Tagung: Praxisphasen im Lehramtsstudium: Praxisphasen betreuen, optimieren, vernetzt gestalten

Das Praxiskolleg richtet in Kooperation mit der Fort- und Weiterbildung im Freiburg Advanced Center of Education (FACE) eine umfassende Tagung zu den Praxisphasen im Lehramtsstudium aus. Hierbei werden Erkenntnisse aus der Forschung präsentiert und die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis von den beteiligten Institutionen der Lehrerbildung diskutiert. Als Hauptvortragender konnte Prof. Dr. Andreas Gröschner (Universität Jena) gewonnen werden, dessen Arbeitsgebiet unter anderem die Gelingensfaktoren von Praxisphasen im Lehramtsstudium umfasst. Außerdem trägt Dr. Katharina Müller (Universität Lüneburg) vor. Ihr Forschungs- und Tätigkeitsfeld umfasst die Professionsbezogene Unterstützung im Studium. Angesprochen werden alle Personen, die in den Praxisphasen der Lehrerbildung tätig sind, hierzu zählen Lehrkräfte (aller Schularten; insbesondere mit Betreuungsauftrag von Studierenden und Referendar*innen), Dozierende (aller Hochschulen), Lehramtsstudierende, (Nachwuchs-) Wissenschaftler-*innen, Mitarbeiter*innen der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (aller Schularten), der Schulämter und des Regierungs-präsidiums Freiburg.

Das vielfältige Tagungsprogramm umfasst neben den beiden Hauptvorträgen Workshops, Diskussionsforen und Runde Tische, in denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv einbringen können. Bei Posterpräsentationen und dem Forschungsforum können sich lokale Institutionen präsentieren und aktuelle Forschungsprojekte der beiden Hochschulen mit der Praxis ins Gespräch kommen. Eine Podiumsdiskussion rundet die Veranstaltung ab. Die Veranstaltung fördert den Dialog der Akteure der Community of Practice untereinander und mit der Forschung. Aktuelle Forschungsergebnisse können so in die Praxis integriert und eine engere Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis angeregt werden.

Die Veranstaltung bietet ein optimales Forum zur Vernetzung, darum melden Sie sich schon bald online an. Aktive Beiträge können direkt bei Ulrike Dreher und Martina von Gehlen (Koordination Praxiskolleg) angemeldet werden. Die Anmeldung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgt über das Onlinetool des ZELF.

Plakat zur Veranstaltung

Flyer zur Veranstaltung

 

Bitte beachten Sie die aktuellen Programmänderungen!

Das aktuelle Programm im PDF-Format

Zeitplan

08:00 - 9:00 UhrAnkommen & Anmeldung
09:15 - 10:30 UhrBegrüßung & Hauptvortrag 1: Lernen für die, durch und in der Praxis? Forschungsbefunde und Implikationen zur Wirksamkeit von Praxisphasen in der Lehrer*innenbildung.
Prof. Dr. Alexander Gröschner, Universität Jena
10:30 - 11:00 UhrKaffeepause & Netzwerken
Infostände von Verlagen und Institutionen
11:00 - 12:30 UhrWorkshops und Foren 1
12:30 - 14:00 UhrNetzwerkpause & Forschungsforum (Postersession)
14:00 - 15:30 UhrWorkshops und Foren 2
15:30 - 15:45 UhrKaffee & Raumwechsel
15:45 - 16:45 UhrHauptvortrag 2: Gemeinsam über Unterricht sprechen: Aber wie?
Dr. phil. Kathrin Futter, Pädagogische Hochschule Schwyz
16:45 - 17:30 UhrAbschlussrunde: Diskussion zu "Praxisphasen betreuen, optimieren, vernetzt gestalten" - mit VertreterInnen der Institutionen und externen WissenschaftlerInnen. Moderation: Prof. Dr. Lars Holzäpfel

Hauptvorträge

Prof. Dr. Tobias Leonhard: "Lernen für die Praxis als Lernen in zwei Praxen?"

