Studienbegleitendes ePortfolio - Infos für Lehrende

Begriffsdefinition

In diesem Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird das ePortfolio in der Ausbildung wie folgt definiert: Es ist Mittel und Medium für die Interaktion zwischen Lernenden, Lehrenden und Institution. Es schafft eine von allen Beteiligten gestaltbare und nachvollziehbare Verknüpfung zwischen den verschiedenen Wahrnehmungswelten und den Bedürfnissen der Lernenden bzw. den Anforderungen der Lehrenden als VertreterInnen von Institution und Berufsfeld. Aufgrund seiner flexiblen Darstellungsform ermöglicht das ePortfolio die individuelle Gestaltung von Informationen als Antwort auf sich wandelnde Bedürfnisse, Intentionen und Anforderungen, in deren Spannungsfeld sich die lernende Person befindet. Auf dieser Basis werden Reflexion und Kommunikation als Kernstück des Kompetenzerwerbs für die lernende Person individuell erlebbar und bedeutsam. Für Lehrende ist das ePortfolio Instrument für die Beratung bzw. Bewertung der Lernenden und für die (Selbst-)Evaluation der beruflichen Tätigkeit. Für die Institution ist das ePortfolio Kompass auf dem Weg als lernende Organisiation (P. Senge, 1990). (Begriffsdefinition und Konzeption: © Gerd Bräuer 2010)

→ Weitere Informationen s. „Für Studierende“ 

Bisheriger Projektverlauf

Im Auftrag des Prorektors für Lehre und Studium wurde 2008 eine aus Studiengebühren finanzierte  Konzeption erstellt, die in einem Pilotprojekt am Institut Deutsch von drei Lehrpersonen erprobt wurde. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen wurde das Konzept weiterentwickelt und ein Prototyp für die Einbindung der Webanwendung Mahara (Link) erstellt. Dieser Prototyp wurde im Wintersemester 2010/11 im BA-Studiengang Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (Modul 1) erprobt. Die Ergebnisse werden im Sommersemester 2011 an dieser Stelle vorgestellt. Eine Beschreibung des Prototyps kann über braeuer(atnospam)ph-freiburg.de angefordert werden.  Diese Erprobung läuft parallel zur Konzeptionsentwicklung des Medienkompetenzzentrums der PH Freiburg im Zusammenhang mit der Lernplattform StudIP. Wir danken der Donau-Universität Krems für die Möglichkeit, die Webanwendung Mahara auf ihrem Server zu nutzen.

Aktuelle Ziele:

Mit dem o.g. Prototyp wird eine sozialkonstruktivistisch orientierte Auffassung vom Lernen umgesetzt. Im Zusammenhang mit der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen an der PH Freiburg wird von der Notwendigkeit ausgegangen, Literalität auf drei verschiedenen Ebenen zu qualifizieren:

1)    akademische Literalität (Umgang mit Informationen im Studium),

2)    schulische Literalität (Schreiben, Lesen, Sprechen in der Schule),

3)    Literalität des Berufsfeldes (Kommunikation im Spannungsfeld von Schüler/in, Elternhaus, Institution und Berufsorganisation)

...

Der komplette Text kann hier als PDF heruntergeladen werden.