Eine interessante Welt – Texte zu künstlerischen Arbeiten von Kindern in der Kunstwerkstatt

Ein Projekt der Kunstwerkstatt mit dem Schreibzentrum
Ausstellung vom 12.7.-18.7. im Foyer des KG 3
Abschlusspräsentation am 18.7.2012,16:00 Uhr

Auch dieses Semester arbeiteten Studierende am Institut der Bildenden Künste mit Grundschulkindern aus der Reinhold-Schneider-Schule im Forschungslabor der Kunstwerkstatt. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der PH, der „Schule der Studenten“, waren die Kinder angeregt, über neue Möglichkeiten von Schule nachzudenken. „Schule träumen“ war das Thema – doch im Verlauf zeigte sich, dass die Kinder sich weniger mit dem System Schule befassten, als vielmehr die Gelegenheit nutzten, sich mit all den Dingen auseinanderzusetzen, die sie persönlich besonders interessierten. Nicht die Schule als Institution war nun das Thema, sondern Schule als Gelegenheit, sich mit der „interessanten Welt“ (so ein Zweitklässler) auf vielfältige Weise zu vernetzen. Es ging nun um Tiere, Puppen, Roboter und  vieles mehr.

Die vielen unterschiedlichen Entstehungsprozesse begleiteten diesmal nicht nur die Kunststudierenden, sondern auch Anne Mäder und Marcus Fiebig, Schreibberater/innen aus dem Schreibzentrum. Sie dokumentierten die Ideen und Geschichten der Kinder rund um ihre Erfindungen. Die Kinder schrieben gelegentlich selbst, meist transkribierten die Studierenden ihre sachlichen Berichte oder die phantasievollen Einlassungen.

Das Interesse der Erwachsenen an ihren bildnerischen und verbalen Äußerungen überraschte die Kinder. Das führte zu einem regen Austausch  und zu einer weiteren Idee: Auf Initiative von Theresa Stössel begannen auch Erwachsene, Texte über die Arbeiten der Kinder zu verfassen. Im Rahmen eines kreativen Schreibprojekts in der literarischen Werkstatt mit Peter Kapp (Schreibzentrum) schrieben nun Erwachsene Texte zu den einzelnen Objekten der Kinder. Nur mit dem Rahmenthema „Schule träumen“ versorgt, reizten die oft rätselhaften Assemblagen zu verschiedensten Betrachtungsweisen. Die anfängliche Unzugänglichkeit der einzelnen Objekte entfesselte gerade unter der Perspektive „Schule“ eine Vielfalt kreativer Deutungen. Und führte auch zu Gedanken über das dahinter stehende Kind.

Manche Texte wanderten wieder zurück in die Kunstwerkstatt. Was die Objekte bei den erwachsenen Schreibern auslösten, gab den Kindern zu denken – und weiter zu tun.Auch in den Texten der Erwachsenen wurde das Verhältnis zur Schule deutlich: Sie wird nicht neu gedacht – sie wird bereits gemacht!

Prof. Dr. Thomas Heyl (Institut der Bildenden Künste, PH Freiburg)

 

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Eindrücke von der Projektausstellung