Improvisation und Theater

Wer soll denn einer Lehrerin, einem Lehrer noch etwas über das Improvisieren erzählen wollen? Wenn es Experten auf diesem Gebiet gibt, dann doch wohl die bewundernswerten Menschen, die sich jeden Tag in detailliert geplante Unterrichtsstunden begeben, um dort Minute für Minute auf Unvorhergesehenes reagieren zu müssen (Wespe im Unterrichtsraum, Nasenbluten, Tränen, Geburtstagskuchen, Ausfall der Technik, Zickenterror, Pubertätsexzesse, Feueralarm). Aber wie wäre es denn, wenn man das tägliche Brot zur Kunstform erhebt und so vielleicht noch viel leckerer macht?

Nachdem es in der Theaterfortbildung 2018 vor allem um handwerkliche Fragen von Schauspiel und Regie ging, soll nun die Improvisation im Vordergrund stehen. Die ersten beiden Wochenenden werden dazu dienen, Improvisationstheater als eigene Kunstform mit ihren eigenen Gesetzen kennenzulernen und zu erproben, die Wochenenden drei und vier stellen die Improvisation in den Dienst der Inszenierung einer Textvorlage, die mit den Teilnehmer*innen gemeinsam ausgewählt wird.

Die wichtigsten Inhalte der vorigen Fortbildung „Basishandwerk Theater“ werden mit einfließen, so dass auch „Neueinsteiger*innen“ sehr willkommen sind.

WE 1: Grundlagen der Improvisation

  • Wie spiele ich mich „frei“?
  • Grundregeln der Improvisation 
  • Typische Fehler (die gibt es leider auch…)
  • Spiel mit Requisit
  • Spiel mit dem Partner

 WE 2: Improtheater und Theatersport

  • Improtheater als „ungekünstelte Kunstform“
  • Spiele und Settings
  • Wie erzählt man eine Geschichte?
  • Das Publikum als „Dauerfeedback“
  • Tricks, wenn mal gar nichts zu funktionieren scheint

 WE 3 und WE 4: Inszenierung einer Textvorlage

WE 3 und 4 sind als Einheit zu betrachten, hier soll eine Textvorlage inszeniert werden. Als Methode werden Improvisationen eingesetzt. Es geht darum, überraschende Ansätze und Lösungen zu finden, die bei „analytischer“ Textarbeit nicht auftauchen würden und eine für ein Publikum spannende Sicht auf den Text ermöglichen. Es wird besprochen, wie dies in der schulischen Theaterarbeit eingesetzt werden kann.

 Ziele: die Teilnehmer*innen…

  • Kennen Bedingungen, die Improvisation ermöglichen und verhindern 
  • Können sich auf Spielangebote einlassen und kreativ weiterführen
  • Können vielfältig mit Requisiten umgehen
  • Entwickeln Gespür für das gemeinsame Erschaffen einer Geschichte
  • Kennen verschiedene Spielformen im Improtheater
  • Können Improvisation als Methode bei der Textinszenierung anwenden

Referent:
Bernd Winter, Lehrer für Darstellendes Spiel und Musik; Dozent am Schultheaterstudio Frankfurt und im Rahmen der Lehrerfortbildung am Theater „tempus fugit“ in Lörrach. Eigene Schauspieltätigkeit. Zahlreiche Projekte mit schulischen und außerschulischen Theatergruppen. 

 

 

Termine & Uhrzeit:Fr 16-20 Uhr; Sa 9- 17 Uhr
Fr, 07. + Sa, 08.02.2020
Fr, 28. + Sa, 29.02.2020
Fr, 13. + Sa, 14.03.2020
Fr, 27. + Sa, 28.03.2020
Ort:Pädagogische Hochschule Freiburg
Adressat*innen:Lehrkräfte für alle Fächer; Schwerpunkt sprachlicher, künstlerischer & gesellschaftswissenschaftl. Bereich
Schulart:alle Schularten
Leitung:Bernd Winter, Phorms-Gymnasium Frankfurt-Taunus
Teilnahmebeitrag:Im Rahmen des Projekts „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung” kostenfrei.
Bescheinigung:2 ECTS (inkl. Selbststudienzeit)
Kontakt:Organisatorisch: weiterbildung(atnospam)face-freiburg.de und lehrerfortbildung(atnospam)ph-freiburg.de
Tel: 0761/ 682-644 oder - 544
Inhaltlich: Bernd.Winter2006(atnospam)web.de

Veranstaltet von:

ZELF Zentrum für Lehrerfortbildung der PH Freiburg und SLB Stabsstelle Lehrer*innenbildung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Rahmen von Freiburg Advanced Center of Education (FACE) - ein Kooperationsnetzwerk der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg www.face-freiburg.de
Anmeldung:
Anmeldeschluss: Fr, 24.01.2020