Mathematikdidaktisches Kolloquium

Das Mathematikdidaktische Kolloquium "Dialoge zum Mathematikunterricht" des IMBF dient dem Austausch zwischen Schulpraxis und Hochschule. Es richtet sich an Lehramtsstudierende, Lehrerinnen und Lehrer und Lehrerausbilder im Raum Freiburg.

Das Kolloquium findet jeweils in KG IV 301 statt.

Programm im Sommersemester 2017

Donnerstag, 04.05.2017 – 18:00 Uhr, Raum 301, Kollegiengebäude 4

Prof. Dr. Bettina Rösken-Winter, Humboldt Universität zu Berlin

"Lehrer_innen sowie Multiplikator_innen fortbilden: Herausforderungen für Design von und Forschung zu Kursen"

Eine wichtige Stellschraube für Unterrichtsqualität sind Fortbildungen. Um möglichst umfassend Kurse zu wichtigen Themen des Mathematikunterrichts anbieten zu können, werden im Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) Multiplikator_innen darin ausgebildet, Fortbildungen zu konzipieren, die bestimmten Qualitätsmerkmalen genügen. Im Vortrag werden verschiedene Forschungsansätze zur Erfassung der Kompetenzentwicklung durch Fortbildungen (Ebene Lehrer_innen) und Qualifizierungen (Ebene Multiplikator_innen) vorgestellt, die zum einen Aussagen zur Wirkung auf das Professionswissen der teilnehmenden Lehrer_innen erlauben und zum anderen fortbildungsdidaktische und -methodische Aspekte der Kompetenzentwicklung der Multiplikator_innen erfassen.

 

Donnerstag, 01.06.2017 – 18:00 Uhr, Raum 301, Kollegiengebäude 4

Dr. Edyta Nowinska, Universität Osnabrück

"Evaluation eines Ratingsystems zur beurteilung metakognitiv-diskursiver Unterrichtsqualität"

Metastudien und Ergebnisse von Trainingsprogrammen zur Förderung metakognitiven Verhaltens belegen positive Zusammenhänge zwischen Metakognition und Lernleistung. Doch die Frage, mit welchen Wirkmechanismen metakognitive Aktivitäten in Unterrichtsgesprächen die Lernleistung beeinflussen, ist bisher zu wenig systematisch erforscht worden. Für diese Untersuchung bedarf es Beobachtungssysteme, mit denen sich Unterrichtsgespräche hinsichtlich ihres metakognitiven Gehaltes analysieren und reliabel beurteilen lassen. Ein solches Beobachtungssystem (Ratingsystem) wurde im Rahmen eines von der DFG geförderten Forschungsprojektes entwickelt. Im Vortrag werden Ergebnisse aus der Evaluation des Ratingverfahrens vorgestellt. Diskutiert wird u.A. die Stabilität der metakognitiv-diskursiver Unterrichtsqualität zwischen Unterrichtsstunden in einer bestimmten Lehr-Lern-Gruppe und es werden Konsequenzen für eine Untersuchung von Zusammenhängen zwischen der metakognitiv-diskursiven Unterrichtsqualität und der Lernleistung geschildert.

 

Donnerstag, 22.06.2017 – 18:00 Uhr, Raum 301, Kollegiengebäude 4

Prof. Dr. Aiso Heinze, IPN Kiel

"Lernen aus Fehlern im Mathematikunterricht"

"Aus Fehlern wird man klug" ist ein oft zitiertes Sprichwort, das nicht selten auch Schülerinnen und Schüler von Eltern oder Lehrkräften hören. Offen bleibt dabei allerdings, wie das Lernen aus Fehlern funktioniert. Welche Modelle gibt es, die die Mechanismen des individuellen Lernens aus Fehlern beschreiben? Reicht es, dass Schülerinnen und Schüler keine Angst vor dem Fehlermachen im Mathematikunterricht haben? Welche Faktoren haben sich unter welchen Bedingungen als lernförderlich herausgestellt, wenn Fehler im Kontext des Mathematikunterrichts auftreten? Diese und andere Fragen sollen in Form eines Überblicksvortrags diskutiert werden.

