Symposium – Perspektiven mathematischer Bildung im Übergang vom Kindergarten zur Grundschule

Wir laden herzlich zu unserem Symposium alle diejenigen ein, die ihre Forschungsarbeiten, -ergebnisse und -desiderate aus diesem Themenfeld interdisziplinär im Kontext aktueller Forschung der Mathematikdidaktik, der Frühpädagogik, sowie der Grundschulpädagogik vorstellen und diskutieren wollen. Interessierte Praktiker/innen sind selbstverständlich ebenfalls herzlich willkommen.

 

Termin 

04. und 05. April 2014

Veranstaltungsort

Pädagogische Hochschule Freiburg, Kunzenweg 21, 79117 Freiburg Kollegiengebäude 4

Tagungsleitung

Dr. Stephanie Schuler (PH Freiburg), Prof. Dr. Christine Streit (PH Nordwestschweiz)

Rahmen

Transfertagung des Verbundprojekts AnschlussM der Universität Bremen und der Pädagogischen Hochschule Freiburg (finanziert durch das BMBF)

Vorläufiges Programm

Finden Sie weiter unter.

Teilnahmegebühren

0 €

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis spätestens 20.03.2014 per email an (tagung-anschlussfaehigkeit(atnospam)ph-freiburg.de). Die Teilnehmerzahl ist auf 60 begrenzt.

Call for Paper

Wenn Sie Ihre Forschungsarbeit vorstellen wollen, dann senden Sie uns bitte bis spätestens 20.03.2014 ein abstract. Genauere Informationen zum abstract und den Vortragsmodalitäten finden Sie weiter unten.

 

Wir hoffen Ihr Interesse geweckt zu haben und würden uns freuen, Sie im April in Freiburg begrüßen zu dürfen.

Mit herzlichen Grüßen

 

Dr. Stephanie Schuler und Prof. Dr. Christine Streit

 

 

 

  

Konzept

Ziel des Symposiums ist es, Ihre Forschungsarbeiten und Projektergebnisse in diesem Themenfeld interdisziplinär im Kontext aktueller Forschung der Mathematikdidaktik, der Frühpädagogik, sowie der Grundschulpädagogik zu präsentieren und den Austausch zu fördern.

Für die Tagung sind folgende Fragen leitend.

  1. Welche Konzepte von Anschlussfähigkeit stehen hinter verschiedenen Ansätzen früher mathematischer Bildung? Welche Begründungslinien lassen sich ausmachen? Welche Forschungsdesiderate können formuliert werden?

  2. Wie kann frühe mathematische Bildung für das einzelne Kind anschlussfähig gestaltet werden? Welche Rolle spielt dabei die (individuelle) Lernbegleitung?

  3. Über welche professionellen Kompetenzen verfügen Fachkräfte im Kindergarten und in der Grundschule? Wie sehen Modelle zur Erfassung des mathematikdidaktischen Professionswissens aus? Welche Haltungen und Einstellungen zeigen sich?

Die Tagung umfasst vier verschiedene Formate:

  • In der Eröffnung werden ausgehend von den Ergebnissen zweier Forschungsprojekte (AnschlussM, Für einen guten Mathestart) Fragen im Feld der Anschlussfähigkeit mathematischer Bildung im Übergang vom Kindergarten zur Grundschule aufgeworfen.

  • Impulsvorträge geben einen Überblick im jeweiligen thematischen Feld (1. Konzepte mathematischer Bildung im Kindergarten und in der Kooperation, 2. Lernbegleitung, 3. Kompetenzen von Fachkräften)

  • Moderierte Diskussionsforen greifen die Themen und offenen Fragen aus den Impulsvorträgen auf. Es werden Konsequenzen  und Perspektiven für die mathematische Bildung diskutiert.

  • Thematisch abgestimmte Kurzpräsentationen (Call for Paper) aus aktuellen Forschungsprojekten der Teilnehmer und Teilnehmerinnen bereichern die Diskussionsforen.

Zeitlich schließt sich jedem der drei Impulsvorträge ein moderiertes Diskussionsforum an. Es wird von einer Diskutantin bzw. einem Diskutanten in Bezug auf den Impulsvortrag inhaltlich eröffnet und moderiert. Thematisch passende Forschungsprojekte der Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen in Form von Kurzpräsentationen (Poster, Folien mit Fragen, Thesen, …) innerhalb des Forums einen Beitrag zur Diskussion leisten.

Die Impuls- und Kurzvorträge sowie die Tagungsergebnisse werden in einem Tagungsband veröffentlicht.

 

 

 

Zeitplan

Zeit

Freitag, 04.04.14

14.00

Ankommen und Imbiss

14.30

Begrüßung (Prof. Dr. Ursula Carle, Universität Bremen, Prof. Dr. Ulrich Druwe, Pädagogische Hochschule Freiburg)

Projektergebnisse/Eröffnung

-       Dr. Stephanie Schuler: Anschlussfähigkeit der mathematikdidaktischen Überzeugungen und Praktiken von ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen (kurz: AnschlussM; gefördert vom BMBF)

-       Prof. Dr. Christine Streit: Für einen guten Mathestart - Anschlussfähige Bildungsprozesse begleiten (gefördert vom Bildungsraum NW)

16.00

Kaffeepause

16.30

Impuls 1: Frühe mathematische Bildung – sachgerecht, kindgemäß, anschlussfähig (Prof. Dr. Hedwig Gasteiger, LMU München)

17.15

Diskussionsforum
Diskutantin: Prof. Dr. Ursula Carle (Universität Bremen)

