Forschung - Leitbild

Das Institut für Mathematische Bildung Freiburg IMBF sieht es als eine seiner zentralen Aufgaben an, das Lehren und Lernen von Mathematik in seinen Grundlagen und Auswirkungen zu erforschen. Ziel ist es, auf der Basis der empirischer Erkenntnisse, Lehrende in der Praxis zu unterstützen, Lernumgebungen und Unterrichtskonzepte zu entwickeln und zu evaluieren.

Das IMBF ist dabei in vielfältigen Projekten zu allen Schulstufen und Schulformen regional, national und international vernetzt und wird von den in Deutschland maßgeblichen Drittmittelgebern gefödert. Dazu gehören unter anderen die DFG, das BMBF und die EU (siehe Kernprojekte).

Schwerpunkte der aktuellen Forschungstätigkeit sind:

  • die Analyse von Lernprozessen von Schülerinnen und Schülern,
  • die Analyse der Genese und Ausformung der Lehrerprofessionalität,
  • die Konstruktion und Evaluation von Lernumgebungen und
  • die Analyse und Entwicklung von Methoden zur weitreichenden Implementierung von neuen Unterrichtskonzepten.

Wesentliche Aspekte der Forschungsprojekte sind:

  • Interdisziplinarität im Forschungsansatz: Der überwiegende Anteil der aktuellen Forschungsprojekte findet in Kooperation mit der pädagogischen Psychologie sowie den Naturwissenschaften statt. Kooperationen mit den Erziehungswissenschaften, der Soziologie und der Pädagogik sind ebenso Bestandteil unseres Forschungsprofils. Eine Institutionalisierte Kooperation besteht in dem Kompetentzverbund empirische Bildungs- und Unterrichtsforschung (KeBU), in dem Forscher der Psychologie, den Erziehungswissenschaften und der Fachdidaktiken zusammengeschlossen sind.
  • Interdisziplinarität im Hinblick auf die beforschten Unterrichtsfächer: In einigen Forschungsprojekten arbeiten sowohl Didaktiker aus der Mathematik als auch Didaktiker der Naturwissenschaften. Die Forschungsprojekte ermöglichen damit eine erweiterte Sichtweise auf die Fächer und tragen der aktuellen Schulpolitik der Fächerverbünde Rechnung.
  • Internationalität: Forschungsprojekte konstituieren sich bzw. werden bereichert durch deren internationale Ausrichtung. Dabei bestehen zahlreiche, enge Verbindungen in eine Vielzahl von Staaten der EU. Die internationale Kooperation ermöglicht von anderen Ländern zu lernen und eine andere Perspektive auf die eigene Situation einzunehmen.
  • Nähe zur Unterrichtspraxis: Die Forschungsprojekte basieren stets auf der Analyse der mathematischen Schuldisziplinen vom höheren Standpunkt aus. Die Ergebnisse sollen mittelbar oder unmittelbar auf die Weiterentwicklung und Optimierung des Schulfaches Mathematik und zum Teil auch der Naturwissenschaften wirken.
  • Integration von Ergebnissen der empirischen mathematikdidaktischen Forschung in die Lehramtsausbildung: Die Ergebnisse unserer empirischen Forschungsprojekte fließen unmittelbar in Lehrveranstaltungen ein. Vielfach werden auch Studierende in den Forschungsprozess im Rahmen von Seminaren oder Wissenschaftlichen Abschlussarbeiten integriert.
  • Enge Kooperation mit Schulbehörden, Seminaren und Lehrenden in der Praxis: In den Forschungsprojekten wird in der Regel eng mit am Schulleben Beteiligten zusammengearbeitet, um die Praxisnähe zu gewährleisten.