ZERSTÖRTE WAGGONS UND SCHIENEN IN ATLANTA, GEORGIA (1864) 

AUTOREN UND AUTORINNEN:
LEO BAUMANN, SAMUEL BORHO, ISABEL FLORIAN,
BENEDIKT KESSEL, SUSANNE KUß, AUGUSTUS SIMONS,
MARK SOZIEV, JULIA WEBER

Am 3. April 1865 endete der Amerikanische Bürgerkrieg mit der Kapitulation der Südstaaten. Wenige Tage später ließ die Ermordung von Präsident Abraham Lincoln das gesamte Land erstarren. Drängende Fragen der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft – so vor allem der Umgang mit der ehemaligen Konföderation und den ehemaligen Sklaven und Sklavinnen – mussten in den Jahren der Reconstruction ohne Lincoln gelöst werden. 1868 erhielten schwarze Männer das Stimm- und das Wahlrecht, während allen Frauen weiterhin diese Rechte versagt blieben. Doch sie begannen sie nun verstärkt, sich politisch zu organisieren. Für die afroamerikanische Bevölkerung bedeuteten diese Rechte gleichwohl nicht den Beginn einer gesellschaftlichen Gleichstellung. Im Gegenteil: Die Segregation verschärfte sich bis zur Entstehung der Bürgerrechtsbewegung in den 1960er Jahren.

1. Politik Abraham Lincolns

„Sklavenbefreiung“ während des Krieges

Emanzipationserklärung (Emancipation Proclamation) 1. Januar 1863

„That on the first day of January, in the year of our Lord one thousand eight hundred and sixty-three, all persons held as slaves within any state or designated part of a State, shall be then, thenceforward, and forever free.“

„Alle als Sklaven gehaltenen Personen in einem Einzelstaat oder einem genau bezeichneten Teil eines Einzelstaats, deren Bevölkerungen sich zu diesem Zeitpunkt im Zustand der Rebellion gegen die Vereinigten Staaten befinden, sollen dann fortan und für immer frei sein.“

www.ard.de/h/wissen/Geschichte_der_Sklaverei_in_den_USA___Der_lange_Kampf_um_die_Freiheit/644556/index.htm


Nach Verkündung der Emanzipationserklärung 1863 war die Sklaverei nicht überall in den USA beendet – in den Borderstates bestand sie nach wie vor. Nur Sklaven und Sklavinnen auf dem von der Union besetzten Gebiet der Konföderation wurden frei.


Über die Rezeption von Lincolns Emanzipationserklärung im 33. Regiment der United States Colored Troops (USCT) im Januar 1863 hielt die schwarze Krankenschwester Susie King Taylor (1848-1912) fest:

„On the first of January, 1863, we held services for the purposes of listening to the reading of President Lincoln’s proclamation by Dr. W.H. Brisbane, and the presentation of two beautiful stand of colors, one from a lady in Connecticut, and the other from Rev. Mr. Cheever. The presentation speech was made by Chaplain French. It was a glorious day for us all, and we enjoyed every minute of it, and as a fitting close and the crowning event of this occasion we had a grant barbecue. A number of oxen were roasted whole, and we had a fine feast. Although not served as tastily or correctly as it would have been at home, yet it was enjoyed with keen appetites and relish. The soldiers had a good time. They sang or shouted „Hurrah!“ all through the camp, and seemed overflowing with fun and frolic until taps were sounded, when many, no doubt, dreamt of this memorable day.“

Taylor, Susie K. and Catherine Clinton. Reminiscences of My Life in Camp: An African American Woman's Civil War Memoir. Paperback Ed. Athens, Ga.: Univ. of Georgia Press, 2006, S. 18.

