AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN

Neuerscheinung

A. Scherr, A. El-Mafaalani, E.G. Yüksel (Hrsg.)
Handbuch Diskriminierung

Reihe: Springer Reference Sozialwissenschaften
▶ Theoretische, empirische und praktische Aspekte zu Diskriminierung
▶ Für Wissenschaft und Praxis
▶ Entwickelt Anti-Diskriminierungsstrategien
In diesem Band wird das gesellschaftspolitisch bedeutsame Themenfeld Diskriminierung umfassend dargestellt. Dabei wird von einem interdisziplinär tragfähigen Begriffsverständnis ausgegangen. Dargestellt werden der Stand der Forschung der relevanten wissenschaftlichen Disziplinen sowie Konzepte und Forschungsergebnisse zur Diskriminierung in gesellschaftlichen Teilsystemen und in Bezug auf Gruppen- und Personenkategorien. Aufgezeigt werden zudem Anti-Diskriminierungsstrategien und Institutionen der Anti-Diskriminierungspraxis. Damit ermöglicht das Handbuch einen fundierten Überblick sowie thematische Vertiefungen und stellt Grundlagen für die wissenschaftliche Forschung und für die politische Diskussion zur Verfügung.

 

Der Inhalt
• Ursachen, Formen und Folgen von Diskriminierung
• Gesetzliche Bestimmungen des Anti-Diskriminierungsrechts
• Diskriminierung in gesellschaftlichen Teilsystemen
• Diskriminierung in Bezug auf soziale Gruppen- und Personenkategorien
• Anti-Diskriminierung: Konzepte, Institutionen und Praktiken
Die Zielgruppen Sozialwissenschaftler/innen; Rechtswissenschaftler/innen; Psycholog/innen; Erziehungswissenschaftler/innen; Sozialarbeiter/innen; Institutionen und Akteure der Anti-Diskriminierungspolitik
Die Herausgebenden Dr. Albert Scherr ist Professor für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Dr. Aladin El-Mafaalani ist Professor für Politikwissenschaft am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster. Gökçen Yüksel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Bauer, Ullrich/Bittlingmayer, Uwe H./Scherr, Albert (2012): Handbuch Bildungs- und Erziehungssoziologie. Wiesbaden: Springer - VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Das Handbuch bietet einen umfassenden Überblick zur Erziehungs- und Bildungssoziologie. Neben klassischen Texten – u.a. von Adorno, Bourdieu, Durkheim und Luhmann – werden grundlegende Orientierungen und Paradigmen der Erziehungs- und Bildungssoziologie ausführlich dargestellt. Vom Elementarbereich bis zur Hochschule wird das Bildungssystem aus soziologischer Perspektive analysiert und werden dessen Probleme und Möglichkeiten aufgezeigt. Zudem werden Erziehungs- und Bildungsprozesse in den verschiedenen sozialen Zusammenhängen (u.a. Familie, Peers) dargestellt. Schließlich wird Bildung in Deutschland auch im internationalen Vergleich in den Blick genommen.

Bommes, Michael/Scherr, Albert (2012): Soziologie der Sozialen Arbeit. 2. erw. Aufl. Weinheim: Beltz/Juventa

Der Band stellt Grundlagen einer Soziologie der Sozialen Arbeit dar. Nach einer Klärung des gewählten theoretischen Bezugsrahmens beschreibt er die Funktionen Sozialer Arbeit, ihre Organisationsformen und ihre Besonderheit als Interaktionsgeschehen.