 

 

Programm im Wintersemester 2016/2017

Donnerstag, 18.01.2017 – 18:15 Uhr, Raum 301, Kollegiengebäude 4

Prof. Dr. Wim van Dooren, Universität Leuven (Belgien)

"On the Relationship Between Mathematical Reasoning and External Representations: "It's Complicated"

 

External representations play an important role in mathematical reasoning and problem solving. After all, mathematical objects can only be accessed by means of their external representations, and specific representations may emphasize or de-emphasize specific aspects of the mathematical concept that is represented. However, the relationship between the quality of mathematical reasoning or problem solving and the representations that are used is far from straightforward.

I will illustrate the complexity of this relationship using some recent research lines at the Centre for Instructional Psychology at the University of Leuven. The overview will point at various obstacles, including students’ inability to flexibly choose between external representations of linear functions, students’ beliefs about the possible role of illustrations when solving word problems, specific misconceptions regarding how statistical graphs can be read, and the intuitive processing of salient but irrelevant features in graphs. Each case will be situated in a theoretical framework that may help to understand it.

 

 Donnerstag, 08.12.2016 – 18:00 Uhr, Raum 301, Kollegiengebäude 4 

Dr. Jutta Möhringer, Technische Universität München

TUMconnect - ein Weiterbildungsangebot für Mentorinnen und Mentoren im Schulpraktikum

Das Fortbildungskonzept verbindet zwei empirisch erforschte Ansätze insofern, als das Münchner Modell der Gesprächsführungskompetenz (Gartmeier et al., 2011) im Kontext des fachspezifisch-pädagogischen Coachings (Kreis & Staub, 2011; 2012; 2014) vermittelt und angewendet wurde.Das Konzept sieht als Kernelemente eines guten Beratungsgespräches vor, dass die inhaltliche Gestaltung durch eine ‚ko-konstruktive Lösungsfindung‘, die Verlaufsgestaltung durch eine ‚transparente Strukturierung‘ und die Kommunikation durch eine ‚wertschätzende Haltung‘ geprägt ist. Die drei Module bestehen jeweils aus einer ganztägigen Präsenzveranstaltung. Zwischen den Modulen fand jeweils eine wiederholend-vertiefende Online-Übung statt.Im Rahmen der Begleitforschung wurde untersucht, wie sich die Beratungsgespräche der Mentorinnen und Mentoren im Hinblick auf die drei Kernelemente guter Gesprächsführung „ko-konstruktive Lösungsfindung“, „transparente Strukturierung“ und „wertschätzende Haltung“ veränderten. In einem Pre-Post-Follow-Up-Design wurden Selbsteinschätzungen der Lehrkräfte zu ihren Beratungsgesprächen über eine Fragebogenbefragung sowie Fremdeinschätzungen über die Analyse von Audioaufzeichnungen der Beratungsgespräche erfasst

 

 

Programm im Wintersemester 2015/16

Donnerstag, 12.11.2015 – 18:00 Uhr

Prof. Dr. Michael Besser, Pädagogische Hochschule Freiburg

Wirkung von Lehrerfortbildungen auf die professionelle Handlungskompetenz von Lehrkräften und die Qualität von Mathematikunterricht

Vielfältige empirische Studien zeigen die besondere Bedeutung professioneller Handlungskompetenz von Lehrkräften für die Qualität von Unterricht auf. Weitestgehend unklar ist jedoch, wie professionelle Handlungskompetenz von Lehrkräften im Schuldienst gezielt aufgebaut bzw. (weiter-)entwickelt werden kann. Das DFG-Projekt Co2CA greift dieses Forschungsdesiderat auf und untersucht die Wirkung von wissenschaftlich begleiteten Lehrerfortbildungen auf die Entwicklung ausgewählter Facetten professioneller Handlungskompetenz von Lehrkräften sowie auf Unterrichtsqualität: (1) Inwieweit wirken sich Lehrerfortbildungen auf den Aufbau fachdidaktischen Wissens von Lehrkräften aus? (2) Inwieweit lassen sich durch Lehrerfortbildungen Überzeugungen von Lehrkräften zum Lehren und Lernen von Mathematik gezielt verändern? (3) Inwieweit beeinflussen Lehrerfortbildungen die Qualität von Mathematikunterricht?

