Neue Bücher 2013

Denkwerk Musikgeschichte: Musikwissenschaftliche Forschung in der Schule

Handreichungen für den Musikunterricht in der Sekundarstufe
Herausgeber: Georg Brunner

Unter dem Titel „Denkwerk Musikgeschichte“ verbergen sich Handreichungen für einen propädeutisch-musikwissenschaftlich orientierten Musikunterricht in der Sekundarstufe (ab Klasse 9) zur Erforschung verschiedener Erscheinungen der Musik einer Region. In kleinen (Feld-)Forschungsprojekten finden sich sowohl historische (Quellenforschung, Edition, Analyse, Einordnung) als auch empirische (Fragebögen, Interviews) (musik-)wissenschaftliche Methoden Berücksichtigung und werden für den Einsatz im schulischen Kontext in Form von Unterrichtsbausteinen aufbereitet. Wichtiges Augenmerk liegt auf einem handlungsorientierten und die Lebenswelt der Lerngruppe berücksichtigenden Ansatz sowie auf der „Veröffentlichung“ der Ergebnisse in Form einer Präsentation (z.B. Aufführung, Posterpräsentation, Vortrag, Homepage, CD/DVD).

142 Seiten, 2013, 24.80 Euro,
Shaker Verlag

Standnummer Bibliothek: Mus H 900: 52

Das Konstanzer Konzil

Autoren: Thomas Martin Buck, Herbert Kraume

Das Konstanzer Konzil (1414-1418) gehört neben dem Tridentinum (1545-1563) zu den beiden vatikanischen Konzilen (1886/70 und 1962-1965) zu den bedeutendsten Konzilen der Kirchengeschichte. Es ist nicht nur das erste Konzil auf deutschem Boden gewesen, sondern auch das einzige Konzil, dem es erfolgreich gelang, eine Kirchenspaltung zu beenden. Mit der Wahl Papst Martin V. wurde das Große abendländische Schisma, das 1378 mit der Wahl zweier Päpste begann, beendet. Schon für die Zeitgenossen stand fest, dass es sich beim Constanti4ense um die bisher größte, längste und bedeutendste Kirchenversammlung des Mittelalters handelte. Die Bedeutung der Synode blieb mithin keineswegs auf die Kirchen- und Papstgeschichte geschränkt. Ihre Ereignisse wirken bis heute in vielfacher Weise nach. Das gilt für den konziliaren Gedanken, der die Superiorität des Konzils über das Papsttum behauptete, aber auch für die Frage, ob die böhmischen Reformatoren Jan Hus und Hieronymus von Prag, obwohl ihnen freies Geleit zugesagt worden war, zu Recht oder zu Unrecht hingerichtet wurden. Die moderne Forschung sieht die Konzilien allerdings nicht mehr nur unter theologischen oder kirchenpolitischen Gesichtspunkten als „polyvalente historische Phänomene“ an, die nicht auf ihre Ereignischarakter zu reduzieren sind, sondern neben ihrer Bedeutung als internationale politische Knotenpunkte auch Ideenbörsen, Medienereignisse, Drehscheiben des Wissens und Kommunikationszentren waren.

390 Seiten, 2013, 26.99 Euro,
Thorbecke Verlag

Standnummer Bibliothek: Theo G 360: 46

Dorsch – Lexikon der Psychologie

Herausgeber: Markus Antonius Wirtz
(unter Mitarbeit von Janina Strohmer)

Der Dorsch ist seit vielen Studierendengenerationen das Standardwerk, das eine umfassende Orientierung über Grundlagen, Konzepte und Begriffe der Psychologie ermöglicht. Das Lexikon der Psychologie wendet sich an Studierende der Psychologie, Psychiatrie und Pädagogik, Wissenschaftler/innen und praktizierende Fachpersonen dieser und verwandter Fächer sowie an interessierte Lai/innen. Der neue Dorsch bietet insgesamt 13.000 Stichwörter von über 500 Fachautor/innen aus allen Bereichen der Psychologie; 5.000 neue oder komplett revidierte Stichwörter; 1.100 Topstichwörter für vertieftes Wissen und schnellen Zugriff zu allen Fachbereichen; den Zugang zum Dorsch Lexikon der Psychologie Online, das fortlaufend aktualisiert und erweitert wird; das aktuelle Wissen der Psychologie, kompakt und zitierfähig.

