Selbstkonzept von Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens

Projektleitung:

  • Prof. Dr. Karin Schleider

Projektkoordination:

  • Dipl. Päd. Marion Güntert
  • Dipl. Päd. Pascal Fischer

Kooperationspartner:

Kurzbeschreibung:

  • Das Selbstkonzept gilt als eine mentale, dynamische Struktur, die intra- und interpersonelle Verhaltensweisen und Prozesse motiviert, vermittelt und reguliert. Zudem nimmt es eine wichtige Rolle in Ätiologiemodellen zu extraversiven Verhaltensauffälligkeiten und -störungen wie den Störungen des Sozialverhaltens und delinquente Handlungen ein. Bislang fehlen explizite Studien zum Selbstkonzept von Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wird ein Vergleich des Selbstkonzepts von Jugendlichen mit bzw. ohne Verhaltensstörungen (Störungen des Sozialverhaltens inkl. Delinquenz) erfolgen, wobei geschlechts- und alterspezifische Aspekte einen besonderen Schwerpunkt bilden. In Studie I wird das Selbstkonzept von Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens sowie von inhaftierten Jugendlichen erhoben und mit einer Kontrollgruppe verglichen (N = 240). Studie II befasst sich mit entwicklungs-bezogenen Unterschieden im Selbstkonzept von Jugendlichen (N = 120). In einem dritten Schritt (Entwicklungsprojekt) erfolgt die Erarbeitung von Vorschlägen zur pädagogischen Prävention und psychotherapeutischen Intervention von Störungen des Sozialverhaltens bei Kindern und Jugendlichen. An Methoden der Datenerhebung kommen zum Einsatz: Selbstkonzept-Inventar (SKI, Georgi & Beckmann 2004), Youth-Self-Report (YSR, Arbeitsgruppe dt. CBCL 1998), Symptom-Checkliste nach Derogatis (SCL-90-R, Franke 2002) sowie der Freiburger Delinquenzfragebogen für Jugendliche (FDF-J, Schleider & Güntert, 2005).

Förderung:

  • Förderung durch Mittel der Fakultät (Forschungsantrag Stufe III)

Publikationen

  • Schleider, K. , Fischer, P. & Güntert, M. (2008). Bedeutung des Selbstkonzeptes delinquenter Jugendlicher für Praxisfelder der Jugendgerichtshilfe - theoretische Grundlagen und empirische Belege. In DVJJ (Hrsg.). Fördern, Fordern, Fallen lassen. Aktuelle Entwicklungen im Umgang mit Jugenddelinquenz. Forum Verlag Godesberg.