THE INTERNATIONAL CENTRE FOR STEM EDUCATION (ICSE) - INTERNATIONALES ZENTRUM FÜR MINT-BILDUNG

Seit zehn Jahren pflegt die PH Freiburg zahlreiche erfolgreiche internationale Kooperationen im MINT-Bereich. Dadurch hat sie sich als bedeutendes Forschungszentrum und Verbreiter von innovativen Unterrichtspraxen in der MINT- (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Bildung etabliert. Mit der Eröffnung des International Centre for STEM Education (ICSE, STEM: Science, Technology, Engineering and Mathematics) wurde im Jahr 2017 ein weiterer Meilenstein für diese Arbeit gesetzt. Im Fokus der Aktivitäten steht die Verbindung der Forschung zur MINT-Bildung in Europa und deren Transfer in die Praxis. Kooperationen mit den Hauptakteuren im Bereich der MINT-Bildung ist der Schlüssel zu einer Veränderung des MINT-Unterrichts. ICSE wird daher seine Kooperationen vor Ort weiter ausbauen und Aktivitäten gemeinsam mit Kooperationspartnern durchführen. Sie haben als LehrerIn, AusbildnerIn, IndustrievertreterIn oder Verantwortliche/r für MINT-Bildung Interesse an einer Kooperation? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf (icse(atnospam)ph-freiburg.de)!

Die Grundidee von ICSE besteht darin, die zahlreichen, erfolgreichen Aktivitäten unserer Einrichtung in diesem Bereich zusammenzufassen und weiter zu entwickeln sowie europäische Hauptakteure aus Forschung, Bildungspolitik und -praxis im MINT-Bereich nachhaltig miteinander zu vernetzen. Parallel zur Errichtung von ICSE an der Pädagogischen Hochschule Freiburg wird daher ein ICSE Konsortium gegründet, das führende Einrichtungen aus ganz Europa umfasst. Das ICSE Konsortium, dessen Einrichtungen alle einen Fokus auf Forschung im MINT Bereich sowie ihren Transfer in die Praxis haben, dient dazu die weitere Zusammenarbeit und Vernetzung zu stärken - zum Beispiel durch gemeinsame Forschungsprojekte, Newsletter, Austausch von Mitarbeitern und Studenten sowie anderen Aktivitäten.

Am 18. Januar 2018 fand an der Pädagogischen Hochschule Freiburg die offizielle Eröffnungsfeier von ICSE und des internationalen ICSE Hochschulkonsortiums statt. In den kurzen, inspirierenden Vorträgen von Herrn Prof. Dr. Druwe, Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg, em. Prof. Dr. Michèle Artigue, Université Paris Diderot, und Prof. Dr. Katja Maaß, Direktorin des ICSE, folgte eine Podiumsdiskussion über die Herausforderung des MINT Unterrichts in der alle Schlüsselakteure aus dem Bereich MINT-Bildung vertreten waren. Es diskutierten Susanne Conze (Europäische Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur, Stellvertretende Leiterin Abt. B2), Peter Balyta (President, Education Technology, and Vice President, Citizenship and Academic Engagement, Texas Instruments), Wolfgang Bay (Leiter Forschung & Entwicklung, Sick AG), Michiel Doorman (Universität Utrecht), Marc Durando (Direktor, European Schoolnet) und Anika Weihberger (Lehrerin am Rotteck-Gymnasium). Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurden Entwürfe für modernen Unterricht von den unterschiedlichsten Stakeholdern präsentiert: Neben der Industrie mit der Sick AG und TI war auch das Netzwerk SchuleWirtschaft sowie das Projekt Scientix vertreten. Außerdem war die Unterrichtspraxis durch die Walter-Rathenau-Gewerbeschule und den mit dem deutschen Lehrerpreis ausgezeichneten Lehrer Dr. Patrick Bronner vertreten. Abgerundet wurde die Eröffnungsfeier durch eine Rede von Volker Schebesta, Staatssekretär vom Landesministerium für Kultus, Jugend und Sport. Einen ausführlichen Bericht zur Eröffnungsfeier finden Sie in unserem zweiten Newsletter.

Unser Fokus

Das Hauptziel von ICSE besteht darin, zu einer Entwicklung des MINT-Unterrichts in Europa beizutragen, der allen SchülerInnen (unabhängig von ihrem Geschlecht, kulturellem oder sozio-ökonomischen Hintergrund) authentische Einblicke in die MINT-Fächer und ihre Realitätsbezüge gibt, das Leistungsniveau der SchülerInnen in den MINT-Fächern steigert, ihnen eine mathematisch-naturwissenschaftliche Grundbildung vermittelt und ihr Interesse an Berufen im MINT-Bereich fördert.

