Bibliotheksprofil

Die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule Freiburg ist eine wissenschaftliche Bibliothek und besteht seit 1962. Sie ist der zentrale Literatur- und Informationsdienstleister für die Lehrenden, Studierenden und Beschäftigten der Hochschule. Außerdem steht sie allen interessierten Personen zur Benutzung offen. Ihre Sammelschwerpunkte sind Pädagogik, pädagogische Psychologie, Teilbereiche der Soziologie sowie fachwissenschaftliche und didaktische Literatur der Schulfächer. Sie ist damit die zentrale erziehungswissenschaftliche Bibliothek der Region. Im Jahr 2015 wurde die Bibliothek von rund 8.400 Nutzerinnen und Nutzern aktiv in Anspruch genommen.

Wir bieten Ihnen:

  • bedarfsorientierte Literatur- und Informationsversorgung in gedruckter und elektronischer Form
  • einen gepflegten, systematisch aufgestellten Freihandbestand
  • vielseitige Recherchemöglichkeiten
  • benutzerorientierte Information und Beratung
  • ein vielseitiges Schulungsangebot zur Vermittlung von Informationskompetenz
  • serviceorientierte Dienstleistungen
  • attraktive Lern- und Arbeitsbedingungen durch gut ausgestattete Einzel- und Gruppenarbeitsplätze

Das erreichen wir durch:

  • transparente Information und Kommunikation intern wie extern
  • Aufgeschlossenheit für Innovationen und sich wandelnde Kundenbedürfnisse
  • verschiedene Kooperationen innerhalb der Hochschule sowie mit anderen Bibliotheken
  • kontinuierliche Personalentwicklung und die Förderung von Kompetenzen
  • einen kooperativen Führungsstil mit größtmöglicher Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • die Einführung eines zertifizierten Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001:2008 (Zertifikat)
  • abteilungsübergreifende Zusammenarbeit

Dabei ist uns wichtig:

  • möglichst hohe Kundenzufriedenheit bei allen, die unsere Angebote in Anspruch nehmen
  • ständige Optimierung der Angebote und Dienstleistungen in Kooperation mit den Lehrenden und Studierenden der Hochschule
  • kontinuierliche Verbesserung unserer Abläufe für einen reibungslosen, schnellen und wirtschaftlichen Bibliotheksbetrieb
  • ein freundliches und respektvolles Miteinander


Das Bibliothekssystem der Hochschule

Das Bibliothekssystem der PH Freiburg umfasst sämtliche Literatur- und Medienbestände der Hochschule und zählt aktuell etwa 330.000 Medieneinheiten. Der überwiegende Teil davon ist in der Bibliothek im KG I aufgestellt und dort in systematischer Aufstellung frei zugänglich. Ältere und selten benötigte Literatur sowie Prüfungsarbeiten und Dissertationen sind im geschlossenen Magazin aufbewahrt. Neben der zentralen Bibliothek bestehen bei einzelnen Einrichtungen und Instituten dezentrale Mediensammlungen. Diese sind in der Regel für den Präsenzgebrauch vor Ort bestimmt. Dazu zählen beispielsweise die Testbibliothek des Instituts für Psychologie und die Sprach-didaktische Mediothek SDM als dezentrale Einrichtung der Bibliothek in Zusammenarbeit mit dem Institut für deutsche Sprache und Literatur und dem Institut für Fremdsprachen.
Die Bibliothek führt den Katalog  aller Medienbestände der Hochschule und organisiert die bibliothekarischen Dienstleistungen wie Ausleihe, Fernleihe usw.   Die mehr als 21.900 E-Books der Bibliothek sind im Online-Katalog der Bibliothek nachgewiesen. Die mehr als 800 gedruckten wissenschaftlichen Zeitschriften der Hochschule  werden in der Bibliothek zentral bereitgestellt. Zu den 21.000 lizenzierten elektronischen Zeitschriften gelangen Sie über die elektronische Zeitschriften-Bibliothek EZB, zu den rund 630 lizenzierten Datenbanken über das Datenbank-Infosystem DBIS.

