Qualifikationsarbeiten

  • Deckblatt für Qualifikationsarbeiten: Verfassen Sie im Rahmen des Bereichs Intervention & Beratung eine Hausarbeit oder eine wissenschaftliche Hausarbeit bzw. Diplomarbeit nutzen Sie bitte die hier erhältliche Deckblatt-Vorlage.
  • Abgabe von Qualifikationsarbeiten: Bitte geben sie eine im Bereich Intervention & Beratung verfasste Hausarbeit, wissenschaftliche Hausarbeit bzw. Diplomarbeit immer auch in einer digitalen Version ab (z. B. auf CD, Hülle soll in die letzte Seite der Arbeit eingeklebt werden).

Grundregeln für schriftliche Arbeiten im Studium

Aktuelle Themen für alle Qualifikationsarbeiten an der Abt. f. Beratung / Klin. & Gesundheitspsychologie

Stand SoSe 2017

An der Abteilung Beratung, Klinische und Gesundheitspsychologie können Qualifikationsarbeiten können in folgenden aktuellen Forschungsprojekten und zu folgenden Themenbereichen geschrieben werden:

 

 

Aktuelle Themen für alle Qualifikationsarbeiten an der Abt. f. Beratung / Klin. & Gesundheitspsychologie

                                                              Stand SoSe 2017                                   

An der Abteilung Beratung, Klinische und Gesundheitspsychologie können Qualifikationsarbeiten können in folgenden aktuellen Forschungsprojekten und zu folgenden Themenbereichen geschrieben werden:

(1)   Berufsbezogene Selbstwirksamkeitserwartungen in pädagogischen und psychotherapeutischen Arbeitskontexten und deren Bedeutung für das Belastungserleben. (Forschungsprojekt)

Selbstwirksamkeitserwartung bezeichnet, nach Bandura (vgl. Bandura 1992 & 1997), die subjektive Überzeugung, ob oder wie gut schwierige Aufgaben und Probleme, aufgrund der persönlichen Einschätzung eigener Kompetenzen, zu bewältigen sind. Ergebnisse aktueller Studien weisen darauf hin, dass Selbstwirksamkeitserwartungen als mögliche Wirkungsvariable von psychosozialem Wohlbefinden (vgl. Salanova, Llorens & Schaufeli, 2011) und als „Puffer“ für täglichen Stress fungieren (vgl. Schönefelder et al., 2016). Für den Bereich der Lehrer-Selbstwirksamkeit liegen bereits vielfältige Befunde vor (vgl. Schwarzer & Warner, 2014).

Bislang liegen allerdings kaum Studien zu Selbstwirksamkeitserwartungen bei außerschulischen PädagogInnen sowie für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen vor. Allerding sind gerade therapeutische und lehrende Berufe von langfristigem arbeitsbedingtem Stress bzw. Burnout betroffen (vgl. Schwarzer & Warner, 2014) und gerade Sozial- und Erziehungsberufe berichten über hohe Stresszunahmen und starke negative Beanspruchungsfolgen (vgl. Lohmann-Haisal, 2011).

Qualifikationsarbeiten führen korrelative Studien zu Selbstwirksamkeitserwartungen und Belastungserleben in Arbeitsfeldern der „Sozialpädagogik“ und „Kinder- und Jugendpsychotherapie“ durch. Es stehen vor allem die empirische Erfassung verschiedener Stichproben im Vordergrund.

Ansprechpartnerin: M.A. A.-S. Rosati, anne.rosati(atnospam)ph-freiburg.de

 

(2)   Netzwerke der psychosozialen Versorgung und Gesundheitsförderung bei

Autismus-Spektrum-Störung (Forschungsprojekt)

 