 

Donnerstag, 10.12.2015

Eröffnung von FACE

 

 

Donnerstag, 14.1.2016 – 18:00 Uhr

Dr. Julia Bruns, Lars Eichen, Humboldt Universität Berlin

Situationsspezifische Kompetenzen pädagogischer Fachpersonen - Der Transfer von der Disposition zur Performanz

Empirische Studien zur systematischen Untersuchung mathematikbezogener Kompetenzen ele-mentarpädagogischer Fachpersonen beziehen sich bisher hauptsächlich auf die Dispositionsebene (Blömeke et al., 2015). Um die mathematikbezogenen Kompetenzfacetten für den Transfer von der Dispositions- auf die Performanzebene zu erfassen, braucht es ergänzende Verfahren, die auch situationsspezifische Fähigkeiten wie die Wahrnehmung und Interpretation von Situationen in den Blick nehmen (Lindmeier, 2013). In dem Vortrag werden die bestehenden Konstrukte zur Erhebung mathematikbezogener Kompetenz mit einem Fokus auf die situationsspezifischen Kompetenzen diskutiert. Am Beispiel der situationsbezogenen Kompetenzen elementarpädagogischer Fachper-sonen im Bereich Mathematik wird die Entwicklung eines videobasierten Instruments zur Erhebung vorgestellt, um damit verstärkt auch handlungsnahe professionelle Kompetenzen pädagogischer Fachpersonen erheben zu können. 

 

 

Donnerstag, 21.1.2016 – 18:00 Uhr

Dr. Andreas Obersteiner, Technische Universität München

Reaktionszeiten und Blickbewegungen beim Größenvergleich von Brüchen

Viele Schülerinnen und Schüler haben Schwierigkeiten beim Lernen von Brüchen. Ein wesentliches Problem scheint zu sein, dass ein Bruch nicht als eine (rationale) Zahl gesehen wird, sondern dass Zähler und Nenner eines Bruchs als zwei getrennte (natürliche) Zahlen betrachtet werden. Dies führt zu typischen Fehlern (z.B. 1/4 > 1/3, weil 4 > 3). Die psychologische Forschung beschäftigt sich mit der Frage, ob es überhaupt möglich ist, Brüche mental als Ganzes zu verarbeiten. Dazu werden Größenvergleichsaufgaben eingesetzt. Das dabei verwendete Aufgabenmaterial lässt aber keine allgemeinen Schlüsse zu. Im Vortrag werden zwei Studien vorgestellt, in denen mathematisch versierte Erwachsene Bruchzahlvergleichsaufgaben mit zweistelligen Komponenten lösten (z.B.: Welcher Bruch ist größer, 25/36 oder 19/24?). Dabei wurden ihre Reaktionszeiten bzw. ihre Blickbewegungen gemessen. Es zeigte sich, dass die Strategien der Probanden vom Typ der Aufgabenstellung abhingen. Demnach ist es möglich, aber nicht immer effektiv, Brüche mental als Ganzes zu verarbeiten. Implikationen für das Lernen von Brüchen werden diskutiert.

 

 

Programm im Sommersemester 2015

Montag, 8.6.2015 – 18:00 Uhr

Prof. Dr. Hedwig Gasteiger, Ludwig-Maximilians-Universität München

Strategieverwendung bei Aufgaben zum kleinen Einmaleins und unterrichtliche Herangehensweisen

Die Erarbeitung der Aufgaben des kleinen Einmaleins erfolgte lange Zeit über die eher isolierte Behandlung der Einmaleinsreihen. Seit einigen Jahren wird ein ganzheitliches Vorgehen propagiert, welches vorsieht, mit Hilfe bekannter Einmaleinssätze andere zu erschließen. Die dabei verwendeten Rechenstrategien basieren auf Zusammenhängen zwischen den verschiedenen Einmaleinssätzen. Man verspricht sich von diesem Vorgehen ein vertieftes Verständnis für die Operation und geht davon aus, dass die Kompetenz, Strategien aufgabenadäquat auszuwählen, so gefördert werden kann. In einer Interviewstudie wurde explorativ die Strategiewahl von Kindern bei verschiedenen Einmaleinssätzen untersucht. Die Analyse der Lösungsstrategien zeigt Abhängigkeiten zwischen Aufgabenstellungen und Strategiewahl ebenso wie individuumsspezifische Strategieverwendung. Im Vortrag werden darüber hinaus Ergebnisse einer Lehrerbefragung zur unterrichtlichen Vorgehensweise bei der Erarbeitung des Einmaleins vorgestellt.

