Seit 29. März 2006 gilt der Partnerschaftsvertrag zwischen der Pädagogischen Hochschule Aichi (Japan) und der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Ab diesem Tag rücken Japan und Deutschland ein Stück enger zusammen und die 20-jährige Kooperation zwischen den beiden Hochschulen hat einen offiziellen Rahmen erhalten.

Mit dieser ersten Partnerschaft für die Pädagogische Hochschule Freiburg mit einer japanischen Hochschule unterstützt die Pädagogische Hochschule Freiburg nicht nur den internationalen Austausch zu Fragen von Bildung und Erziehung, sondern auch das Verständnis für unterschiedliche Kulturen. Rektor Wolfgang Schwark und Präsident Ken-ichi Tahara betonen die Wichtigkeit dieses Vertrags für eine internationale Lehrerbildung und die gemeinsamen Programme zur internationalen Bildung und Forschung. Kulturelle und pädagogische Aktivitäten an beiden Hochschulen sollen die Freundschaft zwischen beiden Ländern stärken. Auch die ca. 9500 km Entfernung werden dadurch – zumindest symbolisch – verringert.

Internationale Vergleichsuntersuchungen (PISA, TIMMS) haben beträchtliche Unterschiede in den Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Deutschland und Japan festgestellt. Eine Situation, die für die Kooperation in den Bereichen Unterrichtsforschung (lesson study), Didaktik und Lehrerbildung besonders interessant ist. Im Austausch von Studierenden, Dozent/inn/en, Publikationen und in gemeinsamen Projekten soll der Frage nach unterschiedlichen Unterrichtskulturen nachgegangen werden.

Der Vertrag über die Zusammenarbeit zwischen den beiden Hochschulen regelt den Studierendenaustausch, den Austausch von Lehrkräften, Forschern und Forscherinnen aber auch Verwaltungsmitarbeitern  und -mitarbeiterinnen. Präsident Tahara betont sehr nachdrücklich den Wunsch, sich auf allen Eben auszutauschen und so umfassend voneinander zu lernen. Ein erster japanischer Austauschstudent, der als Gaststudent der Pädagogischen Hochschule Freiburg ein Jahr hier verbringen wird, ist bereits eingetroffen.