Lebensformen geleistet werden.

Wozu brauchen wir eine gendersensible Sprache?

Wozu brauchen wir eine gendersensible Sprache?

Geschlechtersensible Sprache

  • leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gleichberechtigung aller Geschlechter
  • hilft, die Zuschreibungen durch Geschlechterstereotypen zu überwinden.
  • fördert ein wertschätzendes und respektvolles Klima an der Hochschule
  • ermöglicht Gestaltungsspielraum für individuelle Lebensentwürfe

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen der Stabsstelle Gleichstellung gern zur Verfügung. Anfragen richten Sie bitte an: genderkompetenz(atnospam)ph-freiburg.de.

Wie gelingt eine gendersensible Formulierung?

Wie gelingt eine gendersensible Formulierung?

 

 

Hornscheidt, Lann / AG Feministisch Sprachhandeln (2015): „Was tun? Sprachhandeln – aber wie? W_Ortungen statt Tatenlosigkeit“. 2. Aufl. Berlin. 

Flyer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft „Eine Sprache, die alle anspricht"

Leitfaden für eine geschlechtersensible und inklusive Sprache der Universität Köln.

"...denn nicht jeder ist eine Frau... - Geschlechtergerechte Sprache und wirkungsvolle Kommunikation" Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Basel-Landschaft.


Wie formuliere ich einen Text geschlechtergerecht? von der RWTH Aachen


Geschlechtergerechte Sprache in Sprache und Bild von der Johannes Kepler Universität Linz


Leitfaden zur Anwendung einer gendergerechten Sprache von der Universität Potsdam

Microsoft stellt ein Gendering Add-In für für Word 2010 zum kostenlosem Download bereit. Damit können Texte in einem Word-Dokument überprüft werden, ob sie geschlechtergerecht formuliert sind.

Gesetzliche und institutionelle Regelungen

Gesetzliche und institutionelle Regelungen

Gesetzliche und institutionelle Regelungen zu einem gendergerechten Sprachgebrauch sind im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und im Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg festgelegt:

„Frauen und Männer führen alle Status-, Funktions- und Berufsbezeichnungen in der jeweils ihrem Geschlecht entsprechenden Sprachform.“ LHG Baden-Württemberg, §11 (7)

„Frauen und Männer führen alle Hochschulgrade, akademischen Bezeichnungen und Titel in der jeweils ihrem Geschlecht entsprechenden Sprachform.“ LHG Baden-Württemberg, §35 (5)

Informationen für Verwaltungsbeschäftigte

Informationen für Verwaltungsbeschäftigte

BBB-Merkblatt (Bundesstelle für Büroorganisation und Bürotechnik): Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern.

Grundsätze der sprachlichen Gleichbehandlung herausgegeben von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen in Berlin.


Literatur - eine Auswahl:

Bidwell-Steiner, Marlen (2010): Macht Wort: Geschlecht? In: (Un)doing gender als gelebtes Unterrichtsprinzip. Sprache – Politik – Performanz. Wien.

Hornscheidt, Lann / AG Feministisch Sprachhandeln (2015): Was tun? Sprachhandeln – aber wie? W_Ortungen statt Tatenlosigkeit. 2. Aufl. Berlin.

Hornscheidt, Lann (2013): Feministische W_orte: ein Lern-, Denk- und Handlungsbuch zu Sprache und Diskriminierung, Gender Studies und feministischer Linguistik. Frankfurt.

Karin Kusterle (2011): Die Macht von Sprachformen. Der Zusammenhang von Sprache, Denken und Genderwahr-nehmung. Frankfurt.

Stahlberg, Dagmar; Sczesny, Sabine (2001): Effekte des generischen Maskulinums und alternativer Sprachformen auf den gedanklichen Einbezug von Frauen. IN: Psychologische Rundschau, 52 (3), 131 – 140.

Pusch, Luise F. (1984): Das Deutsche als Männersprache. Frankfurt.

Pusch, Luise F. (2011): Deutsch auf Vorderfrau. Sprachkritische Glossen. Göttingen

Vervecken, Dries; Hannover, Bettina (2015): Yes I can! Effects of gender fair job descriptions on childrens perceptions of job status, job difficulty, and vocational selfefficacy. In: Social Psychology, 46, 76-92.