Prof. Dr. Tobias Leonhard, Pädagogische Hochschule FH Nordwestschweiz

"Lernen für die Praxis als Lernen in zwei Praxen? - Versuch einer theoretischen Neuorientierung schulpraktischer Studien mit praktischen Konsequenzen"

Dr. phil. Kathrin Futter: Gemeinsam über Unterricht sprechen

Dr. phil. Kathrin Futter, Pädagogische Hochschule Schwyz

Gemeinsam über Unterricht sprechen: Aber wie?
Nutzen Lehramtsstudierende Lerngelegenheiten im Gespräch? Welches Unterstützungsverhalten der Praxislehrpersonen hilft ihnen dabei?

Unterrichtspraktika gelten als Kernelement zur Entwicklung berufspraktischer Kompetenzen und werden von Lehramtsstudierenden in der Regel als wichtige Lernorte betrachtet. Sie sind an der Schnittstelle zwischen Studium und Praxis angesiedelt und bieten die Möglichkeit, theoretische Wissensbestände und situierte Praxiserfahrung zu verknüpfen. Eine Komponente, die wesentlich zu einem gelungenen Praktikum beiträgt und gleichzeitig eine bedeutsame Wirkung auf das Lernen der Studierenden zeigt, ist die Betreuung durch Praxislehrpersonen. Aus diesem Grund stellen Unterrichtsbesprechungen zwischen Praxislehrpersonen und Lehramtsstudierenden eine wichtige Plattform für den Austausch über Unterricht und damit einhergehend wichtige Lernquellen und Lerngelegenheiten dar, falls diese von den Lehramtsstudierenden genutzt werden. Im Vortrag wird einerseits der Frage nachgegangen, wie sich Lernen in Unterrichtsbesprechungen genau zeigt und woran es erkannt werden kann. Andererseits wird dargestellt, ob ein Zusammenhang zwischen dem Lernen der Lehramtsstudierenden und dem Unterstützungsverhalten der Praxislehrpersonen besteht. Aufgrund der Ergebnisse wird sodann aufgezeigt, welche Implikationen sich für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen ergeben.

 

 

Workshops und Foren 1, Vormittag

1 Prof. Dr. Ulrich Maneval: Runder Tisch für gymnasiale Ausbildungslehrkräfte

Dr. Ulrich Maneval (Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasium) Freiburg):

Runder Tisch für gymnasiale Ausbildungslehrkräfte
Erfahrungsaustausch zu der Betreuung des bisherigen Praxissemesters (GymPO I) und des neuen Orientierungspraktikums

2 Dr. Jutta Nikel: Neue Portfolioaufgaben im ISP im B.A. Lehramt Primarstufe PO 2015

Dr. Jutta Nikel (Pädagogische Hochschule Freiburg, Zentrum für Schulpraktische Studien):

Neue Portfolioaufgaben im ISP im B.A. Lehramt Primarstufe PO 2015

Im Forum werden die neuen Portfolioaufgaben im Integrierten Semesterpraktikum der PH Freiburg im B.A. Lehramt Primarstufe PO2015 erläutert und diskutiert. Ab dem ISP im Wintersemester 17/18 werden diese von Studierenden bearbeitet und kooperativ on AusbildungsberaterInnen und Dozierenden der Bildungswissenschaften begleitet.

Die Veranstaltung richtet sich an AusbildungsberaterInnen und Ausbildungslehrkräfteder Primarstufe und der Sekundarstufe.

3 Prof. Dr. Lars Holzäpfel: ISP-Begleitung gemeinsam gestalten

Prof. Dr. Lars Holzäpfel (Pädagogische Hochschule Freiburg):

ISP-Begleitung gemeinsam gestalten
Diskursiver Austausch der Ausbildungsberater*innen und der Dozierenden der ISP-Begleitung

4 Prof. Dr. Sebastian Jünger und Dr. Michael Ruloff: Partnerschulen für Professionsentwicklung im Bildungsraum Nordwestschweiz

Sebastian Jünger und Dr. Michael Ruloff (Team Professionsentwicklung Sek II) (PH Nordwestschweiz):

Partnerschulen für Professionsentwicklung im Bildungsraum Nordwestschweiz: Konzeptionelle Grundlagen, institutionelle Konsequenzen und Best Practices einer einphasigen Lehrer/innenbildung

Seit 2012 erprobt und entwickelt die Pädagogische Hochschule FHNW auf allen Schulstufen im Bildungsraum Nordwestschweiz erfolgreich das Konzept der Partnerschulen in der Ausbildung angehender Lehrpersonen.