Im Rahmen des oben dargestellten Fokus in der MINT-Bildung wollen wir zum Beispiel folgende Aspekte erforschen:

  • die Effekte von Unterrichtsansätzen (z. B. Forschendes Lernen, interdisziplinäre Ansätze) auf SchülerInnen
  • die Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung von Lehrerfortbildungskonzepten
  • Erforschung verschiedener Konzepte zum „Scaling-up“ von Lehrerfortbildungen, d.h. Konzepten zum Ausbringen von Fortbildungen auf breiter Ebene
  • Entwicklung, Praxistest und Optimierung von Unterrichts- und Fortbildungsmaterialien im Rahmen von "design research"

     

ICSE Aktivitäten vor Ort (Freiburg, Baden-Württemberg, Deutschland)

Wie in ganz Europa so begegnen wir auch in Deutschland im Rahmen der MINT-Bildung immer neuen Herausforderungen. Diesen können wir entgegentreten, indem wir neue Konzepte für die MINT-Bildung entwickeln. Die neuesten PISA Ergebnisse zeigen zum Beispiel, dass die SchülerInnen die große Bedeutung der MINT-Fächer für ihr späteres Leben und ihren beruflichen Werdegang nicht sehen – trotz der Omnipräsenz, die Naturwissenschaften und Technik in unserem täglichen Leben bereits haben.

Unsere regionalen Aktivitäten zielen daher darauf ab, einen MINT-Unterricht zu fördern, der allen Schülerinnen und Schülern (einschließlich solchen mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Haushalten) eine substantielle mathematisch-naturwissenschaftliche Grundbildung vermittelt und ihnen die Relevanz von MINT-Fächern für die Realität und ihre berufliche Zukunft aufzeigt.

Wir bieten daher folgende Programme an:

Lehrerfortbildungen

Wir bieten vielfältige Fortbildungen an, die aktuelle Themen und Bildungspläne aufgreifen, zum Beispiel Forschendes Lernen, Anbindungen an die Realität, Bezüge zur Berufswelt, interdisziplinären Unterricht, (kulturelle) Diversität im Klassenraum. Für gewöhnlich veranstalten wir nicht einzelne Fortbildungstage, sondern Fortbildungsreihen, bei denen zwischen den einzelnen Fortbildungstagen Zeit für die Erprobung im Unterricht bleibt, so dass an einem Fortbildungsfolgetag etwaige Schwierigkeiten reflektiert werden können.

  • Ab Herbst 2017 startet, unter Bezug auf den Leitgedanken "Berufsbezug" in den aktuellen Bildungsplänen, unser neues Zertifkatsprogramm "MINT im berufsweltlichen Kontext". LehrerInnen können in unserem innovativen und leicht mit dem Schulalltag zu kombinierendem Programm aus verschiedenen Modulen (von Fortbildungseinheiten über Firmenbesuche bis hin zum Austausch mit LehrerInnen aus anderen Ländern) wählen und das für sie passende Programm zusammenstellen. Weitere Informationen
  • Abrufveranstaltungen jederzeit (Fortbildungen für LehrerInnen und MultiplikatorInnen) bieten wir vor allem zum Forschenden Lernen in Verknüpfung mit verschiedenen Schwerpunkten wie Differenzierung, Realitätsanbindungen und Berufsweltkontexte sowie Interdisziplinarität.
  • Ab Anfang 2018 startet außerdem eine neue Fortbildungsreihe mit Schwerpunkt auf die Verknüpfung von MINT-Bildung mit dem Lernen von fundamentalen Werten und in multikulturellen Settings.

Um über aktuelle Fortbildungsangebote informiert zu werden, registrieren Sie sich für unseren Newsletter. Sollten Sie als Schule oder Ausbildungsstätte spezifische Fortbildungsbedarfe haben, so nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!

Kooperationen mit regionalen Firmen

Wir bieten Firmenbesuche an, um Lehrenden Einblick in die Anwendung von MINT-Fächern im beruflichen Alltag zu geben. Darüber hinaus organisieren wir Fortbildungen in Kooperation mit Betrieben.

MEET AND MINT - Online Konferenzen zwischen Klassen aus verschiedenen Ländern

Interkulturelles Lernen sowie der innereuropäische Austausch bekommt einen immer höheren Stellenwert. Daher bieten wir die Organisation von Online-Konferenzen zwischen Klassen aus verschiedenen Ländern an. Beide Klassen arbeiten zuvor an derselben Fragestellung in ihrem lokalen Kontext und tauschen sich dann per Skype über ihre Vorgehensweisen aus. Wie hoch ist zum Beispiel der Stromverbrauch in einem Vier-Personen-Haushalt? Ist er in Norwegen anders als in Deutschland? Und warum? Beim Austausch lernen die SchülerInnen sowohl etwas über unterschiedlichen Lebensweisen als auch über unterschiedliche Lösungswege. Ein bereichernder Austausch, der Europa näher zusammenrücken lässt.