Unter der Überschrift „Peinliche Bürokratiepanne. Letzter US-Bundesstaat ratifiziert Sklaverei-Verfassungszusatz“ berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am 18. Februar 2013 zur Nichtratifikation des 13. Zusatzartikels im US-Bundesstaat Mississippi:

Nachdem ein US-Einwanderer sich Spielbergs „Lincoln“ angesehen hat, stößt er bei einer Internetrecherche auf Unfassbares: Rechtlich gesehen war die Sklaverei im Bundesstaat Mississippi noch nicht zur Gänze abgeschafft. Schuld daran war ein Bürokratiefehler. (…) 148 Jahre nach der Verabschiedung des 13. Zusatzartikels der Verfassung sei Mississippi der letzte amerikanische Bundesstaat, der diesen noch nicht ratifiziert hatte, berichtet die Nachrichtenplattform The Atlantic Wire. Jener Verfassungszusatz verbietet sowohl Sklaverei als auch Zwangsarbeit, außer es handelt sich dabei um die Strafe für ein Verbrechen. Speziell von der Regelung ausgenommen sind auch Dienste für den Staat, wie etwa die Wehrpflicht und die Einberufung zum Geschworenen bei Gericht. (…) Obwohl Mississippi als eher konservativer Bundesstaat bekannt ist, steckt hinter dem Versäumnis offenbar keine böse Absicht: In der ersten Ratifizierungsrunde 1865 lehnte der Südstaat zwar ab, im Jahr 1995 wurde die Unterzeichnung aber nachgeholt. Weil man vergessen habe, den US-Archivar zu verständigen, sei diese jedoch unwissentlich ungültig gewesen. Dieser Fehler konnte nun durch den aufmerksamen Dr. Batra behoben und Mississippi sich somit endlich auch ganz offiziell gegen die Sklaverei aussprechen. „Das war längst überfällig!“ sagt der Republikaner und Secretary of State, Delbert Hosemann.

www.sueddeutsche.de/panorama/peinliche- buerokratiepanne-letzter-us-bundesstaat-ratifiziert-sklaverei-verfassungszusatz-1.1603344


Tod des Präsidenten

Abraham Lincoln wurde in Washington D.C. am 14. April 1865 während der Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung der Union als Nation getötet.

ZEITGENÖSSISCHE LITOGRAPHIE VON DER ERMORDUNG ABRAHAM LINCOLNS;
14. APRIL 1865 IM FORD'S THEATER IN WASHINGTON

Lincoln besuchte an jenem Abend eine Aufführung im Washingtoner Ford's Theater. John Wilkes Booth (1838-1865), ein bekannter Schauspieler und Anhänger der Konföderation, drang in die Loge des Präsidenten ein und gab mehrere Schüsse auf ihn ab. Lincoln brach zusammen, einen Tag später starb er.

Booth wurde kurz darauf in einer Scheune in Virginia erschossen. Seine Helfer wurden zum Tod am Strang verurteilt oder erhielten hohe Gefängnisstrafen.

2. Die unmittelbare Nachkriegszeit

Reconstruction 1865-1877

Der einflussreiche schwarze Schriftsteller Fredrick Douglass (ca. 1817-1895) fragte am 5. Juli 1875 in einer Rede in Hillsdale bei Washington D.C.:

”If war among the whites brought peace and liberty to the blacks, what will peace among the whites bring?“

Blight, David W. Race and Reunion: The Civil War in American Memory. Cambridge, Mass.: The Belknap Press of Harvard Univ. Press, 2001, S. 132.


Situation bei Kriegsende im Juni 1865

Die südlichen Staaten lagen in Trümmern. Ein Großteil des Schienennetzes war zerstört. Felder waren niedergebrannt oder seit Jahren nicht bestellt. Die Landwirtschaft, Hauptwirtschaftssektor der Südstaaten, war in einem maroden Zustand. Tausende von Soldaten kehrten aus dem Krieg zurück – viele als Invalide. Etwa drei Millionen Sklaven und Sklavinnen hatten die Freiheit erlangt.

Politische Aufgaben unmittelbar nach dem Ende des Bürgerkrieges:

  • Beseitigung der Kriegsschäden
  • Aussöhnung und Wiedervereinigung der ehemaligen Gegner aus Union und Konföderation
  • Neue Gesetze zur Beseitigung der Sklaverei und zur rechtlichen Gleichstellung aller US-Bürger

Drängende Fragen:

  • Wie konnte man den Süden in die USA reintegrieren?
  • Was sollte mit den befreiten Schwarzen und den nach wie vor bestehenden Strukturen der Sklaverei geschehen?

