Qualifikationsarbeiten

  • Deckblatt für Qualifikationsarbeiten: Verfassen Sie im Rahmen des Bereichs Intervention & Beratung eine Hausarbeit oder eine wissenschaftliche Hausarbeit bzw. Diplomarbeit nutzen Sie bitte die hier erhältliche Deckblatt-Vorlage.
  • Abgabe von Qualifikationsarbeiten: Bitte geben sie eine im Bereich Intervention & Beratung verfasste Hausarbeit, wissenschaftliche Hausarbeit bzw. Diplomarbeit immer auch in einer digitalen Version ab (z. B. auf CD, Hülle soll in die letzte Seite der Arbeit eingeklebt werden).
  • Informationsportal zu qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden: hier kommen Sie zu einem Portal, welches Internetressourcen und Literaturempfehlungen präsentiert, die einen niedrigschwelligen Einstieg in zentrale forschungsmethodische Themen und Verfahren ermöglichen.   

Grundregeln für schriftliche Arbeiten im Studium

Aktuelle Themen für alle Qualifikationsarbeiten an der Abt. f. Beratung / Klin. & Gesundheitspsychologie

Stand SoSe 2018                                  

An der Abteilung Beratung, Klinische und Gesundheitspsychologie können Qualifikationsarbeiten können in folgenden aktuellen Forschungsprojekten und zu folgenden Themenbereichen geschrieben werden:

(1)   Berufsbezogene Selbstwirksamkeitserwartungen in pädagogischen und psychotherapeutischen Arbeitskontexten und deren Bedeutung für das Belastungserleben. (Forschungsprojekt)

Selbstwirksamkeitserwartung bezeichnet, nach Bandura (vgl. Bandura 1992 & 1997), die subjektive Überzeugung, ob oder wie gut schwierige Aufgaben und Probleme, aufgrund der persönlichen Einschätzung eigener Kompetenzen, zu bewältigen sind. Ergebnisse aktueller Studien weisen darauf hin, dass Selbstwirksamkeitserwartungen als mögliche Wirkungsvariable von psychosozialem Wohlbefinden (vgl. Salanova, Llorens & Schaufeli, 2011) und als „Puffer“ für täglichen Stress fungieren (vgl. Schönefelder et al., 2016). Für den Bereich der Lehrer-Selbstwirksamkeit liegen bereits vielfältige Befunde vor (vgl. Schwarzer & Warner, 2014).

Bislang liegen allerdings kaum Studien zu Selbstwirksamkeitserwartungen bei außerschulischen PädagogInnen sowie für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen vor. Allerding sind gerade therapeutische und lehrende Berufe von langfristigem arbeitsbedingtem Stress bzw. Burnout betroffen (vgl. Schwarzer & Warner, 2014) und gerade Sozial- und Erziehungsberufe berichten über hohe Stresszunahmen und starke negative Beanspruchungsfolgen (vgl. Lohmann-Haisal, 2011).

Qualifikationsarbeiten führen korrelative Studien zu Selbstwirksamkeitserwartungen und Belastungserleben in Arbeitsfeldern der „Sozialpädagogik“ und „Kinder- und Jugendpsychotherapie“ durch. Es stehen vor allem die empirische Erfassung verschiedener Stichproben im Vordergrund.

Ansprechpartnerin: M.A. A.-S. Rosati, anne.rosati(atnospam)ph-freiburg.de

 

(2)  Netzwerke der psychosozialen Versorgung und pädagogischen Förderung bei Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) im Schulalter. (Forschungsprojekt)

Gegenstand des Forschungsvorhabens ist das Netzwerk der psychosozialen Versorgung und pädagogischen Förderung bei Autismus-Spektrum-Störungen. Durch die Änderung des Schulgesetzes zur Inklusion (VN-BRK, 2008) werden an die Schulen neue Anforderungen an die Förderung von Kindern mit ASS gestellt. Hierbei sind die verschiedenen Akteure im Netzwerk der psychosozialen Versorgung zentrale Kooperationspartner. Eine multiprofessionelle Kooperation leistet zudem einen bedeutsamen Beitrag zur schulischen Inklusion von Kindern mit ASS (z.B. Lütje-Klose & Urban, 2014). Bisher wurde ausschließlich das Netzwerk der psychosozialen Versorgung und pädagogischen Förderung bei hyperkinetischen Störungen (Pfarrherr & Schleider 2014a,b,c) untersucht.

Ziel des aktuellen Forschungsvorhabens ist die Analyse und Evaluation des Netzwerks der psychosozialen Versorgung und pädagogischen Förderung bei Autismus-Spektrum-Störungen, um so Empfehlungen für die Schulen und Netzwerkakteure im Sinne einer „Best Practice“ abzuleiten. Dabei sind die Perspektiven der a) schulinternen Fachkräfte (Lehrkräfte, Beratungslehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen), b) schulexternen Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Medizin sowie c) Eltern bzw. Erziehungsberechtigten von Interesse.