Das zentrale Moment dieser Innovation besteht in der verstärkten, gleichberechtigten und systematischen Kooperation zwischen den beiden Lernorten Hochschule und Schule, vom Mikroteam bis zur Leitungsebene. Verbunden mit der neuen Form der Zusammenarbeit ist auch eine neue Rhythmisierung der Ausbildung: Studierende verbleiben erheblich länger als bisher in einem Schulhaus/Kollegium und in den Klassen. Die Erfahrbarkeit von Beziehung und Entwicklung wird so kontinuierlich und längerfristig möglich, ebenso wie die Übernahme von Verantwortung für ein breites Spektrum beruflicher Tätigkeiten neben dem konkreten Unterricht durch die angehenden Lehrpersonen.

Die Partnerschule für Professionsentwicklung ist aber mehr als nur Ausbildungspartnerschaft: Sie ist ein neuer Raum für den gemeinsamen Austausch über professionelle Entwicklung und Professionalität im Lehrberuf. Dieser neue Raum ist gekennzeichnet durch die gegenseitige Anerkennung der unterschiedlichen Handlungslogiken und -erfordernisse in Hochschule und Schule sowie durch einen gemeinsamen Anspruch und eine gemeinsame Sprache.

Im Workshop stellen wir zunächst die konzeptionellen Grundlagen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Partnerschulmodells vor und zeichnen die Implementierung und Entwicklung der Partnerschulen im Bildungsraum Nordwestschweiz nach. Nach der Diskussion einiger Spezifika der Schweizerischen Lehrer/innenbildung wollen wir entlang der Dimensionen Institution, Curriculum und Person gemeinsam erarbeiten, welche Rahmenbedingungen vor Ort eine engere Zusammenarbeit zwischen den Partnern der Lehrer/innenbildung begünstigen können.

R Amanda Kanstinger und Patrick Beuchert: Runder Tisch für MentorInnen (WHRS)

Amanda Kanstinger und Patrick Beuchert (Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (WHRS) Freiburg):

Runder Tisch für MentorInnen (WHRS)

Dialog zwischen den MentorInnen und den BereichsleiterInnen des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (WHRS) über die gemeinsame Gestaltung der ReferendarInnenausbildung.

Workshops und Foren 2, Nachmittag

5 - Fällt krankheitsbedingt aus - (Dr. phil. Katharina Müller: Meet-the-Expert)

6 Lea de Zordo: Gelingensbedingungen für Teamteaching im Praktikum

Lea de Zordo (Pädagogische Hochschule Bern):

Gelingensbedingungen für Teamteaching im Praktikum

Im aktuellen Diskurs um Schulentwicklung und Professionalisierung wird deutlich, dass Kooperation als ein wichtiger Bestandteil des Lehrberufs verstanden wird (z.B. Fussangel & Gräsel, 2011). Dies widerspiegelt sich in der Lehrerbildung unter anderem in der Gestaltung von Teampraktika, in denen die Studierenden und die Praktikumslehrpersonen in unterschiedlichen Formen zusammen arbeiten.  Damit Studierende die daraus resultierenden Lerngelegenheiten wahrnehmen können sind bei der Implementation von Teamteaching im Praktikum sowohl verschiedene Bedingungen auf der interpersonellen Beziehungsebene zu berücksichtigen, als auch individuelle Merkmale sowie strukturelle und organisatorische Faktoren mit einzubeziehen.