 

 

Donnerstag, 2.7.2015 – 18:00 Uhr

Jun. Prof.’ Dr. Katharina Hohn, Pädagogische Hochschule Freiburg

Schülergenerierte Repräsentationen bei der Bearbeitung von Textaufgaben. Eine multi-perspektivische Betrachtung

Schülerinnen und Schüler können bei der Bearbeitung mathematischer Aufgaben und Probleme auf verschiedene Vorgehensweisen zurückgreifen. Dabei werden, auch in Anlehnung an das Konzept mathematischer Denkstile, visuelle (z.B. Skizzen, Diagramme) und analytische (z.B. Gleichungen, Formeln) Repräsentationen unterschieden.
Anhand der empirischen Untersuchung des individuellen Lösungsvorgehens von Schülerinnen und Schülern der Primar- und Sekundarstufe bei der Bearbeitung von Textaufgaben wurden drei verschiedene Facetten selbst-generierter Repräsentationen untersucht. Die Befunde sollen im Rahmen des Vortrags näher erörtert werden.
Erstens wurde untersucht, welche Repräsentationen Schülerinnen und Schuüler für die Bearbeitung von Textaufgaben konkret nutzen. In diesem Zusammenhang wurde auch ermittelt, inwieweit verschiedene Repräsentationen mit dem Lösungserfolg zusammenhängen. Zweites wurde auf die flexible Nutzung von Repräsentationen durch die Schülerinnen und Schüler fokussiert. Im Besonderen wurde der Zusammenhang repräsentationaler Flexibilität mit dem Lösungserfolg untersucht. Drittens wurde auf die Qualität der Schüler-generierten Repräsentationen näher eingegangen, da gerade selbst-generierte nicht per se von guter Qualität sein müssen. Daher lag der Fokus, neben der allgemeinen Güte Schüler-generierter Repräsentationen, vor allem auf dem Zusammenhang repräsentationaler Qualität mit dem Lösungserfolg.
Abschließend werden Implikationen für Forschung und Unterricht im Rahmen des Vortrags diskutiert.

 

 

Donnerstag, 16.7.2015 – 18:00 Uhr

Dr. Georg Bruckmaier, Universität Regensburg

PROLOG: Probabilistisches und logisches Denken von Jugendlichen

Probabilistisches und logisches Denken ist Forschungsgegenstand dreier verschiedener Disziplinen: Didaktik der Mathematik (d.h. Stochastik), Kognitionspsychologie (Urteilen und Entscheiden unter Unsicherheit) und Intelligenzforschung (logisches und schlussfolgerndes Denken). Jede Forschungstradition verwendet verschiedene Untersuchungsparadigmen, die bislang kaum kombiniert eingesetzt wurden.

Im PROLOG-Projekt (von probabilistisch und logisch) – einer nationalen Ergänzung der luxemburgischen PISA 2009-Studie – wurde einer Stichprobe von etwa 2000 Jugendlichen eine umfassende Sammlung von Aufgaben aus allen drei Forschungstraditionen zur Bearbeitung vorgelegt: (1) Aufgaben aus der Stochastik (z. B. PISA-Aufgaben zur Leitidee "Daten und Zufall"), (2) Aufgaben zum schlussfolgernden Denken (z.B. Figurenanalogien und Zahlenreihen, wie sie typischerweise in Intelligenztests eingesetzt werden) und (3) berühmte stochastische und logische Täuschungen (z.B. das Ziegenproblem, die Auswahlaufgabe von Wason, die Krankenhaus-Aufgabe, die Linda-Aufgabe).

Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, inwieweit der letztgenannte einen eigenen, eventuell sogar von den beiden anderen unabhängigen Kompetenzbereich darstellt, und welche Zusammenhänge mit den beiden anderen Bereichen bestehen.

 

 

Programm im Wintersemester 2014/15

Donnerstag, 18.12.2014 18:00 Uhr.

Prof. Dr. Christian Spannagel, Pädagogische Hochschule Heidelberg

Flipped Classroom: Eine studierendenzentrierte Methode für mehr Selbstverantwortung in Vorlesungen

Kompetenzorientierung, Lernerzentrierung, Individualisierung, selbstverantwortliches Lernen: Diese Konzepte spielen in der hochschuldidaktischen Diskussion eine wichtige Rolle. Doch wie setzt man sie in Großveranstaltungen wie Vorlesungen um? Der "Flipped Classroom" oder "Inverted Classroom" ist eine Methode, die genau dies ermöglicht. Studierende bereiten sich selbstständig mit Materialien (insbesondere Videos und Aufgaben) auf die "Vorlesung" vor. In der Präsenzveranstaltung wird dadurch Raum geschaffen für die Beantwortung von Fragen, die Diskussion vertieftender Aspekte und das gemeinsame Lösen von Aufgaben. Und auch die begleitenden Übungen können passend zu diesem Vorlesungskonzept umgestaltet werden. Christian Spannagel stellt in dem Vortrag das Konzept vor, berichtet von eigenen und fremden Erfahrungen, und verrät Tipps und Tricks zur Umsetzung des Konzepts. Natürlich gibt es (wie bei jeder Methode) auch beim Flipped Classroom Fallstricke, Probleme und Grenzen: Auch diese werden vorgestellt und diskutiert. 

