Beschreibung

Allgemein

Dem Musical „Lady in the Dark“ verdankte Kurt Weill 1941 seinen ersten großen Erfolg am Broadway. Das Buch schrieb der Dramatiker Moss Hart und die pfiffigen Songtexte stammen aus der Feder von Ira Gershwin. Uraufführung hatte das Musical am 23. Januar 1941 am Alvin Theatre in New York. Die deutschsprachige Erstaufführung war am 24. Mai 1951 unter dem Titel „Das verlorene Lied“, am Staatstheater in Kassel. Aufgeteilt in 2 Akte und vier als Traumsequenzen (Glamourtraum, Hochzeitstraum, Zirkustraum und Kindheitstraum) gestaltete Musicalszenen, greift das Stück die damals aktuell werdende Psychoanalyse von Siegmund Freud auf und verarbeitet sogar Erfahrungen des Autors, die er während seiner eigenen Analyse sammelte.

Handlung

Burnout nennt man es heute, wenn Körper und Geist rebellieren und undefinierbare Ängste einen ins Wanken bringen und man schlussendlich auf der Couch eines Psychoanalytikers landet. Das Thema ist keineswegs neu. Erzählt wird die Geschichte von Liza Elliott, Chefredakteurin der renommierten Modezeitschrift „Allure“. Sie steckt in einer persönlichen Krise. Unsicherheiten, Neurosen und beunruhigende Ängste bringen die erfolgreiche Geschäftsfrau gehörig ins Schwanken, sodass sie in ihrer Verzweiflung den Psychoanalytiker Dr. Brooks aufsucht. Bei ihm verarbeitet sie nun in surrealen Traumsequenzen die Abgründe ihres Unterbewusstseins. Ihre Zweifel, jemals den richtigen Mann zu finden oder ihre generelle Entscheidungsunfähigkeit werden ausführlich analysiert. Durch die strikte Trennung der Dialogszenen und der musikalischen Teile des Werks, bot sich Kurt Weill die Chance, gerade mit den Traumsequenzen miniaturhafte Operneinakter zu schaffen, um die unterschiedlichen Aspekte der Persönlichkeit Lizas zu beleuchten. Ihr Alltag gerät zunehmend außer Kontrolle, bis sich ihre Krise als Folge eines unbewältigten Kindheitstraumas entpuppt. Der Vorstoß ins Unterbewusstsein hat also Klarheit geschaffen und sogar das vergessene Lied aus Kindheitstagen wieder zum Vorschein gebracht. Befreit von ihren Neurosen wagt Liza Elliot nun einen Neubeginn der Agentur mit einem schon ziemlich überraschenden Partner.

von Eva Melanie Latini

Musical-Verlauf

Ouvertüre

1. Akt

Glamourtraum

„Oh, fabulous one“ 6 Männer, Sutton, Beekman

“Huxley” Sutton, Liza, Beekman

“One life to live” Liza, Beekman

“Girl of the Moment” Pierre, Marine, Liza, Company

 

Hochzeitstraum

“Liza, Liza” Company

“Mapleton high chorale” Company

“This is new” Randy, Liza

“The Princess of pure delight” Liza

“The woman at the altar” Charley, Liza, Randy, Company

2. Akt

Enté-Acte-Musik des Orchesters

Zirkustraum

„The greatest Show on Earth“ Zirkusdirektor

“Dance of the tumblers” Orchester

“The best years of his Life” Zirkusdirektor, Charly, Randy, Liza, Company

“Tschaikowsky” Zirkusdirektor

“The saga of Jenny” Liza, Company

 

Kindheitstraum

“My ship” Liza

 

Ausgangsmusik Orchester

 

Hochschulorchester

 

Leitung: Prof. Dr. Georg Brunner

Das Orchester der Pädagogischen Hochschule Freiburg setzt sich hauptsächlich aus Studierende des Faches Musik zusammen, heißt aber grundsätzlich alle Studierenden der PH und weitere Gäste willkommen. 
Jedes Semester studieren wir ein neues Programm ein, das dann in einem oder auch mehreren öffentlichen Konzerten an der PH aufgeführt wird. 
Die Proben finden generell Montag abends von 19.45 bis 21.45 Uhr statt (Ausnahmen s.u.); zum Teil werden die Programme aber auch projektweise in intensiven Probenphasen eingeübt, die Termine hängen dann im Musiktrakt aus.
Geleitet wird das Orchester von Georg Brunner, der seit dem WS 2004/05 als Professor für Musikwissenschaft/Musikpädagogik an der PH Freiburg tätig ist und als Leiter des auf historischen Instrumenten musizierenden "Arsatius Consorts" (www.arsatius-consort.de) insbesondere auch über fundierte Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der barocken Aufführungspraxis verfügt.

Prof. Dr. Georg Brunner
Institutsleiter
Adresse: M 007
Tel.: +49 761 682-357
Sprechstunde: Beratungswoche: Do 14-15 Uhr,
ab 11.4.: Di 13-14 Uhr und n. V.