Im Workshop werden verschiedene Formen des Teamteaching sowohl von Studierenden untereinander als auch von Studierenden und Praktikumslehrpersonen aufgezeigt. Deren Einsatzmöglichkeiten werden diskutiert und verschiedene Bereiche von Gelingensbedingungen für Teamteaching im Praktikum thematisiert.

Fussangel, K. & Gräsel, C. (2011). Forschung zur Kooperation im Lehrerberuf. In E. Terhart, H. Bennewitz & M. Rothland (Hrsg.), Handbuch der Forschung zum Lehrerberuf (S. 667–682). Münster: Waxmann.

7 Dr. Gerd Bräuer und Georgia Gödecke: Praxisphasen im Lehramtsstudium: Stärkung reflexiver Praxis durch Portfolioarbeit

Gerd Bräuer (PH Freiburg) und Georgia Gödecke (Universität Bremen):

Praxisphasen im Lehramtsstudium: Stärkung reflexiver Praxis durch Portfolioarbeit

Nicht zuletzt durch die Verkürzung des Vorbereitungsdienstes auf 18 Monate erfahren die schulpraktischen Anteile in der ersten Phase der Lehrer*innenbildung derzeit eine Ausweitung. Die Gründe dafür erscheinen nachvollziehbar, schließlich können die Abklärung der individuellen Eignung, der Bezug zum Schulalltag sowie der Kontakt zu Schüler*innen sowie professionellen Lehrkräften doch nur durch unmittelbare Erfahrungen in der Praxis möglich gemacht werden. Bei all‘ den Vorteilen darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass sich Praxisphasen auch negativ auswirken können. Überforderung der Studierenden, ungenügende Bereitstellung bzw. Nutzung von Lernangeboten, Verfestigung unreflektierter Unterrichtsstrategien oder pauschale Reflexionen können solche Folgen sein.

Die Verankerung studienpraktischer Anteile in der Lehrer*innenbildung allein verbessert nicht zwangsläufig das Theorie-Praxis-Verhältnis, denn Praktika können nur dann einen Beitrag zur Qualitäts- und Reflexionssteigerung der Lehrer*innenbildung leisten, wenn nicht dem Zufall überlassen wird, was und wie gelernt wird. Um Studierende zu einer reflektierten, kritischen Auseinandersetzung mit den gemachten Erfahrungen in den Praxisphasen anzuregen, ist auf universitärer Seite eine sinnvolle Begleitung entscheidend. Diese sollte eng verknüpft werden mit zentralen Lerngelegenheiten, die vor allem individualisiertes Lernen, eigenverantwortliches Unterrichten und Reflektieren anregen.

Eine Möglichkeit, die Studierenden bei der Bewältigung dieser Anforderungen zu unterstützen, realisiert sich im Portfolio als Instrument reflexiver Praxis. Im Rahmen dieses Workshops sollen daher in einem ersten Schritt exemplarische Portfolioformate vorgestellt werden, die eine systematische Förderung reflexiver Praxis in den Blick nehmen. Darauf aufbauend werden die Workshopteilnehmer*innen dazu angeleitet, die eigene Lern-/Lehrpraxis zu reflektieren sowie eigene Ideen für mögliche Portfolioarbeit zu entwickeln.

Da der Workshop interaktiv angelegt ist, sollte die Teilnehmer*innenzahl auf max. 15 beschränkt bleiben.

8 Prof. Dr. Sebastian Jünger und Dr. Michael Ruloff: Ausbildung gemeinsam verantworten im hybriden Raum

Prof. Dr. Sebastian Jünger und Dr. Michael Ruloff (PH Nordwestschweiz):

Ausbildung gemeinsam verantworten im hybriden Raum: Kooperative Professionalisierung zwischen Institutionen mit Eigensinn.

