Studienbegleitendes ePortfolio - Infos für Studierende

Herzlich Willkommen auf der Info-Seite zum Pilotprojekt „Studienbegleitendes ePortfolio“ an der PH Freiburg!

Sehen Sie sich auch gerade mit der Situation konfrontiert, in einer Lehrveranstaltung ein Portfolio anfertigen zu müssen und nicht genau zu wissen, wie Sie das anstellen sollen? Hier finden Sie Informationen darüber, was ein Portfolio ist, wie dessen Kernkonzept, die Reflexive Praxis, funktioniert und warum Sie unbedingt einmal ein elektronisches Portfolio ausprobieren sollten, um Ihr Studieren zu optimieren.

Was ist ein Portfolio?

Portfolios sind Mappen (in Print-oder digitaler Form), in denen Studierende den Verlauf von Arbeits- und Lernprozessen dokumentieren, über die Entwicklung von individuellen Fähigkeiten und Erkenntnissen nachdenken und Ausblick halten auf die nächsten Arbeitsschritte bzw. aktuellen Herausforderungen an ihr Lernen. Portfolioarbeit findet auf verschiedenen Handlungsebenen statt, die sich wechselseitig beeinflussen und deswegen nicht einfach chronologisch abgearbeitet werden können. Deswegen meint Peter Elbow, der Erfinder des freewriting, ironisch: Portfolio work is a mess. Real learning has to be messy.

Die erste Handlungsebene in der Portfolioarbeit betrifft das Sammeln von Materialien und Informationen, die den aktuellen Arbeitsprozess dokumentieren, idealerweise bezogen auf einen Schwerpunkt oder eine Forschungsfrage. Zu dieser Sammlung gehören selbst geschriebene Texte, Bilder, Videos, Lektüre, Tagebucheinträge (etc.), alles was mir in meiner Arbeit unter die Finger kommt.

Manchmal erlebt man so genannte „Aha!“-Momente beim Lesen, Schreiben, Diskutieren, Zuhören oder -schauen. Solche Momente führen auf eine zweite Handlungsebene, das Auswählen und Markieren, dessen was ich als persönlich wichtig erlebe. Solche Materialien, man nennt sie auch Portfolio-Einlagen, sollten jeweils mit einem Kurzkommentar versehen werden, der mindestens die folgenden Fragen beantwortet: Was ist das? Warum habe ich diese Einlage ausgewählt? Was habe ich aus dieser Einlage gelernt?

Bisher habe ich nur für mich selbst gesammelt und ausgewählt. Um das Portfolio auch für andere Leser/innen verständlich werden zu lassen, muss ich auf einer weiteren, dritten Handlungsebene, dem Gestalten, die Einlagen und Kommentare logisch gliedern und durch Einleitung und Schluss sinnvoll miteinander verknüpfen. Während ich in der Einleitung kurz erkläre, zu welchem Schwerpunkt dieses Portfolio entstanden ist und wie es aufgebaut wurde, fasse ich im Schlussteil meine Haupterkenntnisse zum gewählten Portfolio-Schwerpunkt zusammen, verweise auf offene Fragen und skizziere Möglichkeiten für deren baldige Beantwortung.

Auf der vierten Handlungsebene, dem (Mit)Teilen, wird aus meinem bisher privaten Dokument ein (halb-) öffentliches. Das Portfolio wird Werkstatt, wenn ich Menschen einlade, um mir Rückmeldung zu geben auf einen Portfolio-Entwurf oder auf ausgewählte Teile. Das fertige Portfolio wird schließlich zum Schaufenster meiner Arbeit und erreichten Leistung, verbunden mit dem Ziel, andere Menschen zu inspirieren und um eine Bewertung von der ausbildenden Institution zu erhalten.

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Das komplette Dokument kann hier als PDF heruntergeladen werden.