 

 

Mittwoch, 05.11.2014 – 18:00 Uhr

Prof. Dr. Annemarie Fritz-Stratmann, Universität Essen-Duisburg

MARKO – ein Test und ein Training für rechenschwache Kinder

Vorgestellt wird ein Test (MARKO-D) zur Erfassung arithmetischer Konzepte für Kinder im Alter von 4 – 6 Jahren, der auf einem Kompetenzstufenmodell basiert. Dieses Modell mit fünf unterscheidbaren Niveaus konnte in zwei Querschnittstudien (N = 1298 vier- bis acht-jährige Kinder aus der Kita, 1. und 2. Klasse; N= 1095 Kinder aus Kita) bestätigt werden. Somit lassen sich die Testleistungen der Kinder einer der Kompetenzstufen zuordnen und damit auch qualitativ auswerten.
In Kooperation mit der Universität Johannesburg wurde der MARKO-Test inzwischen in 4 südafrikanische Sprachen übersetzt. Der Aufbau des Kompetenzstufenmodells zeigte sich
in allen bisher getesteten Sprachen.
Entlang dieser mathematischen Entwicklungssequenz wurde auch das Training MARKO-T; (Gerlach, Fritz & Leutner, 2013) entwickelt und für die Förderung rechenschwacher Kinder evaluiert. Der Aufbau des Trainings soll ebenfalls vorgestellt werden.

 

 

Programm im Sommersemester 2014

Dienstag, 27.5.2014 – 18:00 Uhr

Dr. Hansruedi Kaiser, Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung

Mathematische Handlungskompetenz für den Berufsalltag:
Theoretische Grundlagen und didaktische Konsequenzen

An den Berufsfachschulen geht es  praktisch täglich darum, „funktionale mathematische Bildung“ zu vermitteln. Ausgehend von einem kognitionspsychologisch untermauerten Modell allgemeiner Handlungskompetenz ist daher in den letzten Jahren ein Modell „mathematischer Handlungskompetenz“ entstanden. Das Referat wird diesen Entstehungsprozess nachzeichnen und auf folgende Fragen eingehen: Welche „mathematischen Situationen“ finden sich im Arbeitsalltag eines bestimmten Berufes? Welche Struktur weisen diese Situationen auf? Wie kann man den Erwerb der entsprechenden „mathematischen Handlungskompetenz“ didaktisch unterstützen? Welches Wissen/Kompetenzen sollten die Lernenden günstigerweise aus der obligatorischen Schulzeit mitbringen?

 

Dienstag, 1.7.2014 – 18:00 Uhr

PD Dr. Christian Rüede, Universität Zürich

Was sind mathematische Objekte?
Und wie lerne ich diese zu verstehen?

Mathematische Objekte sind nicht unmittelbar wahrnehmbar. Deshalb stellt sich der Mathematikdidaktik die zentrale Frage, wie sie den Lernenden vermittelt werden können. Die entsprechenden Antworten fallen – abhängig von der jeweiligen erkenntnistheoretischen Grundannahme – sehr unterschiedlich aus. Im Vortrag werden einige dieser Ansätze vorgestellt und miteinander verglichen. Anschließend wird diskutiert, welche Konsequenzen sich daraus für das Lernen ergeben: Was könnte es heißen, ein mathematisches Objekt  zu verstehen?