Die Berufspraktischen Studien können als hybrider Raum oder „third space“ in der Lehrer/innenbildung durch ihre Formate und Veranstaltungen ein Relationieren der unterschiedlichen Wissensbereiche, Lernkulturen und Handlungslogiken innerhalb von und zwischen Hochschule und Schule ermöglichen. Relationieren soll dabei verstanden werden als ein systematisches aber ergebnisoffenes „in-Beziehung-setzen“ von konkreten (Lern)Erfahrungen und Wissensquellen, das keinem vorher festgelegten Ziel folgt, sondern als eine Art des Problematisierens im Prozess und am Fall selber die Bezüge setzt, mit denen sich eine erfolgreiche Lösung für die Beteiligten erarbeiten lässt.

Dozierende der Fachdidaktiken und der Erziehungswissenschaften begleiten beispielsweise die studentischen Immersionspraktika vorzugsweise an der Partnerschule. Sie gestalten dabei in Absprache mit den Studierenden sowie den sie betreuenden Praxislehrpersonen die Form der Begleitung in den Praktika und führen sie durch. Zusammen mit der Schulleitung und der Koordination der Praxisausbildung im Schulhaus sind zudem sogenannte „Moderierende“ als besonders qualifizierte Dozierende der Pädagogischen Hochschule  für die Ausgestaltung der Partnerschaft zwischen Schule und Hochschule verantwortlich. Zum einen wirken sie als Vermittler der Ressourcen und können flexibel im Rahmen des Jahresbudgets und in Absprache mit der/dem Koordinierenden die konkrete Ausgestaltung der Praktikumsbegleitung dem individuellen Entwicklungsstand der/des Studierenden anpassen. Als Mentor/in und Leiter/in der Reflexionsseminare gewährleisten sie durch persönliche Präsenz und inhaltliche Verantwortung eine hohe Kontinuität in Information und Rückmeldung zur professionellen Entwicklung der Studierenden.

Im Workshop stellen wir zunächst die institutionellen und curricularen Rahmenbedingungen vor, unter denen die verschiedenen beteiligten Akteure mit den angehenden Lehrpersonen arbeiten. Nach einem kurzen Einblick in die Qualifizierung und Weiterbildung von begleitenden Dozierenden und Lehrpersonen wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, welche Gelingensbedingungen für das Entstehen einer Community of Practice der Lehrerbilder/innen zu formulieren sind.

9 Benjamin Dreer: Angehende Lehrerinnen und Lehrer in Praxisphasen bedürfnisorientiert begleiten

Dr. Benjamin Dreer (Universität Erfurt):

Vom Orientierungspraktikumbis zum Vorbereitungsdienst: Angehende Lehrerinnen und Lehrer in Praxisphasen bedürfnisorientiert begleiten

Schulen sind an bedeutsamer Stelle in die Lehrerbildung eingebunden: Sie bilden die Orte der praktischen Ausbildung im Rahmen der ersten und zweiten Phase. Ausbildungsschulen und die dort tätigen Lehrkräfte übernehmen dabei große Verantwortung, denn sie können wesentlich zur Professionalisierung der Nachwuchslehrkräfte beitragen. Vorstellungen darüber, wie gute fachliche Betreuung (z.B. Feedback zu Unterrichtsversuchen) umgesetzt werden kann, existieren seit einiger Zeit. So wurden etwa vielfach Handreichungen mit Hinweisen und Protokollen für Mentoren/innen zur Unterrichtsbeobachtung erarbeitet. Zudem werden Fortbildungen angeboten, die Mentoren/innen z.B. in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Gesprächsführung weiterqualifizieren sollen.

Fundierte Konzepte, mit denen wichtige Voraussetzungen für die Begleitung von angehenden Lehrpersonen an einer Ausbildungsschule geschaffen werden sollen, standen dabei bislang weniger im Fokus. Diese bilden aber einen elementaren Ausgangspunkt dafür, dass angehende Lehrkräfte die gesamte Praxisphase selbstständig und effektiv für die eigene Ausbildung nutzen und so auch stärker von der fachlichen (Einzel-)Betreuung profitieren können.
Kern eines grundlegenden Begleitkonzepts – wie es im Workshop vorgestellt werden soll – ist, sicherzustellen, dass angehende Lehrpersonen wesentliche psychologische Bedürfnisse im Verlauf einer Praxisphase erfüllen können. Dazu können ein generelleres Verständnis sowie möglichst konkrete Unterstützungsangebote seitens der Ausbildungsschule hilfreich sein.

