Erfahrungsberichte

"Der integrierte Studiengang war für mich die beste Lösung, da ich nach dem Abitur noch nicht wusste, in welchem Land ich unterrichten wollte. Ich fühle mich gut auf meinen zukünftigen Beruf vorbereitet. In Deutschland hatten wir viele Möglichkeiten den Schulalltag zu beobachten, beispielsweise durch das ISP. Das deutsche Schulsystem gefällt mir sehr, aber ich bin auch froh über die Möglichkeit mein eigenes Schulsystem in Frankreich zu beobachten. Mit dem integrierten Studiengang werde ich später die Chance haben die positiven Aspekte der beiden Länder und ihrer Sprache in meinen Klassen zu benutzen."

(Cassandra Conreur am Ende der ersten Phase)


 

"Meine Motivation: Ich habe meine Heimatstadt in der Champagne verlassen, um in Mulhouse zu studieren. Die Möglichkeit in Deutschland zu studieren und danach die Wahl zu haben, in welchem Land man arbeiten möchte, war sehr verlockend. Außerdem bietet der ITS viel mehr Praktika, als das Lehramtsstudium in Frankreich. Das Beste aller bisher gemachten Praktika war das Integrierte Semesterpraktikum, wo ich selbst vor Schülern unterrichtet habe und in vielen Unterrichtsstunden meine Muttersprache Schülern vermittelt habe.
Im Ausland studieren: Das Jahr in Freiburg fand ich ziemlich stressig, aber man wird sehr gut begleitet! Es ist das erste Jahr, in dem die französische Gruppe mit der deutschen Gruppe zusammen ist. Und obwohl wir nicht die gleichen Vorlesungen besucht haben, haben wir trotzdem versucht, uns regelmäßig zu treffen. Die größte Überraschung an der PH waren für mich die Hörsäle. So kommt es vor, dass es nur Stühle gibt. Und für mich, eine Französin, die bei jeder Vorlesung fünf Seiten mitschreibt, war es unvorstellbar, dass es keinen Tisch gibt. Aber dann ist uns klar geworden, dass die Seminare einfach anders ablaufen. Man braucht nicht alles mitzuschreiben, was der Dozent sagt (meistens kann man die PowerPoints sogar im Vorhinein herunterladen). Man sollte vor allem gut zuhören (wenn möglich teilnehmen) und viel zu Hause lesen. Aber alles ist eine Sache der Gewohnheit. Als ich dann wieder in Mulhouse war, ist es mir sehr schwer gefallen, wieder alles mitzuschreiben. Ein Seminar von zwei ganzen Stunden war mir zu lang geworden, obwohl ich Seminare von anderthalb Stunden in Deutschland sehr oft kritisiert hatte!
Die Kommilitonen:
Wir sind eine ziemlich kleine Gruppe (12 Studierende) und verstehen uns sehr gut. Die Deutschen haben den Franzosen in Freiburg geholfen und wir helfen den Anderen in Mulhouse. Wir stehen uns sehr nahe und machen viel zusammen auch viel außerhalb der Uni (Sport, Shoppen, Ferien...). Wir tauschen uns oft über interkulturelle Unterschiede zwischen unseren beiden Ländern aus (z.B. Noten, Uhrzeiten, Feste wie Weihnachten oder Ostern...). Das führt manchmal zu heftigen Diskussionen, weil wir oft auch nicht einverstanden sind, wie es in unserem Heimatsland läuft. Isst man in Frankreich um 19, 20 oder 21 Uhr? Sagt man "crayon de mine" oder "crayon gris" oder "crayon de papier"?
Im ITS Studieren? Auf jeden Fall!! Mehr kann man dazu nicht sagen, kommt und erlebt es selbst!"

(Elodie Robert am Ende des dritten Studienjahres)

Clémence Goepp, 4. Studienjahr

 

"Warum ich mich für diesen Studiengang entschieden habe? Mein Traum war es immer, Lehrerin zu werden und da ich seit dem Kindergarten elsässische bilinguale Klassen besucht hatte, wollte ich mit der deutschen Sprache weitermachen! Mir war damals noch nicht bewusst, wie viel mir dieser Studiengang nützen würde. So hatte ich beispielsweise während meines ersten Studienjahrs in Deutschland die Möglichkeit, sechs Monate lang durch die Hospitation an einer deutschen Schule den Alltag eines Lehrers mitzuerleben. Das war wie ein Sprung ins kalte Wasser, aber ich hatte noch nie so viel gelernt, wie in diesen sechs Monaten meines Praktikums! Dank dieser Erfahrungen werde ich später als Lehrerin einen interkulturellen Blickwinkel auf die verschiedensten Möglichkeiten des Unterrichtens haben.
Ob ich den integrierten Studiengang wieder studieren würde? Obwohl das eine schwierige und persönliche Frage ist, würde ich sie dennoch mit „Ja“ beantworten: Ich hatte Momente, in denen ich gezweifelt habe. Momente, in denen ich Berge von Arbeit vor mir sah und es mir unmöglich erschien, diese zu meistern. Trotz dieser Zweifel habe ich jedoch entschieden, mich weiter zu bemühen, weil der integrierte Studiengang eine große interkulturelle Bereicherung mit sich bringt: Man kann von beiden Schulsystemen das Beste übernehmen, mit der Hoffnung, später den Schülern einen idealen Unterricht bieten zu können. Zudem wurde eine Absichtserklärung zwischen Frankreich und Deutschland unterzeichnet, die uns erlaubt, bei der Auswahl unseres Arbeitsortes flexibler zu sein. Das bedeutet, wir können es uns aussuchen, ob wir in Frankreich oder in Deutschland tätig sein möchten.

N’hésitez plus longtemps, lancez-vous dans cette belle aventure interculturelle !"

(Clémence Goepp am Ende der ersten Phase)


 

"Ich habe mich dazu entschieden, mich für den Studiengang zu bewerben, weil es meiner Meinung nach eine Chance ist. Der Parcours CIFTE bietet eine qualitätsvolle Ausbildung, dank der wir eine bereichernde Erfahrung machen können. Wir haben Vorlesungen, die uns ein theoretisches Wissen beibringen und jedes Jahr machen wir ein Praktikum, das uns den praktischen Teil davon zeigt.

Die Stimmung in diesem Studiengang ist sehr angenehm. Auch wenn wir jedes Jahr in einem anderen Land verbringen, habe ich mich nie alleine gefühlt. Die Personen, die für den Studiengang verantwortlich sind begleiten uns sehr gut."

(Camille Corbet am Ende des dritten Studienjahres)