Angebote der Sozialen Arbeit, sozialarbeiterische und sozialpädagogische Hilfen, sind gesellschaftliche Reaktionen auf gesellschaftlich erzeugte Problemlagen, auf von Individuen und sozialen Gruppen reklamierte oder ihnen zugeschriebene Hilfsbedürftigkeit. Die Soziologie der Sozialen Arbeit untersucht, wie Hilfsbedürftigkeit gesellschaftlich entsteht, was Soziale Arbeit als eine besondere Form des beruflich organisierten Helfens veranlasst, was diese Form kennzeichnet und was ihre Folgen für die Gesellschaft und ihre Adressaten sind.
Auf der Grundlage der neueren soziologischen Systemtheorie wird dargelegt, wie Soziale Arbeit auf die Problematik reagiert, dass Individuen für ihre Lebensführung auf die Teilnahme an den gesellschaftlichen Funktionssystemen und Organisationen angewiesen sind, diese Teilnahme aber zahlreichen Individuen wiederkehrend misslingt. Der Band stellt Grundlagen einer Soziologie der Sozialen Arbeit in Form einer sowohl an Soziologen als auch an Sozialarbeiter und Sozialpädagogen adressierten Einführung dar. Nach einer Klärung des gewählten theoretischen Bezugsrahmens beschreibt er die Funktionen Sozialer Arbeit, ihre Organisationsformen und ihre Besonderheit als Interaktionsgeschehen. Vor diesem Hintergrund werden abschließend einige Probleme diskutiert, wie sie mit Reflexionsformen und Theorien in der Sozialen Arbeit verbunden sind, die innerhalb ihrer Organisationen und beruflichen Ausbildungsorganisationen prominent sind.

Riegel, Christine / Scherr, Albert / Stauber, Barbara (Hrsg.) (2010): Transdisziplinäre Jugendforschung Grundlagen und Forschungskonzepte. Wiesbaden: VS-Verlag.

Transdisziplinäre theoretische und methodologische Bezugspunkte von Jugendforschung - Erkenntnissinteressen (in) der Methodologie - Disziplinäre Abgrenzungen als wissenschaftspolitische Machtstrukturen? - Jugendforschung für die Wissensgesellschaft?

Dewe, Bernd/Ferchhoff, Wilfried/Scherr, Albert/Stüwe, Gerd (2011): Professionelles soziales Handeln Soziale Arbeit im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis. 4. Aufl. 2011, 216 S

Es gehört zum Alltagswissen von Studierenden und Praktikern, theoretische Qualifikationen als irrelevant für berufliches Handeln anzusehen. Die Regeln des alltäglichen beruflichen Handelns lassen sich aus Theorien ebenso wenig geradlinig ableiten, wie Theorien wesentlich aus praktischen Handlungsregeln bestehen. Aber die Bedeutung sozialwissenschaftlichen Wissens für die soziale Arbeit wird gründlich missverstan- den, wenn ihm die Funktion der Erzeugung von Handlungsanweisungen zugesprochen wird. Gegen resignative Theoriemüdigkeit der Praktiker und Praxisdistanz der Theoretiker setzen die Autoren differenzierte Ansätze für den Umgang mit Theorie und Praxis in verschiedenen Handlungsfeldern. Für die Praxisfelder Fachhochschulausbildung, Altenarbeit, Familien- beratung, Gesundheitswesen, Jugendarbeit und multikulturelle Sozialarbeit entwickeln sie exemplarisch, wie theoretisches Wissen in der sozialpädagogischen Berufspraxis nutzbar gemacht werden kann. Damit zeigen sie Möglichkeiten eines Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis auf, der falsche Erwartungen an die Allmacht der Theorie abbaut und das Missverständnis von pädagogischer Praxis als theorielosem Handeln vermeidet.

Ahrens, Johannes / Beer, Raphael / Bittlingmayer, Uwe H. / Gerdes, Jürgen (Hrsg.) (2011): Normativität - Über die Hintergründe sozialwissenschaftlicher Theoriebildung

Normativität hat in den Sozialwissenschaften noch immer etwas Anrüchiges, fast Abschreckendes. Es gibt eine lange Traditionslinie in den Sozialwissenschaften, die versucht, ihre Disziplin gegenüber normativen Argumenten „sauber“ zu halten. Das wird in der Regel damit begründet, dass im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess Gesinnungsmotive nicht hilfreich sind und im Extremfall Ergebnisse verzerren. Befürworter normativer Sozialwissenschaften halten dagegen, dass die fehlende Thematisierung etwa von sozialen Ungleichheits- und Herrschaftsverhältnissen die Welt, so wie sie gerade ist, einmal mehr bestätigt – und das ist eben auch nicht normfrei und kann es auch nicht sein, weil, so eine zentrale These des vorliegenden Bandes, Theorien notwendig mit normativen Bezügen behaftet sind.
Damit ist das Spektrum der Positionen angedeutet, die in diesem Sammelband zu finden sind.
Er hat einerseits das Ziel, normative Verwicklungen auch in den sozialwissenschaftlichen Ansätzen aufzuspüren, die stärker auf die Idee einer wertfreien Wissenschaft verpflichtet sind. Andererseits werden Ansätze, die explizit herrschaftskritische Positionen vertreten, auf die Plausibilität ihrer normativen Setzungen hin überprüft.
Die normativen Hintergründe sozialwissenschaftlicher Theoriebildung aufzuzeigen und eine Debatte über die normativen Bezüge der Sozialwissenschaften anzuregen ist das Anliegen dieses Bandes.