Presidential Reconstruction

In den von der Union besetzten Gebieten hatte Präsident Lincoln schon ab 1863 mit Rekonstruktionsmaßnahmen begonnen. Dabei war er bestrebt gewesen, die Wiedervereinigung der Konföderation mit der Union zu den moderaten Bedingungen eines Versöhnungsfriedens durchzuführen. Radikale Republikaner aber verurteilten diese Großzügigkeit gegenüber den Südstaaten scharf und forderten einen Straffrieden. Als Lincoln im April 1865 ermordet wurde, gingen sie davon aus, dass sein Nachfolger, Andrew Johnson (1808-1875), strengere Maßstäbe an die Wiedervereinigung anlegen würde. Doch entgegen diesen Erwartungen begnadigte er auch ehemalige Konföderation-Politiker, die ihre Ablehnung der Union und ihren Rassismus niemals verhehlt hatten. Denn Johnsons betrachtete Rekonstruktionsprozess schon 1865 als beendet, nachdem alle Regierungen der Südstaaten das 13. Amendment (Emancipation) akzeptiert hatten.

Gleichzeitig wurden in den einzelnen Südstaaten zunehmend Gesetze erlassen, deren Ziel die Unterdrückung der Afroamerikaner war. So war den Schwarzen beispielsweise der Besitz von Land ebenso wenig erlaubt wie die freie Berufswahl und der Besuch öffentlicher Schulen. Statt eigenes Land zu bearbeiten, mussten viele der ehemaligen Sklaven und Sklavinnen schlecht bezahlte Arbeit auf den Plantagen annehmen.

PRÄSIDENT ANDREW JOHNSON
ABBILDUNG ZWEIER MITGLIEDER DES KU-KLUX-KLAN (1868)

Da Schwarze im Süden somit nicht als gleichberechtigte Bürger anerkannt waren, wurde ihnen folglich auch das Wahlrecht verweigert. Zudem wurden strenge Gesetze gegen „Rassenmischung“ (Miscegenation) eingeführt. Afro-Amerikaner wurden also aus der Gesellschaft ausgeschlossen und hatten mit zunehmendem Rassismus zu kämpfen – vor allem in Gestalt des 1866 gegründeten Ku-Klux-Klans.

Auf Bundesebene verabschiedete der Kongress 1866 hingegen ein Gesetz zum weiteren Bestehen des Freedmen’s Bureau, einer Einrichtung für die Durchsetzung von Rechten ehemaliger Sklaven, und den Civil Rights Act, welcher gesetzliche Gleichheit garantieren sollte. Als Johnson sein Veto gegen beide Initiativen einlegte, setzte der Kongress dieses durch eine Zweidrittelmehrheit außer Kraft. Dieser Moment der Entmachtung des Präsidenten durch den Kongress gilt als Wende von der Presidential Reconstruction zur Congressional Reconstruction. Mit seiner neuen Macht ratifizierte der Kongress sowohl das 14. Amendment, welches – mit Ausnahme der Native Americans – allen in den USA geborenen Menschen die Bürgerrechte garantierte, als auch das 15. Amendment, welches die Beschränkung des Wahlrechtes durch Rasse, Hautfarbe oder ehemaligen Sklavenstatus verbot.


 

Native Americans

werden die Einheimischen genannt, die schon immer auf dem Gebiet der USA sowie in Mittel- und Südamerika gelebt haben und im 15. Jahrhundert von Christoph Columbus als „indios“ (dt. Indianer) bezeichnet worden sind. In den USA häuften sich die Konflikte zwischen Indianern und Siedlern während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hungersnot und Epidemien untergruben zudem die Lebensmöglichkeiten der Indianer. Nach Vorstellungen der amerikanischen Regierung sollten sich die Native Americans der West-Expansion nicht weiter entgegenstellen, sondern in Reservaten zu Farmern umerzogen werden. Nachdem diese Konflikte im Amerikanischen Bürgerkrieg weiter zugenommen hatten, fanden während der 1870er Jahre die letzten „Indianerkriege“ zwischen verschiedenen Gruppen der Native Americans und dem amerikanischen Militär statt.