Gegenstand des Forschungsvorhabens ist das Netzwerk der psychosozialen Versorgung und Gesundheitsförderung zur Prävention, Intervention und Rehabilitation von psychischen und körperlichen Störungen im Kindes- und Jugendalter am Beispiel der Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Ziel ist es, dieses Netzwerk zu analysieren und entlang den Qualitätsdimensionen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität mögliche Konsequenzen für die Kooperationspraxis innerhalb dieses Netzwerks abzuleiten. Durch die Gegenüberstellung des Ist-Zustands der Kooperationspraxis und eines erstrebenswerten Soll-Zustands (fachlich koordinierter multimodaler Behandlungsansatz) soll ein Modell zur Organisation der psychosozialen Versorgung und Gesundheitsförderung an und mit Schulen im Sinne einer „good practice“ angeboten, als auch Empfehlungen zur weiteren Professionalisierung der Fachkräfte im Hinblick auf die Effektivierung von Arbeitsvorgängen innerhalb des Netzwerks gegeben werden (Pfarrherr & Schleider, 2014a; Pfarrherr & Schlei-der 2014b; Pfarrherr & Schleider 2014c; Schleider, Pfarrherr & Pötter, 2011). Des Weiteren werden die professionellen Netzwerke der psychosozialen Versorgung und Gesundheitsförderung bei ADHS (Pfarrherr & Schleider, 2014a) und ASS auf Unterschiede überprüft. Die empirische Umsetzung des Ziels erfolgt im Sinne eines Mixed-Methods-Designs, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Forschungsmethoden ihre Anwendung finden. Die Erfassung des Forschungsfeldes erfolgt mehrperspektivisch über drei Zugänge: a) schulinterne Fachkräfte (Lehrkräfte, Beratungslehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen), b) schulexterne Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Medizin sowie c) die Erzie-hungsberechtigten als NutzerInnen des Netzwerks (Wolf, Schleider & Pfarrherr, 2011).

Ansprechpartnerin: M.A. M. Fuchs, maya.fuchs(atnospam)ph-freiburg.de

 

(3)       weitere Themen aus folgenden Schwerpunktbereichen

(a)        Achtsamkeit in pädagogischen Kontexten

- bei Studierenden des Lehramts, BA/MA Erziehungswissenschaft sowie anderer Studiengänge
- im Referendariat und Lehrerberuf
- bei Kindern und Jugendlichen im Schulalter
- bei Kindern und Jugendlichen mit Lern-, Verhaltens- und Entwicklungsproblemen
- Bedeutung von Achtsamkeit für zwischenmenschliche Beziehungen (z.B. in privaten und  beruflichen Kontexten, Aspekt der achtsamen Kommunikation)

 

(b)       Supervision und Coaching (ab WS17/18)

Ansprechpartnerin: Dipl.-Psych. Minh Tam Luong, tam.luong(atnospan)ph-freiburg.de

 

 (4)      ggf. weitere Themen je nach einschlägigem Vorwissen und Praxiserfahrungen aus folgenden Schwerpunktbereichen

(a)        Inklusion/Heterogenität/Ungleichheit, spez. im Kontext von psychischen Störungen, chronischen Erkrankungen, Alter und Behinderungen

(b)       Entwicklungsprobleme und biographische Krisen

(c)        Ausgewählte Methoden der Intervention & Beratung in Pädagogischen Kontexten

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. K. Schleider, k.schleider(atnospam)ph-freiburg.de

 

  Hinweise:

-      Ansprechpartnerin/Koordinatorin der Projekte sind die o.g. Kolleginnen, sie übernehmen   die Zweitkorrektur, die Projektleitung und Erstkorrektur übernimmt jeweils Prof. Dr. Schleider

-      werden kooperative Projekte als Qualifikationsarbeiten verfolgt, die in Kooperationen mit anderen Instituten und Abteilungen der PH-FR oder anderer Hochschulen durchgeführt werden übernimmt Prof. Dr. Schleider die Erst- bzw. Zweitkorrektur

-     empirische Arbeiten oder Praxisprojekte sind auch als Gruppenarbeiten möglich

-      Voraussetzungen je nach Studiengang (bitte ggf. Rückfrage)

-      vor dem offiziellen Anmeldungstermin (d.h. vor dem Unterschreiben der Anmeldungsformulare) sollten unbedingt Titel, Gliederung sowie Lite­raturverzeichnis besprochen sein und vorliegen

-      Bitte nehmen Sie Kontakt in den Sprechstunden der o.g. Kolleginnen auf.

-      Die Ausarbeitung erfolgt nach:

o       Schleider, K. & Drüge, M. (2012). Grundregeln für schriftliche Arbeiten im Studium. Studienhelfer 1. Stuttgart: Verband Bildung und Erziehung (VBE). (s. Homepage).

o       Höge, H. (2006, 3. Aufl.) Schriftliche Arbeiten im Studium. Stuttgart: Kohlhammer.

o       Schleider, K. (2012, 6. Aufl.). Studienabschlussarbeiten: Empirische Forschungsprojekte und Praxisprojekte. In: E. Badry, U., Kaspers, K. Schleider & H. G. Stockinger (2012). Arbeitshilfen für soziale und pädagogische Berufe. Neuwied: Luchterhand. S. 141 - 170.

 

 

Gutes Gelingen und viel Freude bei der Bearbeitung!        

Ihre

Prof. Dr. K. Schleider, Anne-Sophie Rosati M.A., Minh Tam Luong Dipl.-Psych. und Maya-Lynn Fuchs M.A.