Hormel, Ulrike / Scherr, Albert (Hrsg) (2010): Diskriminierung. Grundlagen und Forschungsergebnisse. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden politischen Bedeutung des Menschenrechtsdiskurses in der Europäischen Union und in Folge der Verabschiedung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gewinnt die Auseinandersetzung mit Diskriminierung an gesellschaftspolitischer Relevanz. Auch in wissenschaftlichen Debatten findet der Terminus 'Diskriminierung' zunehmend Verwendung, so etwa in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus, geschlechtsbezogener Benachteiligung, mit der Situation von Behinderten und alten Menschen sowie in den Diskursen zu Diversity und Heterogenität. Im deutschen Sprachraum hat sich aber bislang eine eigenständige Diskriminierungsforschung erst in Ansätzen entwickelt. Insofern mangelt es der politischen, rechtlichen und medialen Thematisierung von Diskriminierung an einer angemessenen wissenschaftlichen Fundierung. Die Beiträge des vorliegenden Bandes sind in Anschluss an die internationale Fachdiskussion auf eine theoretische Analyse von Diskriminierung ausgerichtet und stellen Ergebnisse empirischer Forschung zu Formen und Folgen von Diskriminierung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereichen dar.

Bauer, Ullrich / Bittlingmayer, Uwe H. / Richter, Matthias (Hrsg.) (2010): Health Inequalities Determinanten und Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheit

Health Inequalities sind ein vielschichtiger und provokanter Gegenstand der aktuellen sozial- und gesundheitswissenschaftlichen Forschung. Einschlägige Befunde zu sozial bedingten gesundheitlichen Ungleichheiten liegen bislang vor allem auf der beschreibenden Ebene vor. Hiernach gilt: Der Schweregrad und die Häufigkeit von Erkrankungen sowie das Risiko des frühzeitigen Todes sind durch soziale Faktoren bestimmt. Unklar aber bleibt auch weiterhin, wie diese Beziehung erklärt werden kann. Die Determinanten und Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheit stehen darum im Zentrum des vorliegenden Bandes, der in dieser Form erstmals Beiträge führender Fachvertreter der internationalen Forschung zusammenführt. Erklärende Perspektiven und ihre Konsequenzen werden entlang makro-, meso- und mikroanalytischer Zugänge diskutiert. Der Band ist eine Pflichtlektüre für Wissenschaft und Praxis im Bereich Soziologie, Public Health, Epidemiologie, Gesundheitsförderung und Sozialpolitik.

Bittlingmayer, Uwe H. / Sahrai, Diana / Schnabel, Peter-Ernst (2009): Normativität und Public Health Vergessene Dimensionen gesundheitlicher Ungleichheit

Gesundheit, der Forschungsgegenstand der Gesundheitswissenschaften/Public Health ist von Beginn an normativ verankert. Gesundheit ist ein Grundgut, das mit
gerechtigkeitstheoretischen Konzepten direkt verwoben ist. Dennoch stoßen wissenschaftliche Befunde über die Ungleichverteilung von Gesundheitsrisiken heute immer noch auf Skepsis und politische Gegenwehr. Indem sie Gesundheitsförderungsprogramme initiieren, laufen die Gesundheitswissenschaften außerdem Gefahr, zur problematischen Standardisierung von Körperkonzepten oder Lebensstilen beizutragen und so beim neoliberalen Umbau der Gesellschaft mitzuhelfen. Dem können sie nur entgehen, wenn sie sich – wie ursprünglich einmal angedacht – als ideologie- und systemkritisch verstehen und sich auf eine nicht nur individual-interventionistische, sondern auch gesellschaftsverändernde Praxis verständigen. In den Beiträgen des Buches wird das normative Spannungsfeld zwischen Gleichheit und Standardisierung theoretisch und praxisbezogen ausgelotet und nach Wegen gesucht, um sich gegen Instrumentalisierungen jedweder Art zur Wehr zu setzen.