18.30

Gemeinsames Abendessen

 

 

Zeit

Samstag, 05.04.2013

8.30

Impuls 2: Die Rolle der Lernbegleitung für den Aufbau mathematischer Kompetenzen im Kindergarten und am Anfang der Grundschule (Prof. Dr. Kathrin Krammer, Pädagogische Hochschule Luzern)

9.15

Diskussionsforum/Arbeitsgruppe zum Thema (mit Kurzpräsentationen)
Diskutantin: Prof. Dr. Anke König (Universität Vechta)

10.30

Kaffeepause

11.00

Impuls 3: Professionelles Wissen und Überzeugungen von Erzieherinnen und Lehrerinnen (Prof. Dr. Gerald Wittmann, Pädagogische Hochschule Freiburg)

11.45

Diskussionsforum
Diskutant: Prof. Dr. Bernd Wollring (Universität Kassel)

12.45

Imbiss

13.15

Plenum, Podium, Abschluss

14.30

Ende

 

 

Referentinnen und Referenten

Impuls 1 (Prof. Dr. Hedwig Gasteiger):

Frühe mathematische Bildung – sachgerecht, kindgemäß, anschlussfähig

Ideen und Ansätze früher mathematischer Bildung bewegen sich in vielfacher Hinsicht in einem Spannungsfeld. Einige dieser Gegensätze, die immer wieder genannt werden, sind z. B. Kind- und Fachorientierung, Instruktion und Situationsansatz, Förderung von Risikokindern bzw. mathematische Herausforderungen für alle Kinder, Spielen und Lernen. .... So gegensätzlich diese Schlagworte klingen mögen, man findet doch hinter jedem Punkt gute Begründungen aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen.

Der Impulsvortrag stellt dieses Spannungsfeld dar und versucht herauszuarbeiten, welche Begründungslinien hinter verschiedenen konzeptuellen Herangehensweisen erkennbar sind. Eine zentrale Frage wird dabei sein, ob und ggfs. wie sich die verschiedenen Anforderungen, denen sich frühe mathematische Bildung ausgesetzt sieht, vereinen lassen. Mögliche Forschungsperspektiven werden diskutiert.

 

Impuls 2 (Prof. Dr. Kathrin Krammer)

Die Rolle der Lernbegleitung für den Aufbau mathematischer Kompetenzen im Kindergarten und am Anfang der Grundschule

Frühe mathematische Bildung besteht insbesondere darin, dass Kinder sich mit Zahlen, Ziffern, Formen und mathematischen Mustern auseinandersetzen, sie entdecken, darstellen und besprechen. Auf der einen Seite kann diese Auseinandersetzung durch die Bereitstellung von Materialien und Aufgaben unterstützt werden, welche das mathematikbezogene Denken und Verstehen anregen. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage nach der Form der förderlichen Lernbegleitung in der Interaktion mit den Kindern. Im Impulsvortrag werden auf dem Hintergrund von Erkenntnissen zur Unterstützung von Lernprozessen in den ersten Bildungsjahren Ziele und Merkmale einer lernförderlichen Begleitung der mathematikbezogenen Lernprozesse erarbeitet. Anhand von konkreten Beispielen wird über die Umsetzung und Voraussetzungen einer förderlichen Lernbegleitung in der Schuleingangsphase nachgedacht.

 

Impuls 3 (Prof. Dr. Gerald Wittmann)

Professionelles Wissen und Überzeugungen von Erzieherinnen und Lehrerinnen

Das Projekt AnschlussM zeigte in Bezug auf mathematikdidaktische Kompetenz en von ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen deutliche Unterschiede zwischen beiden Berufsgruppen auf, wobei das Niveau insgesamt relativ niedrig lag. Anknüpfend an diese Ergebnisse sind für den Impulsvortrag zwei Fragen leitend: Welche Kompetenzen benötigen ErzieherInnen und Grundschullehrkräfte, um mathematische Bildung im Kindergarten adäquat gestalten und den Übergang gezielt begleiten zu können? Welche Konsequenzen in Bezug auf die Fort- und Ausbildung lassen sich daraus ziehen?

 

 

Call for paper

Wir freuen uns sehr, wenn Sie Ihre Forschungsarbeit im Rahmen eines der Diskussionsforen vorstellen möchten. Schicken Sie uns bis spätestens 20.03.2014 ein abstract. Verorten Sie Ihre Forschungsarbeit in einem der drei Themenfelder des Symposiums:

  1. Konzepte mathematischer Bildung
  2. Lernbegleitung
  3. Kompetenzen von Fachkräften

Das Paper sollte zwei Seiten nicht überschreiten und folgende zentralen Aspekte enthalten:

  • eine kurze Beschreibung des theoretischen Hintergrund oder des theoretischen Rahmens mit ein bis zwei zentralen Literaturverweisen
  • Forschungsanliegen, Forschungsfragen oder Hypothesen
  • verwendete Methoden
  • zentrale (erwartete oder erzielte) Ergebnisse
  • kurze Diskussion und/oder Schlussfolgerungen

 

 

Organisatorisches

Hotels finden Sie hier: www.freiburg.de/pb/,Len/225797.html

 

Kontakt

Dr. Stephanie Schuler
Institut für Mathematische Bildung (IMBF)
Pädagogische Hochschule Freiburg
Kunzenweg 21 • D-79111 Freiburg
Tel:(+49) - (0)761 682-524 • Sekretariat -349 • Fax: -636
tagung-anschlussfaehigkeit(atnospam)ph-freiburg.de

 

 

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