Online-Plattform mit Unterrichts- und Fortbildungsmaterialien

Materialien gibt es viele, doch sind sie im ständig weiter wachsenden Internet kaum mehr zu finden. Daher ist es ein Ziel von ICSE, eine Online-Plattform zu entwickeln, auf der hochwertige Materialien, die in den letzten 10 Jahren im Rahmen von Projekten entwickelt wurden, schnell und gut zu finden sind. Diese Sammlung wird Materialien für alle Schularten und alle Altersklassen umfassen. Alle Materialien wurden in Kooperation mit LehrerInnen gestaltet und von diesen in der Schulpraxis getestet.

Bereits jetzt können Sie auf unsere Materialien für den Einsatz im Unterricht in Deutschland zugreifen: besuchen Sie für Materialien zum Forschenden Lernen mit Realitätsbezügen und Berufsweltkontext zum Beispiel unsere Websites: PRIMAS (Forschendes Lernen, Realitätsbezüge), mascil (Forschendes Lernen, Berufsweltkontext).

Das MINT-Problem des Quartals

Wenn Schülerinnen und Schüler lernen sollen, selbständig zu forschen, benötigen sie Gelegenheit dazu, am besten auch unabhängig vom Unterricht. Ab dem Schuljahr 2017/2018 wird daher von ICSE vierteljährlich ein MINT-Problem für die Sekundarstufe I erscheinen, an dem die SchülerInnen selbstständig zu Hause forschen können. Wünschenswert ist hierbei dass die Schulen einen schulinternen Wettbewerb wie beim Mathematikunterstufenwettbewerb „Problem des Monats“ ausschreiben. Das MINT-Problem des Quartals setzt den Auftrag des Monats fort, der im Rahmen des Projektes mascil ausgebracht wurde und auf viel positive Resonanz stieß. Das akutelle MINT-Problem des Quartals finden Sie hier

Kooperation mit Partnern vor Ort

Kooperationen mit den Hauptakteuren im Bereich der MINT-Bildung ist der Schlüssel zu einer Veränderung des MINT-Unterrichts. ICSE wird daher seine Kooperationen vor Ort weiter ausbauen und Aktivitäten gemeinsam mit Kooperationspartnern durchführen. Sie haben als LehrerIn, AusbildnerIn, IndustrievertreterIn oder Verantwortliche/r für MINT-Bildung Interesse an einer Kooperation? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Aktuelle internationale Projekte

In europäischen Projekten arbeiten wir an der Entwicklung und weiteren Verbreitung von innovativen Unterrichtsansätzen in der MINT-Bildung. Aktuell arbeiten wir an drei internationalen Projekten (MaSDiV, STEM PD Net, IncluSMe) zum Forschenden Lernen, unter anderem mit einem Fokus auf die Verbindung von interkulturellem Lernen mit dem MINT-Unterricht und auf die europaweite Zusammenarbeit von Fortbildungszentren. Alle unsere Materialien aus aktuellen und früheren Projekten (z.B. PRIMAS, mascil, COMPASS, LEMA) sind kostenlos zugänglich. Eine Zusammenstellung unserer Projekte in englischer Sprache finden Sie hier.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf (Team und Newsletter)

 

Das ICSE-Team, unter der Leitung von Prof. Dr. Katja Maaß (Website), Professorin für Mathematikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, erreichen Sie unter der allgemeinen Kontaktadresse: icse[atnospam]ph-freiburg.de.

 

Unser Team 

Prof. Dr. Katja Maaß, ICSE Direktorin

Programm Managers

Elisabeth Ahner-Tudball, MA, ICSE Programm-Manager (Project MaSDiV), Centre Lead Assistant

Elena Schäfer, MA, ICSE Programm-Managerin (Projects STEM PD Net and IncluSMe)

Administraton and Event Managers

Barbara Becker, Finance and Administration Manager

Assiyeah Joers, Public Relations Specialist and Event Manager

Specialists

Katharina Flößer, ICSE Programm-Specialist STEM-subjects, teacher, teacher educator

Anika Weihberger,  ICSE Programm-Specialist STEM-subjects, teacher, teacher educator

 

Unser deutschsprachiger Newsletter

ICSE veröffentlicht einen deutschen Newsletter, um interessierte LehrerInnen, SchulleiterInnen, Lehreraus- und -fortbildnerInnen und weitere Bildungsverantwortliche über unsere Angebote und geplante Veranstaltungen zu informieren. Um sich für den Newsletter zu registrieren Sie sich bitte hier.