Die Bestände der Bibliothek

Entsprechend der fachlichen Ausrichtung der Hochschule wird die deutschsprachige Literatur zu allen vertretenen pädagogischen Teildisziplinen und den Fachdidaktiken der Schulfächer umfassend erworben. Ebenfalls sehr breit wird die für die Erziehungswissenschaften relevante Literatur aus den Fächern Psychologie und Soziologie gekauft (z.B. pädagogische Psychologie, Entwicklungspsychologie,  Lernpsychologie, Soziologie der Jugend, der Familie). Für die an der Hochschule gelehrten Fächer werden die entsprechende Grundlagenliteratur, Studienliteratur und Nachschlagewerke in breiter Auswahl erworben. Bei weiterführendem Informationsbedarf kann beispielsweise auf die Bestände der Universitätsbibliothek Freiburg zurückgegriffen werden.

Geschichte/Chronologie

1962: Gründung der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Die Bibliothek umfasst ca. 12.000 Bände der Schüler- und Lehrerbücherei der Vorgängereinrichtungen (der Pädagogische Akademien I und II).

1970: Studierendenproteste und Presseberichte über die schlechten Verhältnisse an der PH-Bibliothek. Der Ausbau der Bibliothek kann mit dem raschen Anstieg der Studierendenzahlen nicht Schritt halten. Es fehlt ein Konzept für die Bibliothek einer wissenschaftlichen Hochschule.

1975: Die Empfehlungen des Bibliotheksplanes Baden-Württemberg leiten die Entwicklung zu einer wissenschaftlichen Bibliothek und die Einbindung in das wissenschaftliche Bibliothekswesen des Landes ein.

1987: Zum 25-jährigen Bestandsjubiläum wächst der Buchbestand auf 200.000 Bände an. Die Ausleihzahlen liegen ebenfalls bei fast 200.000. Mehr als 50 % der Benutzer sind nicht Mitglieder der Hochschule. Die Bibliothek hat sich zur zentralen erziehungswissenschaftlichen Bibliothek für die Region entwickelt.

1989: Das elektronische Ausleihsystem SOPHIA (= OLAF II) wird in Betrieb genommen. Die PH-Bibliothek Freiburg ist die erste PH-Bibliothek des Landes an der die EDV zum Einsatz kommt.

1990: Beginn der Online-Katalogisierung im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund.

1993: Eröffnung des Erweiterungsbaues der Bibliothek im KG I. Die Bibliothek verfügt nun auch über ein attraktives und benutzerfreundliches Gebäude.

1996: Der Online-Katalog wird mit 15 PC-Arbeitsplätzen auch für die Benutzerinnen und Benutzer zugänglich gemacht. Durch die Online-Katalogisierung der Erwerbungen seit 1990 und durch rückwirkende Katalogisierung älterer Bestände seit 1980 weist er bei der Eröffnung bereits 105.000 aktuelle Titel nach. Die Erwerbung wird auf EDV umgestellt, dadurch werden schon die bestellten Titel im Online-Katalog nachgewiesen. Der konventionelle Zettelkatalog wird abgebrochen. Die ersten Internet-Arbeitsplätze und E-Mail-PC für Kunden werden eingerichtet.

1997: Nach zehnjährigem Betrieb wird das alte Ausleihsystem durch das System Bibdia abgelöst.

1998: Der bisher höchster Stand mit 466.000 Ausleihen im Jahr wird erreicht. Von 11.000 aktiven Benutzerinnen und Benutzern sind 47 % nicht Mitglieder der Hochschule.

1999: Die Bibliothek übernimmt die Videosammlung des ehemaligen Audio-Visuellen Zentrums der Hochschule. Die Bibliothek verfügt damit über eine Sammlung von 5.300 Videokassetten. Der Online-Katalog weist jetzt über 200.000 Titel nach. Der Zugriff auf 16 elektronische Datenbanken wird über das Landessystem ReDI (Regionale Datenbank-Information) eingerichtet.

2001: Die ersten 20 E-Journals stehen den Mitgliedern der Hochschule im Netz zur Verfügung.