Der Workshop gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil wird nach einem Überblick über den Forschungsstand ein Konzept zur bedürfnisorientierten Begleitung von angehenden Lehrerinnen und Lehrern vorgestellt. Teilnehmer/innen erfahren, worauf bei der Begleitung angehender Lehrkräfte unter diesem Blickwinkel zu achten ist.

Im zweiten Teil werden ausgewählte Materialien und Impulse präsentiert, die auf dieser Grundlage für die tägliche Arbeit mit Nachwuchslehrkräften konzipiert und bereits von erfahrenen Lehrpersonen durchgesehen wurden. Die Teilnehmenden sollen außerdem dazu angeregt werden, eigene Ideen für die bedürfnisorientierte Begleitung zu entwickeln.

Der Workshop richtet sich an alle mit der praktischen Ausbildung von Lehrkräften befassten Personen der ersten und zweiten Phase.

10 Dr. Patrick Blumschein: Klassenführung als Thema der Beratung in den Praxisphasen

Dr. Patrick Blumschein (Pädagogische Hochschule Freiburg):

Klassenführung als Thema der Beratung in den Praxisphasen

Klassenführung ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für schulisches Lernen. Im Workshop wird praxisorientiert gezeigt, wie das Thema in der Praxisphasenbetreuung gemeinsam mit den Studierenden und ReferendarInnen umgesetzt werden kann.

11 Sabine Peucker: Von Spuren und Mustern - Diagnostik im Klassenzimmer

Dipl. Psych. Dipl. Päd. Sabine Peucker (Institut für Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg):

Von Spuren und Mustern - Diagnostik im Klassenzimmer

- entfällt - (MQ Arbeitskreis MentorInnenqualifikation)

Arbeitskreis MentorInnenqualifikation

Wie können wir die MentorInnenqualifikation unabhängig von den Phasen gemeinsam gestalten, um notwendige Kompetenzen gezielt zu fördern?

Moderierter Dialog zwischen den Institutionen, die betreuende Lehrkräfte qualifizieren. Angesprochen sind hierbei primär die Hochschulen, die Staatlichen Seminare und Fortbildner.

Termin:Fr, 22.09.2017, 09:15 - 17:30 Uhr, Anmeldung ab 08:00 Uhr
Ort:PH Freiburg, KG 5 und weitere Räume
Adressat*innen:Lehrkräfte (aller Schularten; insbesondere mit Betreuungsauftrag von Studierenden und Referendar*innen), Dozierende (aller Hochschulen), Lehramtsstudierende, (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen, Mitarbeiter*innen der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (aller Schularten), der Schulämter und des Regierungspräsidiums Freiburg
Schularten:alle
Teilnahmebeitrag:kostenfrei
Leitung:Ulrike Dreher, Dr. Martina von Gehlen
Kontakt:ulrike.dreher(atnospam)ph-freiburg.de
Veranstaltet von:

Praxiskolleg in Kooperation mit der Fort- und Weiterbildung im Freiburg Advanced Center of Education (FACE)

 

Freiburg Advanced Center of Education (FACE) - ein Kooperationsnetzwerk der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg www.face-freiburg.de

Das Projekt „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung” wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Anmeldung:Die Anmeldung ist abgeschlossen. Kurzentschlossene (Insbesondere Personen mit Funktionsstelle: Ausbildungsberater*in, Ausbildungslehrkraft, Mentor*in o.ä.), können sich am Tagungstag zwischen 8:00 und 9:00 Uhr im Tagungsbüro KG 5, Haupteingang, anmelden.
LFB-online: Lehrgangsnummer 88183094. Zur Abrechnung von Reisekosten bitte vor der Veranstaltung ZUSÄTZLICH auf LFB-online anmelden.
Anmeldeschluss: 

Fr, 15.09.2017