Scherr, Albert (2009): Jugendsoziologie. Einführung in Grundlagen und Theorien (9. erw. u. überarb. Aufl.). Wiesbaden: VS-Verlag., 246 Seiten.

  • Begriff, Differenzierung und Institutionalisierung von Jugend
  • Jugendliche in der Bevölkerungs- und Sozialstruktur 
  • Jugendsoziologische Theorien
  • Kurze Sozialgeschichte der Jugend
  • Psychodynamische und körperliche Entwicklungsprozesse im Jugendalter
  • Identitätsbildung und Orientierung in einer sich wandelnden Gesellschaft
  • Jugendliche in gesellschaftlichen Grundgebilden
  • Politische Einstellungen und Verhaltensweisen
  • Jugendkultur und jugendliche Subkultur
  • Abweichendes Verhalten Jugendlicher

Hormel, Ulrike (2007): Diskriminierung in der Einwanderungsgesellschaft. Begründungsprobleme pädagogischer Strategien und Konzepte. Wiesbaden: VS-Verlag.

Die Auseinandersetzung mit Diskriminierung gewinnt in politischen und rechtlichen Kontexten zunehmend an Bedeutung.Ulrike Hormel diskutiert im Interesse einer Klärung des Diskriminierungsbegriffs Ansätze der sozialpsychologischen Vorurteilsforschung, Konzepte der institutionellen Diskriminierung sowie soziologische Analysen zur Soziogenese asymmetrischer Gruppenbeziehungen und zur Bestimmung des systematischen Stellenwerts von 'Staatsbürgerschaft' und 'Ethnizität' in der Einwanderungsgesellschaft.

 

  • Diskriminierung in der sozialpsychologischen Vorurteilsforschung
  • Asymmetrische Gruppenbeziehungen und Diskriminierung
  • Diskriminierung auf der Grundlage von Staatsbürgerschaft,
  • Nationalstaatlichkeit und Ethnizitätskonstruktionen
  • Möglichkeiten und Grenzen einer sozialwissenschaftlich fundierten
  • Theorie der Diskriminierung in der Einwanderungsgesellschaft u.a.

 

 

Scherr, Albert (2006) (Hrsg.): Soziologische Basics. Eine Einführung für Pädagogen und Pädagoginnen. Wiesbaden: VS-Verlag.

Das Buch erklärt soziologische Begriffe und Theoreme exemplarisch in Bezug auf pädagogisch relevante Probleme und Fragestellungen. Künftige Pädagogen und Pädagoginnen erhalten so einen interessanten Einstieg in soziologisches Denken und soziologische Wissensbestände. Die Beiträge machen jeweils deutlich, worin der mögliche Gebrauchswert soziologischer Theorien und Forschungen für die Pädagogik liegt.

Hormel, Ulrike / Scherr, Albert (2005): Bildung für die Einwanderungsgesellschaft. Perspektiven der Auseinandersetzung mit struktureller, institutioneller und interaktioneller Diskriminierung. Wiesbaden: VS-Verlag.

Hormel, Ulrike / Scherr, Albert (2004): Bildung für die Einwanderungsgesellschaft. Perspektiven der Auseinandersetzung mit struktureller, institutioneller und interaktioneller Diskriminierung. Wiesbaden: VS-Verlag. (2. Aufl. in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2005).

Um der "Tatsache Einwanderungsgesellschaft" bildungspolitisch und bildungspraktisch gerecht zu werden, sind auf unterschiedliche Problemdimensionen bezogene spezialisierte Vorgehensweisen nicht ausreichend. Auf der Grundlage einer internationalen Recherche zu bildungspolitischen und bildungspraktischen Strategien in Einwanderungsländern wird deshalb eine integrative Programmatik entwickelt, die den Handlungserfordernissen auf unterschiedlichen Gestaltungsebenen der Schulentwicklung Rechnung trägt.