Folgende Fragen leiten das Vorhaben: (1) Wie lässt sich das Netzwerk der psychosozialen Versorgung und pädagogischen Förderung bei ASS beschreiben? (2) Welche Akteure a) schulinterne Fachkräfte, b) schulexterne Fachkräfte und c) Eltern bzw. Erziehungsberechtigte sind am o.g. Netzwerk beteiligt? (3) Welche Verweisungswege gibt es? (4) Welche Kooperationshindernisse gibt es? (5) Welche Unterschiede bestehen zwischen den Perspektiven der beteiligten Netzwerkakteure a) schulinterne Fachkräfte, b) schulexterne Fachkräfte und c) Eltern bzw. Erziehungsberechtigte in der Beurteilung des o.g. Netzwerks? (6) Welche Unterschiede bestehen zwischen den untersuchten Netzwerken bei ADHS und ASS?

Das Untersuchungsdesign verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz, in der eine qualitative und quantitative Netzwerkanalyse durchgeführt wird. Als Erhebungsmethoden werden qualitative Experteninterviews sowie ein standardisierter onlinegestützter Fragebogen eingesetzt. Die Stichproben sind entsprechend dem mehrperspektivischen Zugang zusammengesetzt. Im Rahmen der qualitativen Studie wird eine Gesamtstichprobe von 60 ProbandInnen (N=60) angestrebt, für die quantitative Studie ist eine Erhebung des Gesamtnetzwerks geplant. Die Auswertung der qualitativen Daten erfolgt inhaltsanalytisch (Kuckartz,2016), die quantitativen Daten werden mittels deskriptiver, analytischer und netzwerkanalytischer Verfahren ausgewertet.

 Ansprechpartnerin: M.A. M. Fuchs, maya.fuchs(atnospam)ph-freiburg.de

 

(3)       weitere Themen aus folgenden Schwerpunktbereichen

(a)        Kollegiale Beratung in pädagogischen Kontexten

 

 Ansprechpartnerin: M. Sc. Psych. Kiran Hug, kiran.hug@ph-freiburg.de

 

 (4)      ggf. weitere Themen je nach einschlägigem Vorwissen und Praxiserfahrungen aus folgenden Schwerpunktbereichen

(a)       Inklusion/Heterogenität/Ungleichheit, spez. im Kontext von psychischen Störungen, chronischen Erkrankungen,

            Alter und Behinderungen

(b)       Entwicklungsprobleme und biographische Krisen

(c)       Ausgewählte Methoden der Intervention & Beratung in Pädagogischen Kontexten

 Ansprechpartnerin: Prof. Dr. K. Schleider, k.schleider(atnospam)ph-freiburg.de

 

Hinweise:

  •  Ansprechpartnerin/Koordinatorin der Projekte sind die o.g. Kolleginnen, sie übernehmen   die Zweitkorrektur, die Projektleitung und Erstkorrektur übernimmt jeweils Prof. Dr. Schleider
  • werden kooperative Projekte als Qualifikationsarbeiten verfolgt, die in Kooperationen mit anderen Instituten und Abteilungen der PH-FR oder anderer Hochschulen durchgeführt werden übernimmt Prof. Dr. Schleider die Erst- bzw. Zweitkorrektur
  • empirische Arbeiten oder Praxisprojekte sind auch als Gruppenarbeiten möglich
  • Voraussetzungen je nach Studiengang (bitte ggf. Rückfrage)
  • vor dem offiziellen Anmeldungstermin (d.h. vor dem Unterschreiben der Anmeldungsformulare) sollten unbedingt Titel, Gliederung sowie Lite­raturverzeichnis besprochen sein und vorliegen
  •  Bitte nehmen Sie Kontakt in den Sprechstunden der o.g. Kolleginnen auf.
  • Die Ausarbeitung erfolgt nach:

                   - Schleider, K. & Drüge, M. (2012). Grundregeln für schriftliche Arbeiten im Studium. Studienhelfer 1. Stuttgart:

                      Verband Bildung und Erziehung (VBE). (s. Homepage).

                   - Höge, H. (2006, 3. Aufl.) Schriftliche Arbeiten im Studium. Stuttgart: Kohlhammer.

                   - Schleider, K. (2012, 6. Aufl.). Studienabschlussarbeiten: Empirische Forschungsprojekte und Praxisprojekte.

                     In: E. Badry, U., Kaspers, K. Schleider & H. G. Stockinger (2012). Arbeitshilfen für soziale und pädagogische Berufe.

                     Neuwied: Luchterhand. S.141-170.

 

Gutes Gelingen und viel Freude bei der Bearbeitung!        

Ihre

Prof. Dr. K. Schleider, Anne-Sophie Rosati M.A., Dr.Minh Tam Luong Dipl.-Psych. und Maya-Lynn Fuchs M.A.