HOLZSCHNITT DER SCHLACHT AM LITTLE BIG HORN (1876)

Radical Reconstruction

Mit neuen Gesetzen wurde während der 1870er Jahre die politische und soziale Teilhabe der afroamerikanischen Bevölkerung in den Südstaaten zumindest juristisch durchgesetzt. Als der im Bürgerkrieg hervorgetretene General Ulysses S. Grant (1822-1885) die Präsidentschaft 1869 übernommen hatte, setzte er sich mittels starker Militärpräsenz für die Vollziehung der Rechte schwarzer Bürger ein. Zugleich aber verstärkten sich in den südlichen Staaten die White-Supremacist-Bewegungen, welche durch Gewalt, Mord und Abschreckung die schwarze Bevölkerung einschüchterten und deren politischen Radius minimierten.

Das Ende der Reconstruction

Als aus der Präsidentschaftswahl 1877 kein klarer Gewinner hervorging, schlossen Demokraten und Republikaner einen Kompromiss: Der republikanische Kandidat Rutherford B. Hayes (1822-1893) wurde unter der Voraussetzung Präsident, dass alle föderalen Soldaten die Südstaaten verließen. Der Truppenabzug bewirkte, dass die Rechte der afroamerikanischen Bevölkerung weiter eingeschränkt wurden. Die entsprechenden Gesetze wurden erst im Zuge der Civil-Rights-Bewegung der 1950er und 1960er Jahre aufgehoben.

CARTOON ZUM WANDEL RECONSTRUCTION UNTER HAYES (1880)

In der Reconstruction drückten die Nordstaaten dem entstehenden Nationalstaat USA ihren Stempel auf. Dennoch verschwand der ‚alte Süden‘ nicht für immer, sondern lebte vielmehr in einer rassistischen Haltung und Politik gegenüber der schwarzen Bevölkerung fort.

Die Reconstruction ist als das Scheitern der Integration und der rechtlichen Gleichstellung von ehemaligen Sklaven und Sklavinnen zu betrachten. Dieses Scheitern wird im Folgenden mit der Gegenüberstellung zweier Quellen verdeutlicht. Fast ein Jahrhundert nach dem Civil Rights Act von 1875 wurde erst 1964 ein neuer Civil Rights Act verabschiedet. Beide gleichen sich sehr und belegen somit, dass die schwarze Bevölkerung der USA in den nahezu 90 Jahren zwischen beiden Gesetzen kaum auf gesetzgeberische wie juristische Unterstützung rechnen konnte.

Quellen im Vergleich: „Civil Rights Act of 1875“ und „Civil Rights Act of 1964“ (Auszüge)

Erst infolge der Bürgerrechtsbewegung in den 1950-1960er Jahren erhielten Afroamerikaner/-innen zumindest formal Rechtssicherheit. Doch die informelle Segregation besteht bis heute. Daraus resultiert das Argument, dass die aktuelle schlechte wirtschaftliche Lage von großen Teilen der schwarzen Bevölkerung nicht aus individuellem Versagen resultiere, sondern Ausdruck eines langen strukturellen Diskriminierungsprozesses sei. Rechtssicherheit sowie Schutz vor Willkür habe es für die afroamerikanische Bevölkerung nie wirklich gegeben.

 


Martin Luther King Jr.: I have a dream

In seiner Ansprache während des Marsches auf Washington für Arbeitsplätze und Freiheit beklagte er am 28. August 1963 in Washington D.C. vor dem Lincoln Memorial:

„But one hundred years later, the Negro still is not free; one hundred years later, the life of the Negro is still sadly crippled by the manacles of segregation and the chains of discrimination; one hundred years later, the Negro lives on a lonely island of poverty in the midst of a vast ocean of material prosperity; one hundred years later, the Negro is still languished in the corners of American society and finds himself in exile in his own land.“

