Lehrpreis 2018/19

Digitalisierung und Öffnung der Lehre zu empirischen Forschungsmethoden: Das Informationsportal zu empirischen Forschungsmethoden

Kurzbeschreibung des Projektes:

Das online frei zugängliche Informationsportal zu empirischen Forschungsmethoden ist eine thematisch gegliederte und multimodal aufbereitete Informationsplattform, die den Einstieg im Bereich wissenschaftlicher Forschung und die forschungsmethodische Professionalisierung unterstützt. Die Digitalisierung von Lehrangeboten stellt sowohl im Rahmen der „Strategie 2017-2021“ der Pädagogischen Hochschule Freiburg als auch auf nationaler und internationaler Ebene (BMBF) ein wichtiges Entwicklungsziel dar. Hochschulen stehen vor der Herausforderung, Strategien und Methoden zur Realisierung digitalen Lehrens und Lernens zu entwickeln und digitale Lernangebote zu entwickeln. Das Informationsportal zu empirischen Forschungsmethoden bietet hierfür einen prototypischen Ansatz, da es – gemeinsam mit dem QUASUS-Portal (www.ph-freiburg.de/quasus) – Ausbildungsinhalte transparent dokumentiert und ein Scharnier der Forschungsmethodenausbildung zu allen Anwendungsbereichen in Lehre und Forschung bildet.
Zu 33 Themenbereichen werden die Beiträge anhand der folgenden vier Kategorien strukturiert präsentiert:
1.    Video-Tutorials: YouTube wird inzwischen von engagierten Dozentinnen und Dozenten diverser Hochschulen, aber auch von Studierenden als Plattform genutzt, um kleine didaktische Einstiege zu präsentieren. Die meist kurzen Videos (ca. 5 - 15 Min.) erklären im Sinne eines Tutorials mit Hilfe von Animationen oder Präsentationsfolien die Grundlagen des Themenbereichs bzw. dessen Kernmerkmale, zentrale Begriffe und wesentliche Konzepte. Es wurden besonders ansprechende und empfehlenswerte Beiträge zusammengestellt, die sich sowohl für das Selbststudium als auch für den ergänzenden Einsatz in Lehrveranstaltungen eignen.
2.    Online-Lernangebote und -ressourcen: In dieser Kategorie finden sich insbesondere Internetmaterialien, die ein Thema gezielt didaktisch aufbereiten (z. B. Lernmaterialien der Pädagogischen Hochschule Freiburg und anderer Hochschulen) oder die Datenanalyse unterstützen wie z. B. Online-Rechner zu statistischen Maßzahlen.
3.    Fachliteratur: Hier werden in der Regel drei bis fünf „Standardwerke“ aufgelistet, die sich in der Lehre bewährt haben und sowohl einen Einstieg in Grundlagen als auch eine Vertiefung von weiterführenden Fragen zum jeweiligen Thema ermöglichen.
4.    Anwendung in Datenanalysesoftware: Für die behandelten Inhalte wird gezeigt, wie die Datenaufbereitung und -analyse computergestützt erfolgen kann. Für quantitative Analysemethoden wird hier die Analyse v.a. mittels SPSS themenspezifisch eingeführt. Für qualitative Verfahren wird insbesondere auf die Anwendungsoptionen der Software MAXQDA verwiesen und daher eine umfassende Einführung in die qualitative Datenanalyse mittels MAQDA gegeben (Themenbereich 30).

Das Informationsportal ist so konzipiert, dass die Lehrinhalte flexibel an die Bedürfnisse der Nutzenden gemäß ihrer Vorkenntnisse und Vorerfahrungen angepasst werden können und internetbasierte Angebote gezielt im Rahmen eines didaktisch strukturierten Rahmens individuell genutzt werden können.

Zum Informationsportal geht es hier.

Projektleiter

JanHenning-Kahmann Dr. Jan Henning-Kahmann
Akademischer Mitarbeiter
Arbeitsschwerpunkte: Qualitätsoffensive Lehrerbildung
Adresse: Kunzenweg 21, 79117 Freiburg
KG II, -113
Tel.: (+49) (0)761 682-537
MarkusWirtz Prof. Dr. Markus Wirtz, Leiter der Abteilung für Forschungsmethoden
Studiengangsleitung BA/MA Gesundheitspädagogik; Verantwortlich für das Hochschulzertifikat 'Methoden der empirischen Bildungs- und Sozialforschung'
Arbeitsschwerpunkte: Methoden der Empirischen Bildungsforschung, Psychologische Diagnostik und Evaluation, Gesundheitspsychologie, Gesundheitspädagogik
Adresse: Kunzenweg 21; KG 7 105
Tel.: +49-761-682-350
Fax: +49-761-682-480

 

 

Urbane Transformationsprozesse in der Ewigen Stadt. Das Smartphone als Begleiter digitaler Lehr-Lernprozesse an außerschulischen Lernorten

Kurzbeschreibung des Projektes:

Die Digitalisierung durchdringt heute mehr denn je alle Lebensbereiche, durch Smartphones und Tablets sind Informationen jederzeit und überall abrufbar. Die unbestreitbaren Chancen und Möglichkeiten dieser ‚digitalen Revolution‘ stellen die schulische Lehre und damit die Ausbildung von Lehrkräften vor neue Herausforderungen. Diesen Herausforderungen adäquat und innovativ zu begegnen war Ziel des mit dem Lehrpreis der Pädagogischen Hochschule Freiburgs ausgezeichneten kooperativen Seminarprojekts. Diesem zugrunde liegt ein Konzept der Nutzung digitaler Lehr-Lern-Tools an historischen außerschulischen Lernorten, das im Rahmen des Seminars und der eingebetteten Exkursion praktisch erprobt wurde. Die beteiligten angehenden Lehrer*innen erstellten mit Hilfe einer App Stadttouren, die die urbanen Transformationsprozesse in Rom erschlossen und verarbeiteten. Den Teilnehmenden wurden zentrale Kompetenzen für ihr späteres Berufsleben vermittelt: Wissenschaftliche Erarbeitung komplexer, bildungsplanrelevanter Inhalte, deren didaktische Reduktion für die konkrete Nutzung im schulischen Kontext sowie die Verwendung von für die schulische Lehre immer wichtiger werdenden digitalen Medien. Wir verstehen das Seminarprojekt explizit als ersten Schritt für die zukünftige Entwicklung praxisnaher, standardisierter Konzepte der Hochschullehre. Der Erhalt des Lehrpreises hilft uns dabei gemeinsam mit den Studierenden die Herausforderungen der Digitalisierung an den (Hoch-)Schulen erfolgreich anzugehen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

 

Projektleiter

 Julian Happes (PH Freiburg)
 
 Adresse: KG 4, 013
 E-Mail: julian.happes(atnospam)ph-freiburg.de
 Tel.: +49 761 682-220

 

  

Julian Zimmermann (Uni Freiburg)