2005:Erweiterung der Bibliothek in das 3.Obergeschoß. Neben zusätzlichen Bücherstellflächen kann ein Übungsraum für Schulungen, eine Raum zur Nutzung von Videos, DVDs und CDs  und ein Gruppenarbeitsraum eingerichtet werden.
Das Angebot der digitalen Bibliothek wird durch das Abonnement umfangreicher Zeitschriftenpakete stark erweitert. Der Hochschule stehen jetzt mehr als 2.000 internationale Zeitschriften in elektronischer Form zur Verfügung. Die Versorgung mit forschungsrelevanter Literatur wird dadurch wesentlich verbessert.

2006: Eine Online-Umfrage zur Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer erbrachte bei sehr guter Beteiligung überwiegend positive Beurteilungen der Dienstleistungen der Bibliothek. Beim BIX – Bibliotheksindex, dem deutschlandweiten Bibliotheksranking belegt die PH-Bibliothek in ihrer Vergleichsgruppe Rang 9, in zwei Kategorien (Angebot und Nutzung) sogar die Plätze 1 bzw. 2.

2007: Mit den Einnahmen der Hochschule aus Studiengebühren kann die Literaturversorgung der Hochschule deutlich verbessert und die Öffnungszeiten der Bibliothek verlängert werden.

2008: Das Projekt der retrospektiven Katalogisierung des Altbestandes kann abgeschlossen werden. Der gesamte Bestand der Bibliothek ist jetzt im Online-Katalog nachgewiesen.

2009: Durch die Einführung der "Geschwisterregelung" kommt es zu einem Etateinbruch, der sich in einem Rückgang des Neuzugangs und der Reduzierung der Öffnungszeiten niederschlägt. Planungen für die energetische Sanierung des Bibliotheksgebäudes nehmen ihren Anfang.

2010: Im Sommer starten die Sanierungsarbeiten bei laufendem Betrieb. Im Zuge dieser Maßnahme werden auch die Sanitärbereiche erneuert, außerdem die Büro- und Benutzungsbereiche im Erdgeschoss umgebaut. Für die Installation einer Fahrregalanlage werden im Untergeschoss alle Wände abgebrochen und ein neues Fundament gelegt. Ausserdem wird eine Jahresgebühr für berufstätige externe Nutzerinnen und Nutzer eingeführt. Die systematische Aussonderung veralteter, nicht mehr benötigter und nicht zum Profil der PHB passendender Literatur wird in Angriff genommen. Anzahl der ausgesonderten Medien in 2010: 29.342 Bde.

2011: Die Freihandbestände und der neuere Magazinbestand werden auf RFID umgestellt. Dadurch kann die Selbstverbuchung in Betrieb genommen werden. Die komplette Schließfachanlage wird erneuert und auf RFID-Schließung umgestellt. Das Ausweichmagazin wird aufgelöst und der Bestand zieht in die neue Fahrregalanlage im UG. Anzahl der ausgesonderten Medien in 2011: 28.853 Bde.

2012: Feierliche Wiedereröffnung der Bibliothek nach Abschluss der energetischen Sanierung und der begleitenden Baumaßnahmen. Der Lesesaal wird komplett neu möbliert und somit  den Anforderungen moderner Lern- und Arbeitsplätzen angepasst. Der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 : 2008 beginnt. Anzahl der ausgesonderten Medien in 2012: 19.152 Bde.

2013: Studierende höherer Semester können für die Dauer eines Semester ein Dauerschließfach beantragen. Auch die Arbeitsplätze im 3.OG werden neu möbliert. Die Recherche- und Internetplätze im Erdgeschoss werden erweitert und neu ausgestattet.  Im Juni wird das QMS der Bibliothek erfolgreich durch den TÜV Süd zertifiziert. Das neue integrierte Bibliothekssystem aDIS/BMS wird zum WS 2013/14 in Betrieb genommen. Beim BIX - Bibliotheksindex, ein bundesweites Bibliotheksranking, erhält die Bibliothek 3,5 von 4 Punkten.  Anzahl der ausgesonderten Medien 2013: 31.223 Bde.