 

 

Programm im Wintersemester 2013/14

Montag, 3. Februar 2014, 18.15 Uhr

Prof. Dr. Astrid Fischer, Universität Oldenburg

Lern- und Denkprozesse in arithmetisch-algebraischen Kontexten

Der Übergang von der Arithmetik zur Algebra bereitet vielen Schülerinnen und Schülern Schwierigkeiten. Der Vortrag stellt eine Lernumgebung für Klasse 5 vor, in der die Kinder Zeit bekommen, Aspekte des algebraischen Denkens in einem arithmetischen Kontext zu erfahren. Sie werden in dieser Umgebung angeregt, Strukturen in arithmetischen Aufgaben zu suchen und zu nutzen. Die Aufgaben werden mit Hilfe von zeichnerischen Diagrammen dargestellt, die weiterentwickelt werden und zunehmend gemeinsame Strukturen anstelle von einzelnen Aufgaben repräsentieren sollen. Es werden Darstellungen von Schülern erörtert, mit denen sie erste Schritte auf einem Weg zur Erfassung von algebraischen Konzepten gehen. Ein Vergleich mit Verhaltensweisen von Zehntklässlern bei arithmetisch-algebraischen Aufgaben schließt den Vortrag ab.

Dienstag, 04. Februar 2013, 11.30 Uhr, KG IV 301

Dr. Christian Rüede, Pädagogische Hochschule Zürich

Habilitationsvortrag: Durch Umstrukturieren zum mathematischen Objekt

 

Dienstag, 04. Februar 2014, 17.30 Uhr

Associate Prof. Vince Geiger, Australian Catholic University

Numeracy (Mathematical Literacy) across the curriculum: An Australian curriculum perspective

Numeracy, or mathematical literacy as it is also known, is a major educational goal internationally, and as such, is addressed in the curriculum documents of educational jurisdictions and in national and international testing regimes. Numeracy is increasingly seen as fundamental to developing students’ capacities to use mathe-matics to function as informed and reflective citizens, to contribute to society through paid work, and in other aspects of community life (Steen, 2001). This presentation will outline and describe a series of projects conducted across three different educational juristictions in Australian that aimed to enhance teachers' instruction practice through a rich model of numeracy. Outcomes of the projects include evidence of teachers' natural and effective realisation of numeracy opportunities in a range of school subjects, as well as a mapping of their personal professional trajectories in undersatnding the nature of numeracy teaching and learning.

 

 

Programm im Sommersemester 2013

Mittwoch, 19. Juni 2013, 18.15 Uhr, KG IV 301

Dr. Uta Häsel-Weide, TU Dortmund

Ablösung vom zählenden Rechnen durch struktur-fokussierende Deutungen?!

 

Mittwoch, 26. Juni 2013, 18.15 Uhr, KG IV 301

StD Dr. Andreas Pallack, Aldegrever-Gymnasium Soest

Mathematikunterricht mit Tablet-Computern

 

 

Programm im Wintersemester 2012/13

 

Mittwoch, 14. November 2012, 18.00 Uhr, KG IV 301

Prof. Dr. Andreas Blunk, Universität Hamburg 

Genderkompetenz als innovatives Element der Professionalisierung der LehrerInnenausbildung für das Fach Mathematik

 

Mittwoch, 05. Dezember 2012, 18.00 Uhr, KG IV 301

Annegret Nydegger, PH Bern

Mit Flächen bauen - mit Flächen lernen

 

Mittwoch, 16. Januar 2013, 18.00 Uhr, KG IV 301

Prof. Dr. Dominik Leiß, Universität Lüneburg

Verstehen des Verstehens - dem Simulationsmodell auf der Spur

Programm im Sommersemester 2012

Mittwoch, 23. Mai 2012, 18.15 Uhr, KG IV 301

Prof. Dr. Katja Lengnik, Universität Siegen 

Mathe macht Sinn - Vom Handeln über Vorstellungen zu Begriffen in einem offenen differenzierenden Mathematikunterricht

 

Mittwoch, 20. Juni 2012, 18.15 Uhr, KG IV 301

Dr. Anke Lindmeier, IPN Kiel

Mehr als Wissen? Fachspezifische Kompetenzen von Mathematiklehrkräften

 

Mittwoch, 19. Juli 2012, 18.15 Uhr, KG IV 301

Karin Rechsteiner, Pädagogische Hochschule St. Gallen

Förderung der mathematischen Vorläuferfertigkeiten im Kindergarten: Trainingsprogramm oder spielintegrierte Förderung?

Programm im Wintersemester 2011/12

 

Prof. Dr. Miriam Leuchter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Lernprozesse im Kindergartenalter anregen und begleiten

 

Prof. Dr. Bernd Wollring, Universität Kassel

Handlungsleitende Diagnostik zum Mathematikunterricht für die Grundschule

 

Prof. Dr. Anne Levin, Universität Bremen

Qualitätsprobleme mathematischer Vergleichsarbeiten