Musik kreativ+ (EU-Projekt – Erasmus+)

Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch guter Praxis Strategische Partnerschaften im Bereich Schulbildung

          

Förderung von Kreativität und Entrepreneurship durch Musik, Performance und kulturelle Zusammenarbeit (Musik kreativ+)
Homepage des Programms: http://musik-kreativ-plus.eu  


Kick-Off-Meeting - Freiburg 24.-25. Oktober 2014, Pädagogische Hochschule, Institut für Musik

Als übergreifende Prioritäten dient Musik kreativ+ der Förderung von Grundfertigkeiten und Querschnittskompetenzen wie Kreativität und Entrepreneurship durch Musik, Performance und kulturelle Zusammenarbeit.
Neben klassischen kognitiven und sozialen Kompetenzen erfordern viele Bereiche der Arbeitswelt kreative Kompetenzen. Diese fördern divergentes Denken und ermöglichen das Verlassen gewohnter Denkpfade.
Die grundlegenden Merkmale eines Entrepreneurship werden mit dem Entdecken von Chancen, Durchsetzen von Innovationen, Nutzen von Ressourcen und dem Tragen von Risiken beschrieben.
Sowohl in der Kreativitätsforschung als auch in der Forschung des Entrepreneurship finden sich Beschreibungen von Aspekten wieder, die in einem musikalisch-produktiven Bildungsansatz gefördert werden.
Neben einer umfassenden kulturellen Bildung setzen sich Partizipierende intensiv mit sich und ihrer Umwelt auseinander, kommen in den Dialog mit Mitspielern, nutzen die vorhandenen Ressourcen und verknüpfen bestehende Produkte mit ihren eigenen musikalischen Ideen.
Leistungsmotivation, Eigeninitiative und Durchhaltefähigkeit sind gefragt, um diese Ideen über Ländergrenzen hinweg zu realisieren.

Die Begegnung mit Kultur ist für viele Schülerinnen und Schüler auf Grund ihrer Sozialisation und Bildungsbiografie zunehmend fremd geworden.
Im Bereich der Musik wurde der Unterricht in vielen europäischen Schulen gekürzt oder vollständig eliminiert. Damit fehlen im ausreichenden Maße institutionalisierte Begegnungsorte zum Ausgleich dieser Defizite.

Musik kreativ+ zielt darauf ab, ein internationales Lehrerfortbildungsprogramm (LFB) zu entwickeln, zu erproben und nachhaltig zu etablieren. Das Profil des Lehrberufs soll überarbeitet und über die Entwicklung eines Fortbildungscurriculums hinsichtlich kreativer Methoden wie Musikproduktion und Performance in Verknüpfung mit Merkmalen des Entrepreuneurships gestärkt werden.
Schüler/-innen sollen dazu geführt werden, ihre eigenen Musikproduktionen zu erstellen und zu vermarkten/vermitteln.
Ein zweiter Aspekt ist die Zusammenarbeit mit Kulturpartnern. Partnerschaften zwischen Bildung und Beschäftigung auf nationaler und transnationaler Ebene bilden interaktive Lehr-/Lernarrangements und stärken das Bewusstsein einer europäischen Zusammenarbeit.

An Musik kreativ+ partizipieren insgesamt 12 Partner aus vier Ländern: Frankreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn. Jedes Land bildet eine Partnerschaft zwischen Universität, Schule und kulturellem Partner (Musikensemble).
Alle Universitäten sind künstlerisch-pädagogische Institutionen der Lehre und Forschung mit Fokus auf der Lehreraus - und weiterbildung.
Die kulturellen Partner profilieren sich durch eine hohe künstlerische Erfahrung und Reputation.
Die Schulen bringen sich mit dem Know-how langjähriger Schullehrpraxis ein.
Die teilnehmenden Schulen weisen heterogene Schülergruppen von der Grundschule bis zu ausgewählten Stipendiaten für das internationale Abitur auf.

In einem detaillierten Stufenplan wird über den Zeitraum von drei Jahren ein Fortbildungscurriculum für Lehrkräfte erstellt, welches auf verschiedenen Ebenen realisiert wird.
Im Jahr I wird der konzeptionelle Entwurf mit Studierenden, Lehrenden und Kulturpartnern an Universitäten entwickelt und getestet.
Im Jahr II erfolgt die Erprobung und Optimierung der entwickelten Lehr/- Lernmaterialien (inkl. Lehrvideos) mit Schüler/-innen im Klassenverband auf nationaler Ebene, sowie Austausch, Testung und Evaluation der Materialien mit Lehrkräften und den Kulturpartnern auf transnationaler Ebene.
Die Materialien aus den Ländern werden bei zwei Workshop-Wochen aller Beteiligten zusammengeführt und in einer Best-Practice Veranstaltung präsentiert.
Im Jahr III münden die in einem Curriculum optimierten Materialien in eine LFB-Maßnahme. Diese wird in den Partnerländern pilotiert und in seiner Endfassung in transnationalen Workshops bei der Abschlusskonferenz präsentiert.

Musik kreativ+ erstellt eine international zugängliche, mehrsprachige Internetplattform, welche die Teilhabe an den Produkten des Projekts wie Publikationen, Lehr-/Lernmaterialien (inkl. Lehrvideos)ermöglicht. Die pädagogischen Materialien werden europäische Lehrerfortbildungen eingebunden.

Alle Projektbeteiligten profitieren von den Produkten, von der erworbenen Professionalisierung und Expertise im Bereich der innovativen Unterrichtsgestaltung. Durch die Interaktion in den europäischen Partnerschaften wird interkulturelles Bewusstsein gewonnen. Schlüsselkompetenzen wie soziale und unternehmerische Kompetenz, Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit werden bei allen Beteiligten gestärkt. Ein europäischer Mehrwert wird erzielt, indem die Maßnahmen in Ländern der Gemeinschaft einfließen und die pädagogischen Materialien frei zugänglich sind.
Musik kreativ+ bildet EU-weite Lerngemeinschaften im Bereich Musikpädagogik, Kreativität, Entrepreneurship, Performance und stärkt damit die Position Europas auf dem globalen Hochschulmarkt.

 

 

Beteiligte Partner
Institut für Musik & Abteilung Musikkulturen im Dialog, Pädagogische Hochschule, Freiburg (Koordinator)
Deutschland

ensemble recherche (Ensemble für zeitgenössische Musik), Freiburg
Friedrich Gymnasium, Freiburg
Centre de Formation de Musiciens Intervenants, Université de Strasbourg
Frankreich

Ensemble Hanatsu Miroir (Ensemble für zeitgenössische Musik )
Ecole élementaire publique, Sélestat
Abteilung für Musik, Szegedi Tudomanyegyetem (Universität Szeged)
Ungarn

Pulzus Quartett (Streichquartett)
Budapest III. Keruleti Krudy Gyula Angol-Magyar Ket Tanitasi Nyelvu Altalanos Iskola (Grundschule)
Abteilung für Musik, Masarykova univerzita (Universität Brno)
Tschechische
Republik


Hornacka cimbalova muzika Petra Galecky (Folklore Ensemble)
Zakladni skola a materska skola J. Hlubika Lipov (Grundschule)

 

EU-Budget: 336.235,93 Euro

 

Projektbeschreibung  

Description of the project