Ziele und Struktur des Seminars

Die Studierenden sollen erkennen, dass ein fundiertes theoretisches Wissen eine gute Grundlage für die Bewältigung ihrer (auch der erwarteten) Probleme darstellt. Zwar gewährleistet nur ein authentisches Problembewusstsein die notwendige forschende Lernhaltung, die eine persönliche Weiterentwicklung möglich macht. Aber es ist wichtig, dass die StudentInnen selbst erfahren, dass für sie neben den persönlichen Kompetenzen ein theoretisches, erweiterungsfähiges Grundwissen unerlässlich ist. Diese Haltung sollten sie selbst entwickeln.

 Daraus ergeben sich folgende konkrete Ziele der Veranstaltung:

a.    Erkennen, Wahrnehmen und Definieren von Unterrichtsstörungen

b.    Theoretische Grundlegung

c.    Verbinden eigener Erfahrungen mit theoretischen Erklärungsmodellen

d.    Handlungs- und praxisorientierte Professionalität im Umgang mit Unterrichtsstörungen

e.    Stärkung eigener personaler Kompetenzen:

·         Kommunikationsfähigkeit

·         Reflexionsfähigkeit

·         Konfliktfähigkeit

·         Wahrnehmungs- und Empathie-Fähigkeit

·         Umgang mit Distanz und Nähe

...und folgende Arbeitsvoraussetzungen/ -bedingungen:

a.  Offene Lernatmosphäre

b.  Vertrauensgrundlage

c.   Kommunikation anregen

d.  Handlungsorientiertes  Arbeiten

e.  Wechselnde Sozialformen

f.    Methodenwechsel

g.  Ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis

 

Die Seminarstruktur wird einerseits klar vorgegeben, um den Studierenden

Orientierungshilfen und Möglichkeiten zu gezielter Vorbereitung zu geben. Trotzdem muss Gestaltungsspielraum vorhanden sein. Zu Beginn des Seminars werden die Themen als Rahmenprogramm vorgestellt (siehe Anlage 4) und besprochen. Sollten die Studierenden Ergänzungswünsche haben, können sie ihre eigenen Interessen, Themenschwerpunkte, Erwartungen und Anregungen einbringen. Sie werden zu Beginn untereinander und mit der Seminarleitung kommuniziert und können das Seminarprogramm verändern. Aber auch auf aktuelle Ereignisse, die zum Themenbereich gehören (z.B. Amoklauf in Winnenden), muss zwingend flexibel eingegangen werden. Sie bieten die Möglichkeit der direkten Anwendung des Erarbeiteten.

Im Seminar wird in wechselnden Sozialformen gearbeitet: Großgruppen-,  Gruppen-, Partnerarbeit. Bestimmte Inhalte werden über Kooperations- und Kommunikationsübungen vermittelt. Diese dienen auch der Herstellung einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre und als Ausgangspunkt für die Arbeit in den erwähnten Sozialformen.