Motivational-volitionale Intervention - Bewegung nach Brustkrebs (MoVo- BnB)


Projektlaufzeit

01.01.2015- 31.12.2017

Zielsetzung

Gegenstand dieses Projektes ist die Entwicklung, Implementation und Evaluation einer Intervention zur nachhaltigen Erhöhung körperlicher Aktivität von Frauen, die sich aufgrund einer Brustkrebserkrankung in stationärer Rehabilitation befinden: Motivational-volitionale Intervention – Bewegung nach Brustkrebs (MoVo-BnB).

Hintergrund

Es liegen klare Hinweise vor, dass ein nach Abschluss einer Brustkrebsbehandlung bestehender körperlich aktiver Lebensstil die Mortalität substanziell reduziert. Bekannt ist aber auch, dass Frauen während der aktiven Therapie (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) den Umfang körperlicher Aktivität sehr stark reduzieren und nach Abschluss der Therapie nicht wieder das vor der Diagnose bestehende Niveau erreichen. Ohne gezielte Intervention wird ein bewegungsarmer Lebensstil nach einer Diagnose „Brustkrebs“ weitgehend unverändert beibehalten.

Die Reha-Therapiestandards „Brustkrebs“ der Deutschen Rentenversicherung fordern, dass mindestens 75% der Rehabilitandinnen während der Rehabilitation Bewegungstherapie in einem zeitlichen Umfang von vier Stunden pro Woche erhalten. Diese Anforderungen werden in der Praxis der medizinischen Rehabilitation bereits weitgehend umgesetzt. Problematisch ist, dass es trotz der klaren positiven Effekte körperlicher Aktivität und der Einbindung von Bewegungstherapie in die Rehabilitation und trotz meist hoher Motivation bislang nur ungenügend gelingt, den während der Rehabilitation hohen Bewegungsumfang nach Abschluss der Rehabilitation längerfristig zu erhalten und somit ein gesundheitsorientiertes Bewegungsverhalten nachhaltig im Alltag zu verankern.

Methode

Die Intervention wird unter pädagogisch-didaktischer, psychologischer und bewegungstherapeutischer Evidenz entwickelt und durch ein multidisziplinäres Team von Physiotherapeut(inn)en, Sporttherapeut(inn)en und Psycholog(inn)en während der Rehabilitation angewendet. Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Intervention werden in einer prospektiven kontrollierten längsschnittlichen bi-zentrischen Studie auf der Ebene der Rehabilitandinnen evaluiert (12-Monats Follow-Up).  

Projektleitung

Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Eva Maria Bitzer, MPH.

Kooperation

Katholische Hochschule Freiburg, Prof. Dr. Wiebke Göhner-Barkemeyer
Kooperierende Einrichtungen sind das Reha-Zentrum Utersum auf Föhr sowie das Rehabilitationszentrum Todtmoos Klinik Wehrawald

Projektbeteilligte

Leonie Ralf, Fachbereich Public Health & Health Education (leonie.ralf(atnospam)ph-freiburg.de)

Ehemalige Projektbeteiligte

Tobias Eckert, Hanna Schwendemann, Janine Feicke, Heidrum Weiss, Rebecca Rolf und Sandra Schütter