Experiment und Theorie

Fehlvorstellungen bei Schüler*innen kommen oft dadurch zustande, dass Schüler*innen ohne Kenntnis der Theorie scheinbar „falsche“ Erklärungsansätze bilden. Doch sind diese Ansätze wirklich immer falsch? Sind unsere Theorien wirklich die einzigen Erklärungsmöglichkeiten für experimentelle Beobachtungen? Anhand mehrerer Beispiele aus der Mechanik, speziellen Relativitätstheorie und Quantentheorie wird untersucht, welche oft unausgesprochenen Annahmen von den Beobachtungen im Experiment zu den Theorien führen und an welchen Stellen sich alternative Theorien ergeben könnten. Alle drei Beispiele erlauben verschiedene Interpretationen.

Inhalt:

  • Modelle zum freien Fall (Newton, KPK, Allg. Relativitätstheorie)
  • Modelle zur speziellen Relativitätstheorie (Poincare vs. Einstein)
  • Interpretationen der Quantenmechanik
  • „Fehlvorstellungen“ von Schüler*innen

In der Zeit zwischen den beiden Blöcken versuchen die Teilnehmen-den, die Relevanz des Problems im eigenen Unterricht zu beobachten, sammeln ggflls. Fallbeispiele und machen sich Gedanken über didaktische Strategien zur Sensibilisierung und zur Vermittlung entsprechender Kompetenzen.

Ziele: die Teilnehmer*innen…

  • lernen alternative Modelle zu denselben experimentellen Beobachtungen kennen
  • werden sensibler in der Beurteilung von scheinbaren „Fehlvorstellungen“ von Schüler*innen
  • reflektieren in der Unterrichtsvorbereitung eingehender die Argumentationsschritte von experimentellen Beobachtungen zu physikalischen Modellen
  • erfahren mehr zum heutigen Stand der Diskussionen um die Interpretation der Quantenmechanik und der Relativitätstheorie
  • können vor diesem Hintergrund Unterrichtsplanungen erstellen und bewerten.

Referent:

Prof. Dr. Thomas Filk ist Dozent am Physikalischen Institut der Universität Freiburg. Seit mehreren Jahren organisiert er das Studium und hält spezielle Vorlesungen für Lehramtsstudierende. Er steht in engem Kontakt mit Lehrkräften, der PH und dem staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Philosophie der Physik und der Wissenschaftstheorie zur Physik. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Didaktik der Quantentheorie.

 

Termine:
Do, 28.6.2018 und Do, 12.7.2018, jeweils 14- 18 Uhr
Ort:
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Hermann-Herder-Str. 6 (Praktikumsgebäude), Hörsaal im 1. OG rechts
Adressat*innen:Lehrkräfte für Physik, Klassen 10-12
Schulart:Schwerpunkt Sekundarstufe II, auch Schulen der Sek I
Teilnahmebeitrag:Im Rahmen des Projekts „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung” kostenfrei.
Bescheinigung:1 ECTS (inkl. Selbststudienzeit)
Referent:apl. Prof. Dr. Thomas Filk, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Kontakt:Organisatorisch: lehrerfortbildung(atnospam)ph-freiburg.de und weiterbildung(atnospam)face-freiburg.de
Tel: 0761 / 682-644 oder -544
Inhaltlich:
thomas.filk(atnospam)physik.uni-freiburg.de
Veranstaltet von:Zentrum für Lehrerfortbildung (ZELF) der Pädagogische Hochschulen Freiburg und SLB Stabsstelle Lehrer*innenbildung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Rahmen von FACE. www.face-freiburg.de

Das Projekt „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung” wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Anmeldung:  ist abgeschlossen.