1984 Seiten, 16. vollständig überarbeitete Auflage 2013, 69.95 Euro
Hans Huber Verlag

Standnummer Bibliothek: Psy A 2: 2

„Das wirst Du nicht los, das verfolgt dich ein Leben lang!“

Die Geschichte des Waisenhauses in Freiburg-Günterstal
Autor: Dirk Schindelbeck

Aufarbeitung der Geschichte all jener Heime und Erziehungsanstalten, über die noch wenig bekannt war: Nachholbedarf dieser Art bestand auch in Freiburg im Hinblick auf das Städtische Waisenhaus im Vorort Günterstal – schon weil sich seit einigen Jahren immer mehr Menschen, die als Kinder und Jugendliche in den 50er, 60er und 70er Jahren hier gelebt hatten, an die heutige Kinder- und Jugendhilfe der Waisenhausstiftung gewandt und von ihren zum Teil schrecklichen Erlebnissen in der Vergangenheit berichtet haben.
Das vorliegende Buch zeichnet den Weg des Städtischen Waisenhauses in Freiburg vom 14. Jahrhundert bis die Gegenwart nach – von seiner ersten Erwähnung als Findelhaus 1376 bis hin zu den heute bestehenden dezentralen Wohngruppen. Im Zentrum der Darstellung steht die Zeit zwischen 1894 und 1985, als Kinder und Jugendliche noch im großen Gebäudekomplex des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters in Günterstal untergebracht waren. Bis 1975 wurden sie dort von Vinzentinerinnen-Ordensschwestern betreut, danach von Erzieher/innen. Fast 90 Menschen gaben in Gesprächen ihre Erlebnisse als Waisenhausinsasse zu Protokoll. Erst dank dieses umfangreichen Materials war es möglich, die Geschichte des Heims in der Nachkriegszeit ganz aus der Sicht der Betroffenen zu schreiben. Es entstand ein authentisches Bild der Waisenhaus-Lebenswelt mit immer wieder erschütternden Facetten einer rigiden Repressionspraxis. Schon von daher geht diese Dokumentation so nah an die damalige Heimwirklichkeit heran wie kaum eine andere. Besondere Glaubwürdigkeit kommt ihr außerdem zu, da etwa die Hälfte der Zeitzeugen mit ihren vollen Namen für ihre Aussagen einsteht. Es berührt, fasziniert und macht gleichermaßen betroffen, wie viele unterschiedliche individuelle (Leidens-)Geschichten unter einem Dach möglich waren. Für die Kultur der Aufarbeitung der Erziehungsheime in der Nachkriegszeit ist diese dichte aus dem Fundus der qualitativen Zeitzeugenaussagen erstellte Darstellung mit Sicherheit ein Meilenstein und Quantensprung.

176 Seiten, 2013, 86 Abb., 18 Euro,
Waisenhausstiftung Freiburg

Standnummer Bibliothek: Bad C 500: 102

Definitionen und Termini

Quantitative Studien zur Konstituierung von Fachwortschatz
Autor: Thorsten Roelcke

Termini und Terminologien sind ein zentraler Gegenstand der Fachsprachenforschung; kaum Beachtung finden bislang jedoch Strategien der Einführung terminologischer Systeme in fachliche Texte. Das vorliegende Buch befasst sich daher am Beispiel von Textausschnitten aus der Norm DIN 2330 und Kants „Kritik der reinen Vernunft“ mit quantitativen Aspekten der Terminologisierung. Die Ergebnisse dieses neuen Forschungsansatzes sind auf weitere präskriptiv-appellative und deskriptiv-diskursive Texte übertragbar.

244 Seiten, 2013, 99,95 Euro
Walter de Gruyter

Standnummer Bibliothek: Deu C 900: 63