2014: Im August geht der 24/7 Rückgabeautomat in Betrieb. Wenig später steigt die Bibliothek vom Resource Discovery System (RDS) BOSS auf den Katalog+ um. Ende des Jahres steht die Bibliotheksführung der PH-Bibliothek als App in den Stores zum kostenfreien Download zur Verfügung. 2 .Preis beim Best-Practice-Wettbewerb des DBV im Bereich "Informationskompetenz" für die PH- Bibliothek. Beim BIX - Bibliotheksindex, ein bundesweites Bibliotheksranking, erhält die Bibliothek 3,5 von 4 Punkten.  Anzahl der ausgesonderten Medien 2014: 29.365 Bde.

2015: Im 1. OG bei den Zeitschriften werden Arbeitsplätze neu eingerichtet. Erweiterung der Einzelarbeitsplätze im 2. OG. Im 3. OG werden nach Umbau zusätzliche Flächen für verschiedenartige Gruppenarbeitsplätze eingerichtet. Die bestehenden Gruppenarbeitsräume werden mit einem Präsentationstool für die Gruppenarbeit mit mobilen Endgeräten ausgestattet. An der Servicetheke sind nun auch ausleihbare Tablets erhältlich. Die Neufassungen der Benutzungs- und Gebührenordnung treten in Kraft. Die größte dezentrale Mediensammlung, die Sprachdidaktische Mediothek SDM, wird aufgelöst und in andere Bereiche integriert. Beim BIX - Bibliotheksindex, ein bundesweites Bibliotheksranking, erhält die Bibliothek 3,5 von 4 Punkten.  Anzahl der ausgesonderten Medien 2015: 17.664 Bde.

2016: Die Bibliothek geht mit einer Facebook-Präsenz online. Die Öffnungszeiten am Samstag werden ausgeweitet. Anzahl der ausgesonderten Medien 2016: 10.480 Bde.

Literatur aus der und über die PHB

Glanzner, Peter: Die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule. In: Lehrerbildung und Erziehungswissenschaften. 25 Jahre Pädagogische Hochschule Freiburg. Freiburg 1987, S. 274-283.
Glanzner, Peter: Von der Bibliothek zur Hybridbibliothek – ein Szenario auch für die PH Freiburg? In: Perspektiven PH Freiburg. Freiburg 2002, S.73- 79
Scheuble, Robert: Die Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg und ihre Bibliotheken werden 45: Portrait eines Sonderwegs. In: Bibliotheksdienst, 41.2007, H. 9/10, S.  995-2012.
Scheuble, Robert: 100 Jahre Hochschul-Bibliothek. Ein Blick vor und zurück. In: PH-FR : Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Freiburg, 2012, H. 2, S. 50-53.
Glanzner, Peter / Scheuble, Robert: Mit SOPHIA, OLAF, ELSA und Co. zur digitalen Bibliothek. In: 50 Jahre - 50 Augenblicke : 1962 – 2012. Freiburg, 2012, S. 60-61 (=Schriftenreihe der Pädagogischen Hochschule Freiburg ; 22)
Melloni, Karin: Informationskompetenzvermittlung durch „embedded librarians“. Eine Erfolgsgeschichte an der Bibliothek der PH Freiburg. In: Südwest-Info. Mitteilungsblatt des VDB-Regionalverbands Südwest, 25.2012, S. 25-29.
Robert Scheuble: Gut ist nicht gut genug.
Über die Einführung eines QM-Systems nach DIN EN ISO 9001:2008 an der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule Freiburg. In: ABI-Technik 33.2013, H. 4, S. 196-207.
Melloni, Karin: Bologna und Bibliothek. Die Vermittlung von Informationskompetenz. In: PH-FR 2013, H. 2, S. 31-32.
Melloni, Karin: Best Practice in der Bibliothek. Prämierte Schulung zur Informationskompetenz für Nachwuchswissenschaftler/innen. In: PH-FR  2014, H. 2, S. 58-59.
Scheuble, Robert: Die Bibliotheksführung als App. Ein Projektbericht aus der PH-Bibliothek Freiburg. In: BIT online, 18.2015, H. 2, S. 114-120.

Freiburg im Juni 2017