 

www.teachingamericanhistory.org/library/document/i-have-a-dream-speech

„Aber einhundert Jahre später ist der Neger immer noch nicht frei. Einhundert Jahre später ist das Leben des Negers leider immer noch von den Handfesseln der Rassentrennung und den Ketten der Diskriminierung eingeschränkt. Einhundert Jahre später lebt der Neger immer noch auf einer einsamen Insel der Armut in der Mitte eines weiten, weiten Ozeans des materiellen Wohlstandes. Einhundert Jahre später vegetiert der Neger immer noch an den Rändern der amerikanischen Gesellschaft dahin und befindet sich im Exil in seinem eigenen Land.“

www.usa.usembassy.de/etexts/soc/traum.htm

3. Erinnerung an den Bürgerkrieg

Von der weißen Bevölkerung der südlichen Staaten wurde der Bürgerkrieg bereits unmittelbar nach dem Waffenstillstand als Lost Cause interpretiert. Anlass des Krieges sei ein verfassungsrechtliches Missverständnis hinsichtlich der Freiheit des einzelnen gewesen, nicht jedoch die Sklavenfrage. Trotz der Niederlage sei das Kriegsziel der Konföderation daher ehrenvoll gewesen. Die Lost-Cause-Interpretation wurde später auch von den Nordstaaten übernommen und erleichterte die Aussöhnung der ehemaligen Gegner.

1868

Der Memorial Day, jeweils der letzte Montag im Mai, wurde als Feier- und Gedenktag an die Gefallenen des Bürgerkrieges eingeführt, nachdem im Mai 1865 eine Gruppe ehemaliger schwarzer Sklaven den in einem Gefängnis in Charleston verstorbenen und hastig vergrabenen Unionssoldaten im Mai 1865 eine ehrenvolle Beerdigung ermöglichen wollte.

  • Wichtigste Veteranen-Organisation im Norden: Grand Army of the Republic (gegr. 1866), der zunächst auch afroamerikanische Veteranen angehört hatten. Ab den 1880er Jahren setzte sich diese Vereinigung jedoch von ihnen ab und öffnete sich für die Demokratische Partei.
  • Wichtigster Veteranen-Organisation im Süden: United Confederate Veterans (gegr. 1889) und die United Daughters of the Confederacy (gegr. 1894).

Diese Frauenorganisationen sammelten nicht nur Geld zur Pflege von Gräbern und zur Errichtung von Denkmälern, sondern kontrollierten auch die Aussagen in Schulbüchern über den Bürgerkrieg.

In der offiziellen Erinnerungskultur wurden Opferbereitschaft und Heldenhaftigkeit der beiden einstigen Bürgerkriegsparteien hervorgehoben. Hingegen wurden die Emanzipation der afroamerikanischen Soldaten und deren Rolle im Bürgerkrieg nicht mehr thematisiert – sie fielen aus der Erinnerung heraus.

1913-15

Als sich die Schlacht von Gettysburg im Juli 1913 zum fünfzigsten Mal jährte, wurde die afroamerikanische Bevölkerung nicht in die Feierlichkeiten integriert. Denn ein halbes Jahrhundert nach dem Ende des Bürgerkrieges besaß die schwarze Bevölkerung in den USA nicht die gleichen Rechte wie die weißen Bürger dort.

 FOTOGRAFIE DER GETTYSBURG REUNION IM JULI 1913

1930-1940

nahm die Bürgerrechtsbewegung der schwarzen amerikanischen Bevölkerung ihren Anfang, als sie den Widerstand gegen die Unterdrückung durch die weiße Bevölkerung organisierte.

1961-1965

versuchten Weiße wie Schwarze, die Hundertjahrfeiern des Bürgerkrieges zu nutzen, um jeweils ihre Interpretation des Krieges voranzutreiben. Nach wie vor ignorierte die offizielle „weiße“ Geschichtsschreibung die Rolle schwarzer Soldaten.

1996

fand erstmals eine offizielle nationale Feier zur Erinnerung der schwarzen Truppen im Bürgerkrieg statt.

1997

wurde das African American Civil War Memorial in Washington D.C. errichtet.

1999

wurde das African American Civil War Museum in Washington D.C. eröffnet.

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